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Vogelsbergkreis
Alsfeld
  • Gesamtanlage II
Südliche Stadterweiterung

Die bezeichnete Gesamtanlage erstreckt sich in breiter Ausdehnung südlich der Altstadt. Den Übergang von der historischen Stadtbebauung zur gründerzeitlich Stadterweiterung vermittelt der der ehemaligen Stadtmauer vorgelagerte Grüngürtel, der weitgehend von einer Bebauung freigehalten wird. Der Zugang durch die Gärten in das neuzeitlich Quartier bietet, vom ehemaligen Kloster ausgehend, die Volkmarstraße, deren Bebauung mit der 1908 fertiggestellten Volksschule mit einem dreigeschossigen Solitär beginnt. Bevor die Straße auf die Altenburger Straße trifft, zweigt in östlicher Richtung der Straßenzug "Im Junkergarten" ab, später dann der Walkmühlenweg. Beide Straßen werden von der Wallgasse gekreuzt, die gleichzeitig die Grenze der Gesamtanlage in diesem Bereich markiert. Hier findet sich eine Bebauung, deren Bauzeit sich von etwa 1905 bis in die Dreißiger Jahre erstreckt. Neben Mehrfamilien-Siedlungshäusern aus den 20er Jahren finden sich markante Einfamilienhäuser aus der Zeit vor und nach dem Ersten Weltkrieg, die aufgrund ihres Erhaltungszustandes und nicht unbedingt aufgrund ihrer spektakulären Architektur schützenswert sind. Sie sind wesentliches Zeugnis der städtebaulichen Entwicklung des ersten Drittels des 20. Jh.

Der westliche Abschnitt der Gesamtanlage erschließt sich vom Mainzer Tor, an dem sich die Marburger, die Grünberger und die Altenburger Straße kreuzen. Die Straßennamen deuten an, dass sich hier die wichtigsten historischen Wege trafen.

Der städtebauliche Schwerpunkt der Altenburger Straße - von hier aus gelangte man in den bezeichneten Ort mit seinem bedeutenden Schloß, Sitz der Familie von Riedesel - liegt in ihrem südlichen Abschnitt, wo mehrere Wohnhäuser aus den ersten Jahren nach der Jahrhundertwende als Kulturdenkmäler ausgewiesen wurden.

Die Grünberger Straße, die geradewegs auf das Mainzer Tor zuläuft, öffnet den Weg von der Stadtmitte in südlicher Richtung. Über sie gelangt der Reisende zur Autobahnauffahrt Pfefferhöhe, weiter nach Romrod über Mücke nach Grünberg und Gießen. Am Beginn des Straßenzuges sind in der Nähe der Stadtbefestigung einige Fachwerkhäuser des frühen 19. Jahrhunderts erhalten, wenig später folgen dann gründerzeitliche Häuser aus den 90er Jahren in Fachwerkkonstruktionen mit Backsteinausfachung. Später kommen im Verlauf des Straßenzuges bedeutende Mehrfamilienhäuser im Range von Kulturdenkmälern hinzu, deren Bauzeit bis zum Ersten Weltkrieg reicht. Jenseits der Gesamtanlage hat sich aufgrund der günstigen Autobahnanbindung ein umfangreiches Gewerbegebiet entwickelt. Neben der Aneinanderreihung der bezeichneten Wohngebäude setzt der Solitär am Beginn der abzweigenden Albert-Schweitzer-Schule einen bedeutenden städtebaulichen Akzent.

Als heute stark belastete, nördliche Stadtkernumgehung mit einer Anbindung an den Bahnhof fungiert die Alice-Straße, die zwischen der Marburger Straße und der Kreuzung mit der Grünberger Straße als Gesamtanlage ausgewiesen wurde. In diesem Abschnitt der Gesamtanlage wurden auch einiger Wohnhäuser des frühen 20. Jh. als Kulturdenkmal ausgewiesen.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen.

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Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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