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Main-Kinzig
Hanau
Großauheim
  • Heideäcker 3
Rütgers-Werke
Flur: 83
Flurstück: 2/8

Die Rütgerswerke AG siedelte 1886 von Berlin-Charlottenburg nach Großauheim über und antwortete damit auf den florierenden Floßmarkt auf beiden Seiten des Mains bei Hanau. Noch heute arbeiten die Werke in ihrem Stammbereich, der Imprägnierung von Holz mittels Steinkohletteeröl unter Druck im Vakuum und letztlich der Produktion von Eisenbahnschwellen. Unter Denkmalschutz stehen insgesamt vier Bauten und Teile des beeindruckenden, voll funktionsfähigen Maschinenparks.

Hinter dem zweigeschossigen, durch Stichbogenfenster geöffneten und durch ockerfarbene Verblender verkleideten Verwaltungsbau dominiert die breit gelagerte Imprägnierhalle die Anlage. Das in historistischer Marnier mit Blendfeldern, Zierfriesen aus Formensteinen und Würfelfriesen recht aufwendig gestaltete Gebäude entstammt noch der ersten Bauphase von 1886 und wurde wohl in den 1920er Jahren um ein Kesselhaus erweitert (zugehörig ein deutlich eingekürzter Schlot). Eine rückseitig anschließende, offene und in den 1920er Jahren offensichtlich modernisierte Vorhalle gibt den Blick frei auf zwei horizontal lagernde Kessel zur Öl- und Teerimprägnierung (1952) mit Gleisanschluss, über die die zu bearbeitenden Hölzer zur jeweiligen Bearbeitungsstelle verbracht werden konnten. Die seitlich der Halle im Freien plazierten und noch heute voll funktionsfähigen Luftsammler (oben) und Kondensatoren (unten) in Nietkonstruktion stammen noch aus dem Jahr 1914 und wurden bei J.Westermann/Witten gefertigt. Das ebenfalls noch aus der Gründungsphase stammende Nebengebäude dient lediglich als Unterbau für den werkseigenen Wasserbehälter, einem über quadratischem Grundriss in Ziegelbauweise aufgehendem Turmbau mit zylindrischem Wassertank. Auf dem weiteren Werksgelände blieben darüber hinaus verschiedene Bauten samt technischer Ausstattung erhalten, die den historischen und modernen Prozess der Holzimprägnierung und Schwellenherstellung in selten anschaulicher Weise nachvollziehbar und erlebbar werden lassen. Dazu gehören die Waage, das Aufplattungsgebäude mit erhaltener technischer Austattung (1938), ein genieteter Kessel zur Salzimprägnierung sowie die in einem benachbarten Schutzbau untergebrachte Hobelmaschine (1948) mit hydraulischem Getriebe (1938) von Robel & Co./München.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen, künstlerischen und technischen Gründen.

DenkXweb ist Teil des Denkmalverzeichnisses
im Sinne der §§ 10 und 11 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes.

Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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