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Main-Kinzig-Kreis
Hanau
Klein-Auheim
  • Kolpingstraße 1
Kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul
Flur: 1
Flurstück: 375/2

Baujahr: 1867/68

Architekt: Kreisbaumeister Lindt/Offenbach

Die neuromanische, mit Sandsteinquadern verblendete Basilika dominiert die leicht gebogen geführte, in ost-westlicher Richtung verlaufende Hauptachse, an der sich mit Rat-, Backhaus und Schule ursprünglich die örtliche Mitte befand (Kreuzung Mainzer Straße/Obergasse). Das Hauptportal der mit Würfel- und Rundbogenfriesen dekorierten Kirche gestaltete man stilgetreu neugotisch und betonte es mit dem Relief ''Christus als Hirte'' im Tympanon.

Im Innern wurde die tragende Arkatur im sächsischen Stützenwechsel, die Säulenkapitelle als Würfelkapitelle ausgeführt, deren Akanthusdekor sich im Zierrat des historistischen, erhaltenen Gestühls wiederholt. Wenige Jahre vor der tiefgreifenden Innenraumrenovierung 1912, die sich vor allem einer farblichen Neufassung des Innern widmete (Farbfassung 1954 aufgegeben), erneuerte auch man die hohen Kirchenfenster, da man die überkommenen als zu dunkel bewertete: Die als Stiftungen finanzierten Farbglasfenster der Seitenschiffe (1906) zeigen durchweg Heiligendarstellungen (Cecilia, Martin, Sebastian, Monica, Anna, Antonius von Padua, Wendelin, Margaretha, Aloysius, Elisabeth, Johannes, Agnes, Petrus und Marcellinus) als Versinnbildlichung von Seligpreisungen (z.B. "Selig sind die Barmherzigen...") und Tugenden (Mäßigkeit, Keuschheit, Eifer im Guten, Sanftmut, Wohlwollende Liebe); die Fenster des Chores wurden nach Kriegsbeschädigung von August Peukert 1957 neu gestaltet. Aus der alten, 1867 abgebrochenen Kirche wurde einzig eine spätgotische, der Schule Tilman Riemenschneiders zugewiesene Mondsichelmadonna (Nebenaltar; um 1525) übernommen; eine Pieta und die hölzerne Skulptur des Johannes Baptist mit dem Christuskind wurden hingegen später ergänzt.

Den alten Kirch- und Friedhof, auf dem sich zudem ein aufgesockeltes lateinisches Kreuz mit einem Corpus Christi erhebt (1935 vom ehem. Friedhof und heutigen Rosengarten hierher verbracht, "Joh. II 25. Errichtet im Jahr 1842 [...]"), schrankt ein durch zierliche Säulchen mit Kapitellen rhythmisierter Lanzettspitzenzaun zur Obergasse ab.


Als Kulturdenkmal nach § 2 Absatz 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen.

Legende:

Kulturdenkmal nach § 2 Abs. 1 HDSchG
Kulturdenkmal (Gesamtanlage) nach § 2 Abs. 3 HDSchG
Kulturdenkmal (Grünfläche) nach §2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG
Kulturdenkmal (Wasserfläche) nach §2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG
Weitere Symbole für Kulturdenkmäler nach § 2 Abs. 1 HDSchG:
Wege-, Flur- und Friedhofskreuz, Grabstein
Jüdischer Friedhof
Kleindenkmal, Bildstock
Grenzstein
Keller bzw. unterirdisches Objekt
Baum
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