Lade Kartenmaterial...
Main-Kinzig
Hanau
  • Johanneskirchplatz
Luth. Johanneskirche
Flur: 25
Flurstück: 359/1, 363/1

Bauzeit: 1658-1664

Baumeister: Johann Wilhelm/Frankfurt

An-/Umbauten: Turm 1679-91 (Joh. Ph. Dreyeicher); 1727-29 Kirchenschifferweiterung

Wiederaufbau: 1955/56 (Arch.: Karl Heinz Doll).

Grundsteinlegung zum Bau der lutherischen Johanneskirche (Benennung 1818) als gräfliche Residenzkirche und Grablege am 25. Mai 1658 in Anwesenheit des Kurfürsten Johann Georg II. von Sachsen. Unter Einbezug der alten Stadtmauer bis 1664 als einschiffige, genordete Kirche mit polygonalem Chor und mehreckigem Treppenturm als Zugang zur herrschaftlichen Empore errichtet. Das im Innern von einem farblich gefassten Voutengewölbe überspannte Gotteshaus dokumentierte bis zu seiner Zerstörung 1945 den Raumtypus einer Predigtkirche, in der die Kanzel im Westen der Empore im Osten und Norden gegenüberstand. 1679-1691 Bau eines quadratischen Turmes mit einem hölzernen, dreigeschossigen sowie polygonalen Turmhelm nach Entwürfen Johann Philipp Dreyeichers. Zwischen 1727 bis 1729 erfolgte die Erweiterung des Kirchenschiffes durch einen Anbau im Westen zu einem quadratischen Raum, so dass der allen protestantischen Kirchen zugrundeliegende Anspruch der Gleichstellung aller Gemeindeglieder auch baulichen Ausdruck fand; gleichzeitig wurde der Altar nach Westen versetzt, der Chorraum aufgelöst und die Empore im Süden geschlossen, so dass nunmehr allein die Westwand die liturgische Mitte repräsentierte - die gräfliche Loge befand sich hingegen im Osten.

1945 bis auf die Außenwände und den massiven Turm des 17. Jahrhunderts zerstört, dessen historisches Westportal noch das Baujahr „1657" aufweist. 1955/56 Wiederaufbau in der Größe des Ursprungsbaus nach Plänen Karl Heinz Dolls unter Abbruch der Bauteile des 18. Jahrhunderts, dabei Umwidmung des Sakralbaus zu einem Gemeindehaus mit angeschlossenem Kirchenraum im Obergeschoss. Hierfür Neubau der kriegszerstörten Westwand in Betonfachwerk (verputzt) und Einarbeitung kantiger, eine durchgehende Fensterfront bildender Fensterbahnen anstelle der gotischen Lanzettfenster; das aus Stahlbeton gefertigte Rahmenwerk wurde dabei vor die Putzfläche des noch vorhandenen Mauerwerks gesetzt und somit der Eingriff der Wiederaufbauzeit nach außen deutlich dokumentiert. Zur Steigerung des Lichteinfalls Einbruch eines gotisierenden Lanzettfensters in der Ostseite. Das Erdgeschoss durchbrechen in Reihe gesetzte quadratische Fenster, die auf die profane Nutzung des Geschosses verweisen; der hölzerne, verspielte Turmhelm wurde als Zeichen der Zerstörung erst 2005 in seiner ursprünglichen Form als filigrane Metallkonstruktion wieder aufgebaut.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen.

DenkXweb ist Teil des Denkmalverzeichnisses
im Sinne der §§ 10 und 11 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes.

Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

Planelemente auswählen
Zeigen Sie mit der Hand auf Markierungen im Plan, erhalten Sie ein Vorschaubild und per Mausklick die Objektbeschreibung.
Kartenansicht
Wählen Sie zwischen zwischen Alkis- und Luftbildansicht. Ebenfalls können Sie die Kartenbeschriftung ein- und ausblenden.
Zoomen
Zoomen Sie stufenweise mit einem Mausklick auf die Lupen oder bewegen Sie den Mauszeiger auf den Planausschnitt und verwenden Sie das Scrollrad ihrer Maus.
Zoom per Mausrad
Über diesen Button können Sie einstellen, ob Sie das Zoomen in der Karte per Scrollrad Ihrer Maus erlauben möchten oder nicht.
Vollbildmodus
Betätigen Sie diesen Button um die Karte im Vollbildmodus zu betrachten. Über den selben Button oder durch klicken der "Esc"-Taste können Sie den Vollbildmodus wieder verlassen.
Ausgangsobjekt anzeigen
Über diesen Button erreichen Sie, dass in der Karte das Ausgangsobjekt angezeigt wird. Bei dem Ausgangsobjekt handelt es sich um die Objekte, die zu dem entsprechende Straßeneintrag gehören.
Abstand messen
Mit Hilfe dieses Tools können Sie die Distanz zwischen zwei oder mehreren Punkten berechnen. Hierbei wird eine Linie gezeichnet, bei der die entsprechende Gesamtlänge angezeigt wird. Weitere Anweisungen zur Benutzung werden nach betätigen des Button angezeigt.
Fläche berechnen
Dieses Tool ermöglicht es Ihnen eine Fläche zu zeichnen und den Flächeninhalt in m² zu berechnen. Um ein Fläche zu erzeugen, müssen mindestens 3 Punkte gesetzt werden. Die Fläche wird durch den Klick auf den Ausgangspunkt (1. Punkt) geschlossen und der Flächeninhalt anschließend berechnet.