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Main-Kinzig
Hanau
  • Gesamtanlage Wohnquartiere seitlich der Lamboystraße
Gesamtanlage

Verzeichnis der innerhalb der Gesamtanlage gelegenen Straßen, Plätze und Bauten:

Breitscheidstraße 20-28 (gerade Zahlen), 17-25 (ungerade Zahlen)

Friedrich-Engels-Straße 17, 19, 23, 23a, 25, 27, 29, 30, 30a, 32, 32a

Karl-Marx-Straße 38-44 (gerade Zahlen) und 43, 43a

Lamboystraße 16/16a/16b, 17, 17a, 18, 19, 20, 21 und 23, 23a, 25, 27, 29

Paul-Ehrlich-Straße 11, 13, 13a

Nach dem Bau der steinernen Lamboybrücke 1879 und der Ulanenkaserne ab 1891 wurde der Ausbau des Lamboyviertels konsequent betrieben, auch wenn eine durchgehende Randbebauung der Lamboystraße bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nicht erbracht werden konnte.

Anschauliches Zeugnis des Wohnhausbaus um 1905/10 liefert die Mietshausarchitektur beidseitig der Lamboystraße als Hauptachse des Quartiers (1910 gepflastert), die sich als geschlossenes Viertel bis zur Gebeschus-Schule im Norden und zur Breitscheidstraße im Süden erstreckte. Eine auf das Jahr 1942 datierte Übersichts-Karte der Stadt Hanau erfasst die Mietshausarchitektur in genau den heute die Gesamtanlage definierenden Grenzen und veranschaulicht, dass die Wohnblockbebauung bis zu diesem Zeitpunkt nicht weiter als zur Straßenkreuzung Breitscheidstraße/Paul-Ehrlich-Straße gediehen war und sich somit nur auf drei komplette Wohnblöcke (1. Block: Breitscheidstraße 17, 19, 21, 23, 25; Karl-Marx-Straße 38, 40, 42, 44; Lamboystraße 16, 18, 20. - 2. Block: Lamboystraße 17, 17a, 19, 21; Friedrich-Engels-Straße 30, 30a, 32, 32a. - 3. Block: Friedrich-Engels-Straße 23, 25, 27, 29; Lamboystraße 23a, 25, 27, 29) und eine kurze Zeile an der Breitscheidstraße (Nrn.: 20, 22, 24, 26, 28; Paul-Ehrlich-Straße 11, 13, 13a) beschränkte.

Obwohl die Stilelemente je nach Straßenzug variieren, überwiegt als durchlaufende Gestaltung aller drei Blöcke die durch Lisenen und Gesimse ornamental gegliederte Fläche, wobei die Straßenfassaden sowohl verputzt als auch verklinkert sein konnten; nur zum Innenhof wurden die Außenwände der Ziegelbauten unverputzt belassen. Als bauliches Zeichen der Siedlung fungiert darüber hinaus der gerundete Standerker, der vornehmlich die Straßenkreuzungen akzentuierte und als Point de vue auch auf Weitsicht wahrzunehmen war (Breitscheidstraße 20, Karl-Marx-Straße 44, Lamboystraße 23, Paul-Ehrlich-Straße 11). Risalite, Zwerchgiebel und der punktuelle Einsatz von Rustikastrukturen bereichern das Bild des homogenen Quartiers, dessen in Schiefer gedeckte Mansarddächer holzverkleidete Spitzgauben rhythmisieren. Die Bauhöhe schwankt von vier Geschossen an der Lamboystraße zu drei Geschossen an der Breitscheidstraße ebenso wie der Bauaufwand an der Lamboystraße gesteigert erscheint. Hier erhebt sich die Gaststätte "Zum deutschen Hof" (Lamboystraße 16), deren Straßenfassade plastisches Weinlaubdekor (bez.: "1906") überzieht.

Als vermutlich ältester Teil der Gesamtanlage wird die annähernd dreieckige Blockbebauung westlich der Friedrich-Engels-Straße anzusehen sein, die sich zu dieser Straße auffallend schlicht präsentiert und wohl erste Einflussnahmen der Reformarchitektur dokumentiert (vor 1904/05); die Bauten entlang dieser Achse weisen neben einem rustizierten Erdgeschoss lediglich schlichte Sandsteingewände und dreieckige Zwerchgiebel auf.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen Gründen.

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Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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