Kirchstraße 28, ev. Kirche
Kirchstraße 28, Innenraum, Blick zum Altar
Kirchstraße 28, Innenraum
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Hochtaunuskreis
Oberursel
Oberstedten
  • Kirchstraße 28
Ev. Sankt Nikolaus-Kirche
Flur: 6
Flurstück: 81/2

Die dem Heiligen Nikolaus, Patron der Fernhändler, geweihte Kirche wird 1229 erstmals erwähnt. Bis zur Reformation war sie Mutterkirche von Niederstedten und Homburg vor der Höhe, danach Filiale der dortigen, in der Vorburg errichteten Pfarrkirche. Seit 1786 wieder selbstständige Pfarrei.

Mitte des 16. Jahrhunderts Zerstörung eines Vorgängerbaus im Schmalkaldischen Krieg und erneut 1622 im Dreißigjährigen Krieg. 1643/44 notdürftige Instandsetzung, um 1700 Ruine. Nach Vertragsschluss mit Meister Peter Lang, Kalbach, und Johann Jakob Lange, Holzgau in Tirol, über alten Fundamenten 1706 Beginn des Wiederaufbaus (siehe Jahreszahl am Südportal). Einweihung am 18. August 1715. Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss. Das Innere durch große, hochrechteckige Doppelfenster, Rundbogenfenster und eine querovale Öffnung belichtet. Wahrscheinlich im 19. Jahrhundert dem Chor angegliedert die Sakristei mit dreiseitig abgewalmtem Dach. 1954/55 Umbau und innere Neugestaltung durch die Architekten Fresenius und Glas. Über eine Falttür mit dem Altbau verbunden die großzügige Westerweiterung, mit der von Norden aus erschlossenen neuen Sakristei, dem Gemeindezentrum und dem, den neuen Haupteingang aufnehmendem Turm. Diesem auch aus optischen Gründen geopfert der (fotografisch dokumentierte) Westdachreiter mit gedrungener Haube. Neuerungen im Inneren, das bereits 1951 die Burschenbühne verloren hatte, beeinhalteten: Entfernung des Altarumgangs für den Kirchenvorstand, Versetzung des Altars nach Osten, bei Einbruch der Sakristeitür Verlegung der Kanzel.

Hochmittelalterliche Kreuzplatte, Basaltlava. Wird traditionell mit dem Grab des Wortwin von Steden († 1208) in Verbindung gebracht; Allianzwappen des Hessen-Homburger Landgrafen Friedrich III. und der Landgräfin Elisabeth Dorothea (Förderer des barocken Kirchenneubaus), Buntsandstein, 1711; Orgel, 1824 aus der ehemals reformierten Kirche von Ober-Eschbach; Glocken: 1708 sind drei Glocken verzeichnet. Unter Beibehalt einer kleinen alten Glocke werden zwei davon 1899, 1924 und 1950 jeweils ersetzt. Seit 1956 vorhanden vier Glocken der Firma Rincker, Sinn.


Als Kulturdenkmal nach § 2 Absatz 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz aus geschichtlichen und künstlerischen Gründen in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen.

Legende:

Kulturdenkmal nach § 2 Abs. 1 HDSchG
Kulturdenkmal (Gesamtanlage) nach § 2 Abs. 3 HDSchG
Kulturdenkmal (Grünfläche) nach §2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG
Kulturdenkmal (Wasserfläche) nach §2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG
Weitere Symbole für Kulturdenkmäler nach § 2 Abs. 1 HDSchG:
Wege-, Flur- und Friedhofskreuz, Grabstein
Jüdischer Friedhof
Kleindenkmal, Bildstock
Grenzstein
Keller bzw. unterirdisches Objekt
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