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Waldeck-Frankenberg
Haina
  • Sachgesamtheit Landeshospital Haina

Das Kloster

Ursprung und Zentrum der Sachgesamtheit ist das nach 1214 entstandene Kloster mit Klosterkirche und den um den Kreuzgang herum gruppierten Klostergebäuden, die im Laufe des Hoch- und Spätmittelalters errichtet wurden. Zu diesem mittelalterlichen Bestand gehören noch das südlich des Klosters gelegene Abtshaus und die östlich desselben erbaute alte Brauerei. Den Kern des heutigen Wirtschaftshofes im Südwesten des Klosters bildet die ebenfalls noch aus dem Spätmittelalter stammende Zehntscheune.

Evangelische Kirche, ehemalige Zisterzienserklosterkirche(Landgraf-Philipp-Platz 9; Flur 3, Flurstück 4)

Mittelalterliche Baugeschichte: Trotz langer Bauzeit von mehr als einhundert Jahren und Planwechseln wurde ein einheitliches Gesamtkonzept in Abschnitten von Ost nach West verwirklicht.1. Bauabschnitt: Nach der Verlegung des Klosters von der Aulesburg 1215/16 wurde der Bau begonnen und wurden vermutlich die Dimensionen des Gesamtbaus festgelegt. Das Langhaus war wohl zunächst als Basilika im gebundenen System (im Mittelschiff vier überquadratische Joche von der Größe eines Querhausarms) geplant. Eine restaurative Phase der Ordensgeschichte und eine durch die Erzbischöfe von Mainz bedingte politische Nähe zu Eberbach (Grablege der Erzbischöfe) hatte die konservative Anlage mit Kastenchor und parallelen Querhauskapellen als Rückgriff und Zitat zur Folge (vgl. Loccum). Der Chor der Mutterkirche Altenberg I mit großer Halbkreisapsis und vier Nebenkapellen (1145/47-1160) war kein direktes Vorbild (der heutige Chor II entstand zwischen 1255 und 1276). Die Weihe durch Ebf. Siegfried von Mainz 1224 bezieht sich sicherlich auf die Ostteile, den Unterbau von Chor und Querhaus samt Kapellen bis in Höhe des Kaffgesimses, die zugehörigen Portale sowie die unteren Teile des östlichen Langhauses. Die Formen sind noch spätromanisch.2. Bauabschnitt: Es entstanden der Oberbau von Chor und Querhaus sowie das Ansatzjoch (Ostjoch) des Langhauses. Der Planwechsel zur Hallenkirche erfolgte gleichzeitig oder noch kurz vor der Marburger Elisabethkirche (Baubeginn des Hallenlanghauses 1248) um 1230/40, nach denselben französischen Vorbildern (Reims, Amiens) in frühgotischen Formen. Damit wurde auch der Bau querrechteckiger Einzeljoche entschieden. Das Dachwerk des Querhauses ist dendrochronologisch auf 1253 datiert, die Fertigstellung erfolgte bis etwa 1255. Das Hallenschema für das Langhaus wurde mit dem Querhauswestansatz festgelegt.3. Bauabschnitt: Er umfasst den Bau des zweiten bis fünften Langhausjoches von Osten. Besonders im Maßwerk sind rheinische bzw. kölnische Vorbilder erkennbar, im Übrigen sind die Formen an der Marburger Elisabethkirche orientiert. Der Beginn der Bauphase ist in die Jahre zwischen 1255 und 1260 (nach Kunst 1983, 1, 92 nicht vor 1265) zu datieren, 1270 erfolgte die Weihe des Kreuzaltares.4. Bauabschnitt: Die Errichtung der vier Westjoche und der Westfassade sind angeblich 1328 abgeschlossen. Es erfolgten deutliche Änderungen in den Einzelformen besonders der Maßwerke, auf die Kapellennischen im Unterbau und deren Fenster wurde verzichtet.Umbauten und Restaurierungen: Die Erneuerungen an den Dachwerken werden unterschiedlich datiert: Auf die Jahre nach 1470, auf die Zeit nach einem Brand 1549 oder erst auf um 1595. Vermutlich war damit (und nicht bereits Ende des 14. Jahrhunderts) der Abbruch der Quergiebel über den Jochen von Langhausnord- und -südwand und die Vergrößerung des Westgiebels über alle drei Schiffe hinweg verbunden, nicht zuletzt zur Vereinfachung der komplizierten Regenwasserführung entstand das große Satteldach. Wegen Baufälligkeit wurden 1675 die Querhauskapellen abgebrochen. Der barocke Vierungsdachreiter entstand 1744 (1605 war kein Dachreiter vorhanden). – Der fortschreitende Verfall machte im 19. Jahrhundert Reparaturen nötig, die sich zu Restaurierungskampagnen entwickelten. Der erste Abschnitt erfolgte unter Friedrich Lange zwischen 1849 und 1856, seit Annahme seiner Universitätsprofessur in Marburg 1851 allerdings in nur geringem Umfang. Er ist als kompromisslos puristische, „historisch richtige“ Rückführung insbesondere des Innenraumes auf einen vermeintlich originalen Zustand unter Beseitigung fast aller nachmittelalterlichen Veränderungen zu bezeichnen. Als Tribut an die Liturgie erfolgte der Aufbau eines Kanzelaltars, ferner wurden Teile der Chorschranke rekonstruiert und die Glasfenster sowie Formsteine am Außenbau ergänzt. Lange studierte wissenschaftlich den Baubestand der Kirche und korrigierte nicht, tauschte aber bei Zerstörung vollständig aus. Der barocke Vierungsdachreiter wurde aus ästhetischen Gründen abgebrochen und ein der zisterzienserischen Architektur nicht entsprechender Vierungsturm 1886-1888 nach Plänen von Georg Gottlob Ungewitter (1820-1864) durch Ernst Georg Bösser errichtet.1985 begannen die Fassadenrestaurierungen mit der Westfassade, verbunden mit Untersuchungen und Schadensaufnahmen, gleichzeitig und bis 2003 wurde der größte Teil der Fensterverglasung restauriert (Haroska 2004). Grabungen im Bereich der südöstlichen Querhauskapellenfundamente erfolgten 1997 (Abschlussbericht D. Vorlauf). Im Innenraum wurden der Chor 2005/06 und das Langhaus 2006/07 restauriert.Baustruktur und Außenbau: Die Klosterkirche ist eine neunjochige Hallenkirche mit fünfjochigem Querhaus und einem zweijochigen Kastenchor, der ursprünglich auf jeder Seite von drei Chorseitenkapellen begleitet war. Die Folge der querrechteckigen Joche im Mittelschiff, in den Querarmen und im Chor wird durch die quadratische Vierung gebündelt, die dem Ostteil ein zentralraumartiges Gefüge gibt. In den Seitenschiffen von halber Hauptschiffbreite bestimmen quadratische Joche den Rhythmus.Nicht zuletzt durch die hohe Hallenform wirkt der durch Satteldächer gedeckte Außenbau in der Gesamtform geschlossen; sie sind über Chor und Querhausarmen etwas niedriger als über dem Langhaus. Die Kirche gliedert sich horizontal in den Bruchsteinsockel, der in Höhe der Fenstersohlbänke der Hauptzone endet, und in die Hauptzone überwiegend aus Hausteinquadern. In der Sockelzone lagen im Chor- bzw. Querhausbereich die Seitenkapellen, von denen sowohl die geschlossenen Arkadenbögen wie auch vereinzelte Kapitelle sichtbar und erhalten sind, sowie zwei Portale, das rundbogig-schlichte und noch ganz romanisch wirkende in der nördlichen Querhausstirnwand und das mit frühgotischen Blattkapitellen und Agnus Dei im Tympanon versehene im Langhausostjoch in den Ostkreuzgang hinein. Am Ansatz des Langhauses, an der Nordseite gut zu erkennen, verspringt die Sockelzone etwas nach oben, ist mit einem Gesims versehen und in den fünf östlichen Jochen der Nordseite mit kleinen, zweibahnigen Maßwerkfenstern durchbrochen, die einen liegenden Dreipass im Couronnement zeigen. Sie fehlen auf der Südseite wegen des Nordkreuzgangflügels, doch ist hier auch die Hauptzone in Bruchstein mit Werksteingliederungen ausgeführt. Strebepfeiler fehlen, doch sind aus der Sockelzone heraus Eck- bzw. Wandverstärkungen – am Langhaus über einen Wasserschlag bis unter das Dach – emporgezogen, die dem Gewölbeschub entgegenwirken sollen; am Chor finden sich davon nur Ansätze.Die Maßwerkfenster an Chor und Querhaus sind zweibahnig und mit Sechspass in einfachem Kreis im Couronnement versehen; innen begleiten Stäbe mit Kapitellen die Großform (vgl. Reims, Chorkapellen der Kathedrale, 1211-21). Eine Ausnahme bildet das Ostfenster des Chores: zwei mal zwei genaste Bahnen tragen in Kreise eingeschriebene Sechspässe, im Kreis darüber sind sechs weitere Sechspässe um einen siebten in der Mitte gruppiert; zwei kleine Kreise mit Dreipässen und ein offener Kreis füllen die Zwickel (vgl. Amiens, Kathedrale, Weihe 1236). Das Fenster in der nördlichen Querarm-Stirnwand ist ähnlich, aber mit großem Achtpass gestaltet und verzichtet auf die kleinen Formen, zeigt dafür aber Tierköpfe an den Passspitzen. Den südlichen Querarm belichten drei Lanzettblenden mit Sechspässen. In den Giebeln finden sich Maßwerkblenden, im Ost- und Nordgiebel dreibahnige mit gestapelten Dreipässen, im Südgiebel drei gestufte, gekoppelte Lanzettfenster. Die zweibahnigen Fenster des Langhauses in den fünf Ostjochen sind mit gestapelten, liegenden Dreipässen gestaltet, in den Westjochen sind sie spitz und münden in spitzen Dreipässen, darüber sind Vierpässe angelegt. Unter Friedrich Lange wurden zwischen 1849 und 1856 Gewände und Maßwerke von Fenstern erneuert, das östliche Fenster in der Sockelzone des Nordseitenschiffes wurde wieder geöffnet und mit einem Maßwerk versehen, wie es in den westlichen Fenstern erhalten war.Die Westfassade mit dem Hauptportal, zugleich die Hauptschauseite der Kirche, ist das jüngste Architekturglied der Kirche. Das verhältnismäßig kleine Portal findet eine Fortsetzung in einem Maßwerkfenster; einfassende, von Fialen abgeschlossene Pfeiler tragen einen mit Krabben besetzten und mit einer Kreuzblume abgeschlossenen Wimperg, der den Rahmen für eine Marienstatue mit Sockel und kleinem Baldachin bildet. Die oberen Bereiche des wegen des starken Sockels vorgebauten Portalaufbaus überschneiden die mittels Strebepfeiler die Dreischiffigkeit der Kirche spiegelnde Hauptzone. Das mit zwei mal drei Bahnen breite Mittelfenster variiert das Thema von Drei- und Vierpässen in sphärischen Formen und trägt in einem großen, bekrönenden Kreis fünf in der Innenteilung genaste Dreipässe um ein Fünfeck mit konvexen Seiten. Die zweibahnigen Seitenfenster entsprechen denen der übrigen Langhauswestjoche. Das von der Wand nicht abgesetzte Giebelfeld ist mit nur teilgeöffneten Blendfenstern versehen und über große Fialen als Strebepfeileraufsätze, die Kreisfenster überschneiden, mit der Wandfläche verbunden. Alle sechs Fenster zeigen Passformen, die jene des Hauptfensters reduziert abwandeln. Von den rekonstruktiven Erneuerungen des Außenbaus unter der Leitung von Friedrich Lange waren die Fassade mit dem Sockelgesims, das Dachgesims, das Portal sowie die Fialen der Strebepfeiler betroffen.Auf den Ansichten von Dilich und Merian finden sich weder Turm noch Dachreiter. Der den Dachreiter von 1744 ersetzende Vierungsturm erhebt sich über mächtigem, quadratischen Unterbau und teilt sich in den achteckigen Mittelturm, dessen Haube über vier Giebel ansetzt, und vier quadratische Ecktürmchen ebenfalls mit Hauben.Innenraum: Die Klosterkirche Haina gehört zu den wichtigsten erhaltenen Kirchen des Zisterzienserordens und zu den bedeutendsten frühgotischen Baudenkmälern in Deutschland. Die Bewertung ergibt sich aus der ausgewogenen, harmonischen Raumform und den sorgfältig gearbeiteten Baudetails, eine frühe Übernahme französisch-gotischer Formen im Kunstkreis der Elisabethkirche in Marburg – mit und vermutlich auch von ihr die im Orden eher selten anzutreffende Hallenform angewandt – und der Liebfrauenkirche in Trier. Die Bedeutung wird noch durch die Ausmalung sowie die Reste der Glasmalerei gesteigert.Die Sockelzone von Chor und Querhaus bildet den ältesten Bereich. Die Chorseitenkapellen waren in flachen, auf Profilkämpfern ruhenden Rundbogenarkaden zum Querhaus und zum Chor geöffnet, die heute am Außenbau erhaltenen, verhältnismäßig kleinen Kapitellkonsolen zeigen aber, dass die einzelnen Kapellen nur über Gewölberippen voneinander geschieden und im übrigen mit Kreuzrippengewölben gedeckt waren. Der Triumphbogen und die östlichen Vierungsvorlagen in der Sockelzone, die in der gesamten Kirche mit einem Kaffgesims abgeschlossen ist, sind kastenförmig. Ein Laufgang über dem Kaffgesims wird durch die Trageglieder an den Wänden hindurch geführt. Erst in der Hauptzone entfaltet sich ein frühgotisches, an nordfranzösischen Bauten geschultes Vorlagensystem, indem die Kastenvorlagen um Dienste erweitert werden, die nach unten in Profilen auslaufen. Für die Gewölberippen der Vierung wurden Junge Dienste in die Ecken eingestellt. Ein umlaufendes Kapitellband mit Knospen in zwei Reihen verbindet die Bauglieder miteinander, die Kapitellplatten sind unbetont, an den Alten Diensten polygonal geformt. Die Bauglieder an den westlichen Vierungspfeilern sind zum Boden geführt und nach innen auf kapitellartigen Knospenkonsolen abgefangen. An die Wände im Chor und in den Querarmen sind Dreierbündel Junger Dienste gestellt, deren jeweils mittlere für den Gurtbogen etwas stärker ausgebildet sind. Sie werden im Querhaus in Höhe des Kaffgesimses auf Konsolen abgefangen, die die Symbole der vier Evangelisten zeigen; im Chor befindet sich an den gleichen Stellen Blattwerk. In den Ecken steht jeweils ein Dienst. Die wegen des Laufgangs tiefen Fensternischen führen einen Begleitstab. Das Rippensystem in der Gewölbezone ist differenziert: Die breiten, mit Begleitstäben versehenen Transversalbögen sind um schmalere, aber mit doppeltem Stab versehene und tiefe Profilunterzüge ergänzt, die Diagonalrippen mit einfachem, geschärftem Stab und Seitenprofil gestaltet. Die Schlusssteine zeigen Laubwerkkreise um kleine Öffnungen in der Mitte, in der Vierung ist ein großer, offener Schlussstein im Rippenprofil eingebaut. – Im südlichen Querarm wurde eine Öffnung für die Nachttreppe im Putz sichtbar gemacht. Eine weitere Treppe erschließt den Laufgang.Das Langhaus war von Beginn an als Halle geplant, aber mit zum Ostbau geänderter Faktur. Der Ansatz des Seitenschiffes an der Nordwand zeigt eine Unsicherheit: Hier verspringt das Kaffgesims nach oben, eine Kastenvorlage bricht etwas darunter ab, und auf den Umgang wurde im ganzen Langhaus verzichtet. Die Dienstvorlagen sind an den Wänden auf Konsolen abgefangen und mit kleinen Begleitstäben als Wandschilde versehen. Die Konsolen sind z.T. mit plastischen Tierfiguren (Hunde, Widder) und z.T. mit untergesetzten Reliefs geschmückt. Einige Dienstkapitelle zeigen noch Knospen. Acht Paare von im Verhältnis zur Arkadenbreite sehr starken kantonierten Pfeilern tragen die Gewölbe, die Jungen Dienste sind zum Mittelschiff auf ein- und zweireihigen Laubwerkkonsolen abgefangen. Die umlaufenden Kapitellbänder sind einreihig mit naturalistischem Laubwerk besetzt (Efeu, Eiche, Ahorn, Wein), die Kämpferplatten liegen im Westen höher als an den östlichen Pfeilern. Die Trageglieder in der Gewölbezone finden eine deutliche Betonung der Kirchenlängsachse durch sehr breit profilierte, stark gestelzte Scheidbögen; in den Seitenschiffen sind die Gewölbe ebenso gestelzt. Die Gurte sind mit geschärften Rippen und Begleitstäben gestaltet, die Diagonalrippen ähnlich, aber mit erheblich kleineren Begleitstäben. Zentrische Laubwerkkapitelle sind in den Westjochen zweiteilig angelegt, in den beiden Jochen vor der Lettnerwand zeigen motivische Schlusssteine das Lamm Gottes und eine Madonna im Hauptschiff sowie Engel mit Weihrauchfässern in den Seitenschiffen. Der westliche Schlussstein ist offen.Ausmalung und Verglasung: Die farbige Raumfassung ist die Rekonstruktion einer einheitlichen Überfassung aus dem Ende des 13. Jahrhunderts. Sie wurde 1937/38 freigelegt, rekonstruiert und überstrichen, 1976/77 erneut untersucht. Sie ist von grundlegender Bedeutung für die Farbwirkung des Raumes. Es dominieren Gelb, Weiß und Rot, das Blattwerk der Kapitelle ist grün gehalten. Die rötlichen Gewölbekappen sind mit weißer Fugenmalerei und mit sechszackigen Sternen in jeder Kappe besetzt. Unter dem Kaffgesims im Querhaus finden sich gemalte Kleeblattbögen, der Rundbogenfries im Chor geht auf die Raumfassung Langes zurück.Die Raumwirkung vervollständigen umfangreiche Reste von ornamentalen Glasfenstern des 13. Jahrhunderts, die gemäß der erhaltenen um 1850 ergänzt wurden; in den vierbahnigen Lanzettfenstern in Chor, Nordquerarm und Westfassade sind sie freier gestaltet. Es handelt sich um Grisaillemalerei mit geometrischen und vegetabilen Ornamenten heimischer Pflanzen (besonders Efeu, Ahorn, Wein, Eiche, ähnlich an Konsolen und Schlusssteinen) mit sparsamer Verwendung von Farbglas. Die älteren Scheiben im Ostteil der Kirche zeigen geometrische Bandgeflechte und stark stilisierte Zeichnungen (nach Vergleichsbeispielen aus der Marburger Elisabethkirche und der Zisterzienserkirche in Altenberg ca. 1245-1250), im Zwickel des Ostfensters findet sich die Inschrift „Lupuldus frater“, die möglicherweise den Leiter der Werkstätte nennt. Die jüngeren Fenster im Langhaus sind in der Darstellung lockerer und weniger schematisch. Insgesamt muss damit gerechnet werden, dass bereits im 19. Jahrhundert die Platzierung der Scheiben verändert wurde. Die Rose im Westfassadenfenster zeigte eine zentrale kleine Kreuzigungsgruppe, dazu in den Vierpässen über den drei Hauptbahnen Lamm, Löwe mit Jungen und Pelikan. Die Scheiben datieren in die Jahre um 1335. Die Stifterporträts der Grafen von Ziegenhain-Reichenbach in den beiden Mittelbahnen sind Ergänzungen von 1851/52. Die neuen sowie die überarbeiteten und ergänzten Scheiben wurden teils von den Glasmalern um 1850 signiert und datiert. Restaurierungen erfolgten 1912-22, kriegsbedingt der Ausbau und die Sicherung 1942, erneute Restaurierungen laufen seit 1985.Ausstattung: Die Chorschranke aus Sandstein, eine durchbrochene Mauer zwischen Kleriker- (Ostteile, „chorus monachorum“) und Konversenkirche („chorus conversorum“) im sechsten Pfeilerpaar von Westen, erstreckt sich durch alle drei Schiffe und ist neben der in Maulbronn die einzige erhaltene in einer deutschen Zisterzienserkirche. Sie ist im Hauptschiff mit hohem, genastem Spitzbogen mit überfangendem Wimperg (Höhe 6 m, von 1851, Veränderungen 1948 und 1975) gestaltet, symmetrisch flankiert von je drei Blenden, davon fungiert die jeweils breiteste als Durchgang. Eine horizontale, nur etwa halb so hohe Verdachung schließt die Seitenteile ab. In den Seitenschiffen (nördlicher Teil unter Friedrich Lange ergänzt) finden sich drei ebenfalls horizontal geschlossene, ungleich große Blenden, davon ist nur eine als Durchgang gestaltet. Mittel- und Seitenschiffdurchgänge waren ursprünglich mit Altären versehen, von ihnen wurde nur der Kreuzaltar verändert rekonstruiert, er stand ursprünglich unterhalb der Konsolsteine des Paßbogens direkt westlich vor der Schranke. Nischen wurden vermutlich ursprünglich als Wandtabernakel genutzt, die südliche wurde 1948 der nördlichen angeglichen. Stilistik und konstruktiver Aufbau weisen auf die Elisabethkirche in Marburg, die mit Blattwerk geschmückten Konsolen datieren in das letzte Drittel des 13. Jahrhunderts (Bauabschnitt III). – Im Chorfußboden liegen Tonfliesen aus der Erbauungszeit, sie wurden im 19. Jahrhundert großflächig ergänzt, das ursprüngliche Dekor ist unbekannt. – Zwei Chorgestühle und ein Dreisitz aus Eichenholz sind den-drochronologisch auf 1245 und auf um 1268/70 datiert, sie entstanden wohl nach 1270: Massive, schlichte Seitenwangen sind mit einem symmetrisch angelegten Abschluss versehen, die Trennwände zwischen den Stallen mit vorgestellten Säulchen und von volutenartig eingedrehtem bzw. zu Knollen ausgebildetem Profil begleitet, an den Misericordien finden sich Masken und Tiere (Löwe, Affe, Molch, Eule u.a.). – Die sogenannte Hasenglocke ist mit gotischer Inschrift, einem Dreihasensymbol in einem Kreis sowie dem Wappen der Erzbischöfe von Mainz und der Landgrafen von Thüringen als Stifter versehen, sie wird auf um 1300 oder in das frühe 14. Jahrhundert datiert. – Ein reich gestalteter Wandtabernakel ist in der Chornordwand eingebaut: Die Wandnische ist zwischen Eckfialen eingespannt und mit einem Tympanonrelief abgeschlossen, das die Apostel Paulus und Jakobus mit Schriftbändern auf einer Sitzbank zeigt. Der überfangende Wimperg ist mit Krabben besetzt und mit stehendem Vierpass mit aufwändiger Unterteilung geschmückt. Beiderseits des Wimpergs befinden sich je zwei Maßwerkblenden mit Figuren von Johannes d.T. und König David sowie Spruchbänder. Der Tabernakel wird Tyle von Frankenberg zugeschrieben, nach den Wappen (von Gilsa, von Hund) unterhalb des abschließenden Zinnenkranzes entstand er unter Abt Hermann von Gilsa zwischen 1378 und 1383. – Das Altarkreuz befand sich ursprünglich über der Chorschranke. Der Korpus datiert um 1500, das Kreuzbrett ist neu. Das Kreuz wurde Vorbild für eine ganze Gruppe von Monumentalkreuzen in Nordhessen und im südlichen Westfalen (siehe Rosenthal). – Der sogenannte Philippstein von 1542 stammt von Philipp Soldan und ist in der südlichen Langhauswand eingebaut, ein rechteckiges Steinrelief zur Erinnerung an die Klosterreformation und Hospitalgründung durch Landgraf Philipp von Hessen. Neben dem aufwändig gestalteten landgräflichen Wappen ist die Standfigur des Landgrafen in Prunkharnisch platziert, daneben eine Schrifttafel. Auf der gegenüber liegenden Seite des Wappens steht die Heilige Elisabeth (mit Gesichtszügen von Philipps Ehefrau Christine von Sachsen) mit einem Aussätzigen und ungarischem Wappen, dazu eine an eine Truhe gekettete Harpyie als Hinweis auf das Mönchtum. Drei weiteren Schrifttafeln unterschiedlicher Größe unterstreichen die drastische Bildaussage und preisen Philipp als „neuen Herkules“. – Drei sogenannte Refektoriumstische aus Eichenholz sind dendrochronologisch auf die Jahre nach 1662 datiert. – Epitaphien: Johann Graf von Ziegenhain (1303/29-1358), ein Flachrelief mit Umschrift, Schild und Schwert, darüber ein Ziegenbock mit Flügeln des Hahns. Gottfried Graf von Ziegenhain (1329-1372?), eine Ritzplatte aus Sandstein zeigt eine stehende Figur im Waffenrock mit Schwert und Umschrift. Johann II. Graf von Ziegenhain (1392-1450), eine stark plastische Relieffigur in betender Haltung mit Schwert auf dem Unterkörper, dazu vier Wappen in den Ecken und eine Umschrift. Herr von Löwenstein mit Relief des Verstorbenen, die Platte wird dem „Meister der Hankratschen Kreuzigung“ zugeschrieben und datiert in den Anfang des 16. Jahrhunderts. Heinz von Lüder (1532-1558), von Philipp Soldan, mit Relief des knienden Verstorbenen vor einem Kruzifix. Hospitalvorsteher Reinhard Schenck zu Schweinsberg (1559-1573) mit dem stehenden Verstorbenen in Rüstung und flankiert von Wappen, eingefügt in eine antikisierende Säulenädikula. Hospitalvorsteher Johann Klauer zu Wohra (1577-1606) mit ähnlichem, aber zweigeschossigem und mit Pilastern flächigerem Aufbau, in der Ädikula eine Schrifttafel; beide stammen von Andreas Herber und dessen Werkstatt. Die Neuausstattung des 19. Jahrhunderts (Hochaltar im Chor mit dreiteiligem, leerem Retabel; Altar vor und Kanzel in bzw. hinter der Chorschranke) wurde 1938 entfernt.

Kloster

(Landgraf-Philipp-Platz 11-13; Flur 3, Flurstück 4)

Der Ostflügel als ältester Bestand stammt wohl aus dem dritten Viertel des 13. Jahrhunderts, der Süd- und Teile des Westflügels wurden in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts ergänzt. Die Errichtung des Küchenbaus und der Umbau des Klosterwestflügels erfolgten Ende des 15. Jahrhunderts. Mit Einrichtung des Landeshospitals 1533 wurde die Innenstruktur der Gebäude verändert, besonders im Westflügel und insgesamt in den Obergeschossen. Im Winkel zwischen Ost- und Südflügel erfolgte ein Anbau als Nachtwächterwohnung über gewölbtem Keller. Baumaßnahmen 1693 und 1735 (Türstürze über den Zugängen zum Refektorium) weisen auf weitere Änderungen der Nutzungen der Flügel und der Raumaufteilungen. Der Nordflügel wurde nachreformatorisch von West- und Ostflügel durch Mauern abgetrennt, später abgebrochen. – Wegen Verteuerung und Verschleppung der Arbeiten an der Kirche durch Friedrich Lange wurden die Restaurierungen und Umbauten des Klosters 1857 an Georg Gottlob Ungewitter übertragen. Ziel war es, eine stilistische Einheitlichkeit im Sinne der Neugotik zu schaffen und dabei alle nicht-gotischen Gebäudeteile, darunter die Obergeschosse von Ost- und Westflügel, zu beseitigen. Ungewitter orientierte sich am Bestand, kopierte aber nicht, wie noch Lange, sondern war schöpferisch tätig, wobei er seine Neuschöpfungen in der Regel ablesbar machte. 1863 waren die Arbeiten abgeschlossen. Die Restaurierung des Refektoriums als Winterkirche sowie die der zugehörigen Außenfassade erfolgte nach Plänen von August Dauber 1904/05in eklektizistischen Formen ohne Berücksichtigung historischer Spuren nach ästhetischen Prinzipien. Die historistischen Veränderungen wurden in den Jahren um 1930-40 teilweise puristisch wieder rückgängig gemacht.Kreuzgänge: Alle Außen- und Kreuzhoffassaden wurden zu etwa 75 % des ursprünglichen Bestandes verändert. Vermauerte Fenster im östlichen und westlichen Kreuzgang sowie eine Tür in den Kreuzhof wurden wieder geöffnet. Die Maßwerke der Fenster im Ostflügel bestehen aus Zementguss und wurden vielleicht nach Befund erneuert, sie sind dreibahnig mit eigenartig genasten Dreistrahlen. Im südlichen Kreuzgang wurden die Fenster nur teilweise erneuert, das Maßwerk zeigt verschiedene Passformen. Hier fehlt das Brunnenhaus in den Kreuzhof hinein, das als gewölbtes 5/8-Polygon gestaltet war; die Doppelarkade mit Rundstütze sowie Mauer- und Wölbungsansätze sind noch erhalten. Im westlichen Kreuzgang wurden die Füllungen aus zwei oder drei genasten Lanzetten nur in den vier südlichen Achsen gesichert, alle anderen wurden kopiert. Die Strebepfeiler wurden erneuert.Der Neubau des Nordkreuzgangs 1860 auf mittelalterlichen Fundamentresten folgt im Aufriss den südlichen und westlichen Kreuzgangfassaden. Der Bau war im 13. Jahrhundert zunächst nicht geplant, wurde aber schließlich Anfang des 14. Jahrhunderts ausgeführt. Eine Einwölbung der drei Kreuzgangflügel mit Kreuzrippengewölben auf Konsolen erfolgte 1892-1896, im Ost- und im Südflügel, die mit Flachdecken versehen waren, wurden die Gewölbe frei konstruiert. Die Wölbung des westlichen Kreuzgangs ist im 16. Jahrhundert entfernt worden und wurde zwischen 1892 und 1896 ergänzt.Ostflügel: Der Ostflügel bildet den Kernbereich der Klausur. Die mittelalterliche Raumabfolge im Erdgeschoss aus Sakristei, Kapitelsaal, Treppe, Durchgang und Parlatur blieb erhalten. Die beiden Haupträume Sakristei und Parlatur sind symmetrisch-zweischiffig bei drei Jochen Länge, die Gewölbe ruhen auf je zwei achteckigen bzw. runden Stützen. Die großen mittelalterlichen Fenster beider Räume – dreibahnig und mit stark genasten Dreipässen und zweibahnig mit Kreisform im Couronnement – wurden im 19. Jahrhundert erheblich verkleinert und mit neuen Gewänden und Maßwerk versehen. Damals wurde auch der Eingangsbereich in den Kapitelsaal vom Kreuzgang aus mit Tür, Seitenfenstern und Oberlicht sowie Fenstern in den beiden anderen Arkaden neu gestaltet; ursprünglich waren die Arkaden offen. Der nach Osten um etwa ein Joch vortretende Anbau der Sakristei ist nur im Erdgeschoss mittelalterlich, ebenso der Keller. Das Ende des 16. Jahrhunderts erweiterte Obergeschoss (seit 1533 Krankenstube) wurde von Ungewitter fast vollständig in Bruchstein mit Sandsteineinfassungen erneuert. Die durchfensterte mittelalterliche Westwand des Dormitoriums blieb weitgehend in mittelalterlicher Substanz erhalten, die Fenstergewände der Ostwand dagegen wurden erneuert. Vermutlich wurde damals auch die in die Klosterkirche führende Nachttreppe aufgegeben.Der an den Ostflügel südlich angeschlossene Anbau (Nachtwächterwohnung) wurde 1862 durch Ungewitter dreistöckig auf der Grundlage eines älteren Kellers neu errichtet; die Südfassade dominiert ein großer Überfangbogen im Giebel und ein außen angesetzter Kamin. Ein zur Belichtung des Kalefaktoriums im Südflügel offener Gang zwischen Süd- und Ostflügel wurde 1856 durch eine Wand mit Maßwerkfenster geschlossen. Die drei spitzbogigen Fenster des Kalefaktoriums in der Ostwand blieben als Blenden erhalten. Die Treppe zur höher gelegenen Wärmestube ersetzte in der Hospitalzeit einen Durchgang in die Parlatur.Südflügel: Süd- und Ostflügel wurden als selbständige Baukörper ohne direkte Verbindung miteinander konzipiert. Die verwinkelte Anbindung besonders im Dachbereich spricht für ein zeitliches Nacheinander in der Errichtung, zumal der Südflügel nur eingeschossig war und ist. Das Kalefaktorium, das zugleich Schreibstube war (Wermutskammer) und bis etwa 1400 als solche genutzt wurde, ist ein Nord-Süd-gerichteter, zweischiffig-symmetrischer Raum auf drei Mittelstützen am Ostende des Südflügels. Das nach Osten angeschlossene Refektorium (in der Hospitalzeit Winterkirche) ist der Hauptraum des Flügels, eine zweischiffig-symmetrische Halle von fünf Jochen Länge. Die Rippengewölbe ruhen auf Rundpfeilern mit doppelreihigen Blattkapitellen und polygonalen Deckplatten. In der Außenwand des zweiten Joches von Osten liegt eine erhöhte, in die Wand eingenischte Lesekanzel, die über eine geradeläufige Mauertreppe begehbar ist. Der Raum wurde 1904/05 zurückgebaut, dabei der zweite Pfeiler von Westen erneuert und im Westjoch die Tür in den Kreuzgang eingebrochen. Die beiden anderen Türen stammen mit ihren Einfassungen von 1693 und 1735. Die spitzbogigen Fenster der Südfassade wurden zunächst vermauert und 1934/35 mit rechteckigen Sandsteingewänden versehen. Die kleine Eingangstür ist hospitalzeitlich, die Dacherker stammen von Ungewitter.Das westlich angrenzende Gebäude wurde im 13. Jahrhundert nach dem Bau des Südflügels vermutlich als Klosterküche errichtet, später war es Archiv, wurde 1859 zum Waschhaus ausgebaut und dafür im Erdgeschoss gewölbt; original sind nur mehr die Fenster im Erdgeschoss. Die äußere Verbindungsmauer zum Küchenbau stammt aus dem Jahr 1936. Der Durchgang zwischen Waschhaus und Küchenflügel datiert im Kern ins 15. Jahrhundert, wurde aber mehrfach umgebaut, zuletzt 1912 (Bad und Aborte).Küchenbau: An den Westflügel aus dem 13. Jahrhundert wurde der dreigeschossige, im Kern aus dem 15. Jahrhundert stammende Küchenbau angesetzt. Die Fassaden wurden zwei mal überformt und sind im Originalbestand nicht mehr bekannt, wahrscheinlich waren sie für die Nutzung als Sommerrefektorium mit großen Fenstern versehen (vgl. Ansichten von Dillich und Merian). Ein breites Mittelportal geht nach Norden. Die Räume aller Geschosse waren ursprünglich mit Balkendecken auf einer Mittelpfostenreihe versehen, später wurde die Küche gewölbt und die Raumaufteilungen mehrfach verändert. Die alte, im außen dreiseitig vortretenden Treppenturm untergebrachte Treppenspindel wurde 1912 durch ein großes, in das Gebäude reichendes Treppenhaus ersetzt. Die Anbindung an den Westflügel erfolgt in jedem Geschoss durch Türöffnungen. Im Obergeschoss befand sich vermutlich die Abtswohnung. Das Treppenhaus im Westflügel ist formal dem Küchenbau zugehörig und stammt im Kern ebenfalls aus dem 15. Jahrhundert, es war durch eine spätgotische, heute vermauerte Tür im Kreuzgang begehbar. Die Obergeschosse wurden hier als Fruchtböden genutzt. Das Obergeschoss des Westflügels wurde in diesem Bereich samt Giebel zum Kreuzhof mit einem breiten, fünfteiligen Fenster durch Ungewitter neu erbaut. Der ganze Baukörper war später Teil des Honoratiorenbaus. Der Treppenturm an der Südseite wurde 1789 mit einer dreigeschossigen Haube abgeschlossen, alle Teile sind verschiefert.Westflügel: In mittelalterlicher Zeit war der Westflügel den Konversen vorbehalten, vermutlich mit dem Refektorium im Erd- und dem Dormitorium in Obergeschoss. Nur die Umfassungsmauern des ursprünglich zweigeschossigen Flügels sind im Kern Bestand des 13. Jahrhunderts. Erste Umbauten mit neuen Fensterdurchbrüchen erfolgten bereits im 15. Jahrhundert, von Ungewitter wurden sie erneut umgestaltet. Fast alle Trennwände wurden erneuert, nur die nördliche, die den einst durchgehenden Raum (das Konversenrefektorium?) vom Bereich hinter der Eingangspforte (heute dreibahniges Maßwerkfenster) trennte, ist wohl noch ursprünglich. Der eingenischte, hohe Eingang in der Mittelachse zwischen Küchenflügel und Ansatz der Kirche stammt aus dem 19. Jahrhundert. Damals erfolgte auch der Abbruch des Obergeschosses, statt dessen wurden zwei Giebel über der Nord- und der Portalachse der Westfassade erbaut. Der Flügel wurde später Honoratioren- oder Portalbau genannt, wegen der Essensausgabe an Bedürftige auch Klosterspende.Ausstattung: Das ehemalige Refektorium war als Winterkirche mit Orgel, Altar, Lesepult und Bänken ausgestattet. Ein Altargemälde zeigt die Darstellung von Christus am Ölberg und stammt von J.H. Tischbein d.Ä., 1788.

Abtshaus

(Landgraf-Philipp-Platz 3; Flur 3, Flurstück 5)

Das zweigeschossige Gebäude befindet sich neben dem Konversenhaus und war mit diesem über einen Fachwerkgang verbunden und somit Teil der Klausur. Noch in der Mitte des 17. Jahrhunderts erscheint der Bau in Meisners Schatzkästlein und wenig später in einem Stich von Merian 1655 in seiner mittelalterlichen Form mit seinem Verbindungsgang und einem als Dachreiter konstruierten Uhrturm am westlichen Giebel. Nur kurze Zeit später, wohl noch vor dem Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Abtshaus vollständig umgebaut und erhielt seine heutige Form. Der lang gestreckte, verputzte Baukörper wendet seine neunachsige, von einem dreiachsigen, übergiebelten Zwerchhaus mit Krüppelwalmdach bekrönte Traufseite dem Kloster zu. Das Obergeschoss und die Giebel zeigen weite Überstände, die Traufseiten werden von breiten Traufgesimsen abgeschlossen. Der westliche Giebel ist heute verschiefert, der östliche verputzt, so dass hier noch immer die ungewöhnlichen, stark profilierten Giebelsparren zu sehen sind. Abgeschlossen wird das großvolumige, im frühen 20. Jahrhundert um einen rückwärtigen Anbau erweiterte Gebäude, das heute als Sitz der Hospitalverwaltung dient, durch ein sehr steiles Satteldach mit geschwungenen Krüppelwalmen und weit ausgreifenden Aufschieblingen.Neben diesen eigentlichen Klostergebäuden blieben noch Teile der inneren und äußeren Klostermauern, sowie ein Torhaus und Teile der alten Brauerei erhalten.

Das sogenannte Mitteltor 

(Landgraf-Philipp-Platz 4; Flur 3, Flurstück 4) diente zu Klosterzeiten als Tor des inneren Klosterbezirkes, das von Nichtkonventualen nicht durchschritten werden durfte. Im Kern stammt das aus nicht lagenhaft vermauertem Bruchsteinmauerwerk errichtete Gebäude aus dem späteren Mittelalter, wurde aber nach der Gründung des Hospitals 1533 mehrfach umgebaut. Wohl noch im 17. Jahrhundert erhielt das Obergeschoss neue, größere Fenster, die mit breiten Werksteinlaibungen versehen wurden. Im 18. Jahrhundert entstand dass heutige Mansarddach. Das gesamte Gebäude wurde wohl im Zuge der durchgreifenden Umbauarbeiten des Kloster im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts noch einmal historisierend überformt und mit dem heutigen spitzbogigen Tor versehen. Der Eingang zum Obergeschoss erfolgt heute über eine lange Freitreppe im Anschluss an das Amtshaus.In der Verlängerung des Torhauses ist ein kurzer Rest der früheren inneren Klostermauer erhalten geblieben (Wilhelm-Tischbein-Straße 25; Flur 3, Flurstück 33/3). Die aus grober Grauwacke errichtete Mauer trennte bis zur Auflösung des Klosters den inneren, nur den Mönchen vorbehaltenen Teil der Anlage, vom äußeren Wirtschaftshof.Neben diesem Rest der inneren Mauer erstreckt sich vom hinteren Ende des Hauses Landgraf-Philipp-Platz 11 bis zum heutigen Haupteingang am Heinz-von-Lüder-Weg noch die im Kern aus dem Mittelalter stammende äußere Klostermauer, die ehemals den Wirtschaftshof umgab (Flurstücke 2, 44 und 47/1).Integraler Bestandteil des Kloster war ein großzügiges Brauhaus, das kurz nach der Umwandlung in ein Hospital im Jahre 1540 vollständig abgebrannt ist (Hoher-Lohr-Weg 6; Flur 3, Flurstück 5). Nur wenige Jahre später, 1543, wurde ein neues Brauhaus errichtet, dessen Untergeschoss zu Brauzwecken genutzt wurde, während im Fachwerkobergeschoss seit dem frühen 17. Jahrhundert die Hospitalapotheke untergebracht war. In den Braukellern befanden sich große Malzbottiche, von denen einer, mit der Jahreszahl 1566, noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vorhanden war und als Badewanne für die Insassen genutzt wurde. Nach der Umnutzung des Kellers zu Lagerzwecken wurde dieser Bottich als gestalterisches Element in dem neu geschaffenen Park des Hospitals aufgestellt. Der Sandsteinring wird von einem Profilband und einem doppelten Knotenstab umzogen, deren Gestalt an ältere, hölzerne Bottiche erinnert. Im Jahre 1880 brannte der gesamte obere Teil des Hauses ab und man errichtete in der Folge ein neues Brauhaus außerhalb des Hospitals. Auf dem noch erhaltenen Braukeller aus dem 16. Jahrhundert wurde 1882 nach Plänen Franz Moschaliks ein Fachwerkaufsatz errichtet, der die Apotheke und eine Schule aufnehmen sollte. Dieser Bau wurde inzwischen wieder entfernt, so dass heute nur noch der Unterbau aus dem Jahre 1543 vorhanden ist und als Wirtschaftsgebäude und Kartoffelkeller genutzt wird. Der heute niedrige, breit gelagerte Baukörperrwerk mit Eckquaderung wird in der Mitte durch ein rundbogiges Tor mit gefaster Sandsteinlaibung erschlossen, das zu beiden Seiten von schmalen, gotisierenden Fenstern mit Dreipässen flankiert wird. Den oberen Abschluss bildet heute statt des ursprünglichen Fachwerkgeschosses eine neobarocke Balustrade.

Die Hospitalsgründung

Dieser Baubestand sowie aus unregelmäßigem Bruchsteinmaueeinige andere schon in der frühen Neuzeit abgegangene Gebäude bildeten die bauliche Grundaustattung des 1533 von Philipp dem Großmütigen gegründeten Hospitals. Ursprünglich sollte dieses Spital etwa 100 Armen und Kranken als Wohnung dienen. Es zeigte sich jedoch schon bald, das die Zahl der Insassen schnell anwuchs und schon um die Mitte des 16. Jahrhunderts 300 überschritt. Da sich im Westen und Südwesten schon zu dieser Zeit der Wirtschaftshof befand, ging man daran neue Krankenhausgebäude östlich des Klosters zu errichten –  „nicht praechtig, aber ganz zweckdienlich eingerichtet“. So entstand Mitte des 16. Jahrhunderts das sogenannte Blockhaus, ein lang gestrecktes Gebäude mit massivem Unterbau und Fachwerkobergeschoss „in welcher achtzehen gewaltige starke Kisten, unter welchen eine Bach durchstreichet, so allen wust und unflat weg nimpt und ausführet und sindt drey eisern offen ... davon die armen rasenden leut, so in solchen kasten verschlossen liegen, ihre wermnis haben können „. Das Gebäude wurde bis ins ausgehende 19. Jahrhundert genutzt und 1883 abgerissen. Etwa zeitgleich entstand 1556 in der Verlängerung des Blockhauses das Leprosenhaus, das später als Lazarett bezeichnet wurde.  Dieses Lazarett wurde 1839 durch einen neuen Ziegelbau ersetzt, der 1880 zusammen mit dem Blockhaus abgebrannt ist. Ebenfalls in der Mitte des 16. Jahrhunderts entstand zwischen dem Kloster und dem Wirtschaftshof ein lang gestreckter Marstall, in dem bis zu 150 Pferde untergebracht werden konnten. Dieser Marstall wurde nötig, weil der Landgraf häufig zur Jagd nach Haina kam und man eine Unterstellmöglichkeit für die Pferde seines Gefolges benötigte. Um dem Landgrafen eine standesgemäße Unterkunft zu bieten wurde um 1580 nicht nur das alte Torhaus (Wilhelm-Tischbein-Straße 4) umgebaut, sondern zudem noch ein weiteres Gebäude seitlich angefügt, das als Amtshaus und im Obergeschoss als Wohnung des Landesherrn diente (Wilhelm-Tischbein-Straße 5). Im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts entstanden immer mehr neue Gebäude für die Versorgung und Unterbringung der Kranken. So wurden im Osten des Kloster ein großer Magazinbau (1903 abgerissen), ein weiterer großvolumiger Ziegelneubau zur Unterbringung von Geisteskranken (1876 abgerissen), ein Backhaus mit Mühle, eine Rentei, ein Pfarrhaus, ein Schlachthaus und verschiedene Wohngebäude für Wärter und Beamte errichtet. Die meisten dieser Gebäude wurden nach dem Übergang an den Preußischen Bezirkskommunalverband in Kassel 1867 sukzessive abgerissen und im ausgehenden 19. Jahrhundert durch Neubauten ersetzt. So blieben von den Gebäuden im Umfeld des Klosters lediglich die Rentei, das Gästehaus, das Amtshaus und der Rest des 1880 abgebrannten Brauhauses erhalten.Die 1722 errichtete Rentei zeigt sich heute als großvolumiges, zweigeschossiges Fachwerkwohnhaus auf hohem Bruchsteinsockel (Hoher-Lohr-Weg 7; Flur 3, Flurstück 32/3). Das laut Inschrift am rundbogigen Kellerabgang datierte Gebäude ist stockwerkweise mit allseitig überkragendem Obergeschoss verzimmert und zeigt ein regelmäßiges Fachwerkgefüge aus einer Umbauphase nach 1880 mit umlaufenden Sturz- und Brüstungsriegeln sowie nahezu geschosshohen Streben. Die breite Gebälkzone wird durch gerundete Balkenköpfe und Füllhölzer sowie eine profilierte und gekehlte Schwelle betont. Den oberen Abschluss bildet ein sich über doppelt überkragenden Giebeln erhebendes Satteldach mit Krüppelwalmen.Im Norden des Wirtschaftshofes, direkt an der äußeren Klostermauer erhebt sich das lang gestreckte, als Fachwerkhaus im 18. Jahrhundert errichtete ehemalige Gästehaus (Landgraf-Philipp-Platz 6; Flur 3, Flurstück 2). Das heute als Schwesternwohnheim genutzte, zweigeschossige, verputzte Fachwerkhaus wurde über einem flachen Sockel traufständig entlang der nördlichen Zufahrt errichtet. Der zwölfachsige Bau wird durch zwei Eingänge in der vierten und neunten Achse erschlossen und zeigt ein umlaufend stark überkragendes Obergeschoss. Den oberen Abschluss bildet ein steiles Satteldach mit Krüppelwalmen an den Seiten der doppelt überkragenden Giebel.Westlich der Kirche, traufständig zum Konversenhaus, zusammen mit dem Amtshaus einen Vorplatz bildend, erhebt sich das in der Mitte des 18. Jahrhunderts über einem flachen Werksteinsockel errichtete ehemalige Verwaltungsgebäude des Hospitals (Landgraf-Philipp-Platz 10;  Flur 3, Flurstück 4). Das, um 1880 als „Altes Lazarett „ bezeichnete, zweigeschossige, stockwerkweise abgezimmerte Fachwerkhaus zeigt ein regelmäßiges, doppelt verriegeltes und mit Dreiviertelstreben an Eck- und Bundständern ausgesteiftes Fachwerkgefüge, dessen breite Gebälkzone durch gerundete Balkenköpfe und Füllhölzer sowie eine profilierte Schwelle besonders hervorgehoben ist. Den oberen Abschluss des mittig über eine doppelläufige Freitreppe erschlossenen Hauses bildet ein steiles mit Krüppelwalmen versehenes Satteldach.Im direkten Anschluss an das vorhandene Torhaus ließ der Landgraf 1580 das sogenannte Amtshaus errichten. Das großvolumige, zweigeschossige aus grob behauenen Werksteinen nicht lagenhaft vermauerte Gebäude wurde 1580 als Amtshaus, Gerichtsgebäude und Wohnung des Vogtes erbaut (Landgraf-Philipp-Platz 5; Flur 3, Flurstück 4). Das Obergeschoss des Hauses war bis zum Ende der landgräflichen Oberhoheit über das Hospital als Wohnung für den jeweiligen Landgrafen vorgesehen, der hier zur Jagdzeit Quartier nahm. Im 19. Jahrhundert diente es dann als Wohnung für Anstaltsbeamte. Der fünfachsige, den östlichen Abschluss des breiten Torriegels bildende Bau erhebt sich traufständig gegenüber dem Konversenbau des Klosters. Das schmucklose Gebäude wird nur durch die Sandsteinlaibungen an den, im Obergeschoss als Doppelfenster ausgebildeten, Fenstern und dem sandsteingerahmten mittigen Eingang gegliedert. Lediglich dieser Eingang wurde durch aufwändig profilierte Laibungen mit Volutenabschlüssen sowie einem mit dem Stiftermotto versehenen Sturz besonders hervorgehoben. Der Spruch über der Tür lautet:„Gott hilf verbreiten mit Dein EhrDas ist mein höchster Wunsch und GehrDarnach das ich mein Volck regirDas mit allbeid gefallen DirUnd was ich hie gestiftet habDas solchs nicht werdt gestellet abUnd wer das thut den straf Deine HantMit Armut Krankheit Schmach u. SchantBis das er Deinen WolgefallErkenn und thu sprecht Amen all.“Wie ein lang gestreckter Gebäuderiegel liegen noch heute Amtshaus und Torhaus mit seitlichem Anbau zwischen dem Wirtschaftshof und dem früheren inneren Klosterbereich und markieren die ehemalige Eingangssituation. Der zwei unterschiedlichen Bauphasen entstammende seitliche Anbau des Torhauses zeigt sich heute als eingeschossiges, teils aus Bruchstein, teils aus Werkstein errichtetes Gebäude mit steilem Satteldach über Fachwerkgiebel (Landgraf-Philipp-Platz 1; Flur 3, Flurstück 4). Der linke Gebäudeteil ist aus grobem Bruchsteinmauerwerk in wildem Verband erbaut und zeigt noch Segmentbögen früherer, zum Teil kleinerer Fensteröffnungen. An diesem, im Kern noch mittelalterlichen Bau wurde im Jahre 1782 ein Werksteingebäude angebaut, das die Lücke zum Torhaus schloss. Prägendes Element der Fassaden sind die mit breiten Sandsteinlaibungen gerahmten Fenster sowie die mit einer regelmäßigen Bosse versehene Eckquaderung. Das Gebäude wird in der Mitte der Traufseite durch eine breite, mit gefaster Sandsteinlaibung versehene Tür mit ebensolchem Oberlicht erschlossen. Am Türsturz zeigt eine flache Kartusche das Baudatum: „1782 D. 1. August IPHLM“. Im Zuge der Erweiterung wurden auch in dem älteren Bauteil neue, sandsteingerahmte Fenster eingebaut.

Die Erweiterung des Hospitals

Seit 1880 wurde im Kommunal Landtag in Kassel über die Erweiterung der Hospitäler in Haina, Merxhausen und Marburg nachgedacht, weil das „immer fühlbarer hervortretende Bedürfnis einer in den bisherigen Räumlichkeiten nicht zu ermöglichenden systematischen Vertheilung der Pfleglinge nach der Natur ihres Leidens“ einen Ausbau der Anlagen erforderlich machte. Man beauftragte daher den „Director der Irrenheil Anstalt in Marburg“ Cramer mit der Entwicklung eines Bauprogramms für die Drei Hospitäler. Das vorgeschlagene Bauprogramm wurde vom Landtag akzeptiert und sollte kurzfristig baulich umgesetzt werden. Leider musste man bald feststellen, dass in den eigenen Reihen keine geeigneten Architekten zu finden waren, so dass Planung und Bauleitung im gesamten Reich ausgeschrieben wurden. Den Zuschlag erhielt der Prager Architekt Franz Moschalik, der schon in Stephansfeld in Lothringen eine ähnliche Anstalt errichtet hatte. Unter seiner Leitung entstanden zwischen 1882 und dem frühen 20. Jahrhundert die großzügigen Neubauten.Das gesamte Areal wurde entsprechend der inzwischen geänderten Anschauungen über die Behandlung geistig behinderter Menschen in einen Park umgestaltet, in dem in lockerer Abfolge die neuen Gebäude platziert wurden. Noch 1881 wurde der Bau des neuen Lazaretts (Landgraf-Philipp-Platz 17) sowie der Wiederaufbau der 1880 abgebrannten Brauerei (Hoher-Lohr-Weg 6) begonnen. Nachdem man 1885 nördlich des Klosters das neue Haupthaus errichtet hatte, nahm man den Neubau eines Hauses für 120 Geisteskranke mit einer Abteilung für „Gemeingefährliche“ und einen Saal für katholische Messen in Angriff, der im Jahre 1895 fertiggestellt wurde (Hoher-Lohr-Weg 20). Nur wenige Jahre später entstand ein weiteres Gebäude für 50 „Hülflose“, das im Jahre 1903 eingeweiht wurde (Landgraf-Philipp-Platz 16). Den vorläufigen Abschluss dieser  weitgehenden Umbauphase bildete die Errichtung eines Neubaus für Augenkranke und Tuberkulöse, der 1905 eröffnet wurde (Hoher-Lohr-Weg 19).Im Zentrum dieser Bauaktivitäten stand neben dem Um- und Ausbau des Klosters die Errichtung eines neuen Hauptgebäudes, das 1885 fertiggestellt wurde (Landgraf-Philipp-Platz 7; Flur 3, Flurstück 2) und zur Unterbringung von 50 Pensionären und 200 arbeitenden „Pfleglingen“ diente. Der schlossartige, aus Grauwacke errichtete Baukörper wurde vom Planer Franz Moschalik als Dreiflügelanlage konzipiert, deren nach Norden gewandte Seitenflügel zu beiden Seiten durch lang gestreckte, mit Kopfbauten abgeschlossene Flügelbauten erweitert wurden. Der dem Kloster zugewandte Mittelflügel wird durch einen dreiachsigen Mittelrisalit sowie zwei einachsige Pavillontürme besonders betont. Die Grundidee der Planung zeigt ein Neorenaissancegebäude mit hohem, abgeschrägten Sockel, einem Erdgeschoss mit Rundbogenfenstern, das durch ein profiliertes Gesimsband von den nicht untergliederten, mit Segmentbogenfenstern versehenen beiden Obergeschossen getrennt ist, über denen sich eine flache, durch ein Gesimsband optisch abgetrennte Attika mit kleinen Okuli unter einem breiten, weit vorkragenden Traufgesims erhebt. Den oberen Abschluss des Werksteingebäudes mit farblich abgesetzter Eckquaderung bildet ein sehr flaches Walmdach. Aufwändiger gestaltet ist die dem Kloster zugewandte Hauptfassade. Die viergeschossigen, mit einer Balustrade abgeschlossenen Pavillontürme zeigen im ersten und zweiten Obergeschoss eine besonders hervorgehobene Fensterachse in klassischer Gliederung. Über dem verkröpften Gesims oberhalb des Erdgeschosses erhebt sich die auf genuteten Konsolen ruhende Fensterachse mit verputztem, von Pilastern flankierten Brüstungsfeld und umlaufender, verkröpfter, profilierter Sohlbank. Das Fenster ist ebenfalls von Pilastern flankiert und von einem breiten Gesims mit Sima und Geison abgeschlossen, das zugleich die Basis für das Fenster im zweiten Obergeschoss bildet, das in seinen Grundformen dem darunter liegenden entspricht, jedoch von ionischen Säulen begleitet wird, die ein breites, von einem flachen Dreiecksgiebel bekröntes Gebälk tragen. Hauptelement der Hauptfassade ist jedoch der weit vorgezogene Mittelrisalit, dessen den Eingang beherbergendes Erdgeschoss vollständig mit einer Putzquaderung versehen wurde, die auch die flachen Pilaster an den Ecken und die rundbogige Tür mit ihrem aufwändig als profilierte Volute gestaltetem Schlussstein und den seitlich angeordneten Fenstern, einbezieht. Die Fenster in den beiden Obergeschossen sind mit profilierten Laibungen und ebensolchen Sohlbänken, die auf Volutenkonsolen ruhen, versehen. Im ersten Obergeschoss sind die Fenster von flachen, profilierten Dreiecksgiebeln bekrönt, im zweiten Obergeschoss mit Rundbogenabschluss und großen als Agraffen gestalteten Schlusssteinen betont. Über der flachen Attika und dem breiten, profilierten Traufgesims erhebt sich eine schmale Ädikula, deren von kannellierten Pilastern flankiertes und von einem akroterienbesetzten Dreiecksgiebel bekröntes Mittelfeld in einer Kartusche das Baudatum 1885 trägt.Im Jahre 1904 wurde auf dem Platz zwischen Torhaus und Kloster ein Denkmal zum 500. Geburtstag des Landgrafen Philipp errichtet. Das inzwischen auf den Platz vor dem neuen Hauptgebäude versetzte Denkmal zeigt eine Büste des Landgrafen als Stifter mit Stiftungsurkunde auf einem mehrfach profilierten, hohen Sockel, dessen bronzene Inschrifttafel folgenden Text enthält:  „Landgraf Philipp dem Großmütigen, geboren 3. Dezember 1504, dem Stifter dieses Hospitals, das dankbare Hessen, 1904.“Die übrigen zwischen 1883 und 1906 errichteten Klinikgebäude sprechen mit Ausnahme des jüngsten Gebäudes (Landgraf-Philipp-Platz 19) eine an klassizistischen Vorbildern orientierte Formensprache. Sie sind aus Grauwacke errichtet, zweigeschossig und mehrflügelig mit überhöhten Mittelrisaliten. Gegliedert durch profilierte Gesimse, Eckquaderungen und aufwändige Fensterlaibungen werden die Mittelbauten durch gestalterisch hervorgehobene Eingänge oder wie bei der Nr. 16 durch einen Altan über einem mit Rundbogenfenstern versehenen Wintergarten betont. Nur das erst 1906 errichtete Gebäude für Tuberkulöse und Augenleidende (Nr. 19) verlässt diesen klassizistischen Formenkanon und zeigt sich in den nach 1900 üblichen historisierenden Formen.Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert entstanden um das Hospital herum mehrere neue Wohnhäuser als Unterkünfte für Pfleger und Angestellte. Die ältesten dieser Gebäude wurden noch vor 1900 an der Kellerwaldstraße gebaut.Es handelt sich um zur Straße traufständig errichtete Doppelwohnhäuser für Wärter des Hospitals (Kellerwaldstraße 12 und 14; Flur 3, Flurstück 53/1). Den auf nahezu quadratischem Grundriss errichteten Hauptbaukörpern ist an der rechten Seite jeweils ein niedrigerer Kopfbau angefügt, der zu beiden Seiten risalitartig vorspringt und mit einem weiteren Fachwerkanbau für Eingang und Treppenhaus versehen ist. Über dem einfachen, in Werkstein erbauten Erdgeschoss erheben sich je ein Fachwerkobergeschoss mit regelmäßigem, historisierende Fachwerkformen zitierendem Gefüge, das mit Dreiviertelstreben sowie Mannfiguren im Giebel des Risalits und am Treppenhaus ausgesteift ist. Als weiteres Zierelement der leicht auf Konsolen überkragenden Obergeschosse wurden Andreaskreuze in die Brüstungsfelder der Straßenfassade eingestellt. Den oberen Abschluss bilden steile Satteldächer mit auf Kopfbändern ruhenden Freigespärren an weit vorkragenden Ortgängen.

Der Wirtschaftshof des Klosters

Südwestlich des Klosters befand sich seit dem Mittelalter der klösterliche Wirtschaftshof, von dem nur die Zehntscheune erhalten blieb. Um die Zehntscheune herum entstand ein Gutshof zur Eigenbewirtschaftung von Klostergütern, um den herum sich drei Hofstellen klösterlicher Pachthöfe entwickelten. Diese Gliederung ist weitgehend bis heute erhalten geblieben, lediglich die Gebäude wurden seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ersetzt. Nur das Tischbeinhaus aus dem 18. und der Schafstall aus dem 17. Jahrhundert sind älteren Datums.Nachdem die Zisterzienser nach dem Rückgang der Anzahl ihrer Laienbrüder im 14. Jahrhundert ihre Eigenwirtschaft aufgeben mussten, wurden im Laufe des 15. Jahrhunderts nahezu alle Grangien aufgeteilt und verpachtet. Die Abgaben der Pächter wurden seit dieser Zeit in der noch heute vorhandenen großen Zehntscheune gesammelt, die als breiter Querriegel den hinteren Abschluss des früheren Wirtschaftshofes bildet (Wilhelm-Tischbein-Straße 17; Flur 3, Flurstück 44). Noch bis zur Aufgabe der Grundherrschaft des Hospitals um 1850 wurde die Scheune als Teil des Gutshofes zur Lagerung der Abgaben genutzt. Das großvolumige Bruchsteingebäude aus dem späten Mittelalter zeigt sich als nahezu ungegliederter Baukörper. Lediglich die große, nach dem Ende des Mittelalters veränderte Toreinfahrt und die aus großen Sandsteinquadern gemauerte Eckquaderung unterbrechen das ansonsten geschlossene Mauerwerk, dem an der Rückseite zur Stabilisierung der langen Traufseite sechs gestufte Wandpfeiler vorgemauert wurden. Den oberen Abschluss der Scheune bildet ein steiles, drei Geschosse umfassendes Satteldach.In der südwestlichen Ecke des Wirtschaftshofes in der Nähe des Tores steht noch heute der ehemalige Schafhof des Hospitals mit Wohnhaus und Schafställen, die im Kern 1619 errichtet wurden (Heinz-von-Lüder-Weg 2 und 3; Flur 3, Flurstück 47/1). Das zweigeschossige Wohnhaus aus grobem Bruchsteinmauerwerk erhebt sich über einem hohen, außen nicht abgesetzten Kellergeschoss, wahrt im unteren Geschoss eine Eckquaderung aus Sandstein sowie an der nördlichen Giebelseite mehrere, heute zugesetzte, bauzeitliche Öffnungen. Die übrige Durchfensterung des Hauses wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert vollständig durch Segmentbogenfenster mit Ziegellaibungen ersetzt. Zur gleichen Zeit erhielt es ein neues, flaches Satteldach mit weit überstehenden Ortgängen. An der nördlichen Giebelseite ist eine Inschriftenplatte mit folgendem Text eingemauert: „D.O.M.A. SUB EXCELLETIS AC CLARISS DNO (DOMINI) HEINRICO LUDOVICO SCHEFFERS HUIUS CETERORUM QUEIN HASSIA XENODOCHIORUM SUMMORUM CURATORE SUMMO NEC NON PRAE STANTISS D. FRANCISCO MYLIO PRAEFECTO HOC OVILE REAEDIFICATUM ET EXTRUCTUM FUIT ANNO EPOCHAE CHRISTIANAE M.DCXIX.PHC“. Das laut Inschrift ursprünglich als Schafstall erbaute Haus diente später als Wohnung der Gespannführer, heute leben dort Bewohner der heilpädagogischen Einrichtungen. Zum Gesamtumfang des Denkmals gehören auch die südlich anschließenden L-förmig errichteten Bruchsteinställe aus dem Jahre 1865, die Reste älteren Mauerwerks wahren und von hohen, weit überkragenden Satteldächern über einem flachen Fachwerkobergeschoss des 19. Jahrhunderts überfangen sind.Östlich an den Schafhof schließt ein niedriges Fachwerkwohnhaus aus dem 18. Jahrhundert an, das heute als Museum genutzt wird. Im Jahre 1685 kam der Bäcker Johann Conrad Tischbein aus Marburg nach Haina. Sein Sohn gleichen Namens arbeitete als Schreiner im Hospital und bezog das im frühen 18. Jahrhundert errichtete Fachwerkhaus, in dem 1751 sein Sohn, der Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751-1829) zur Welt kam (Heinz-von-Lüder-Weg 1; Flur 3, Flurstück 47/1). Das niedrige, zum Hof traufständige, zweigeschossige Fachwerkwohnhaus steht direkt an der Zufahrt zum Wirtschaftshof des Hospitals und nutzt die Hofmauer als Rückseite. Das stockwerkweise ohne Überstände verzimmerte Fachwerkgefüge zeigt sehr weite Ständerstellungen und wird an den Eckständern durch sehr flache Dreiviertelstreben ausgesteift. Auffälligstes Merkmal des mittig an der Traufseite erschlossenen Gebäudes sind die niedrigen Geschosshöhen insbesondere des Erdgeschosses. Das Haus wurde bis 1975 von Krankenhausbediensteten bewohnt und stand bis 1998 leer.Direkt nördlich des Schafhofes schließt eine in historisierenden Formen vor 1900 erbaute, große Hofstelle an  (Heinz-von-Lüder-Weg 5, 7 und 8; Flur 3, Flurstück 47/1). Der heutige Bestand der wesentlich älteren Hofstelle zeigt ein verkleidetes, den Hof gegen die Straße abschließendes Wohnhaus, dem eine großvolumige, 1865 erbaute Fachwerkscheune gegenüber steht sowie kleinere zweigeschossige Stallgebäude aus der Zeit um 1900 mit Bruchsteinerdgeschoss und Fachwerkobergeschossen, die den gesamten Hof nach Norden abschließen.Das Wohnhaus, das um die Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde, ist ein großvolumiger, zweigeschossiger Fachwerkbau mit leicht überkragenden Geschossen und regelmäßiger Achsengliederung über einem hohen Bruchsteinsockel und mittiger, hofseitiger Erschließung über eine Freitreppe. Nur wenig später entstand die große, mit der Rückseite auf der Klostermauer ruhende Fachwerkscheune mit mittiger, doppelter Einfahrt und regelmäßigem konstruktiven Fachwerkgefüge, das durch sehr steile geschosshohe Streben ausgesteift wird. Der zweigeschossige Bau über flachem Werksteinsockel ist stockwerkweise ohne Überstände verzimmert und wird von einem steilen Satteldach mit Krüppelwalmen abgeschlossen. Am Rähm findet sich folgende Inschrift: „Gott allein die Ehre Heinrich Vöhl und dessen Ehefrau Anna Katharina eine geborne Jäger Sie haben Gott vertraut und diesen Bau erbaut im Jahr 1860 gehoben den 15. Mai“.Östlich dieser Hofstelle, den großen Hofraum westlich der Zehntscheune gliedernd, schließt das lang gestreckte Gutshaus, zentraler Bau des Wirtschaftshofes seit der Gründung des Hospitals an, das im Kern noch aus dem späteren 16. Jahrhundert stammt und 1890 nach Plänen des Bauassistenten Schroeder weitgehend umgebaut und 1912 nach Plänen des inzwischen zum Baumeister aufgestiegenen Schroeder mit einem zweigeschossigen Kopfbau versehen wurde (Wilhelm-Tischbein-Straße 11; Flur 3, Flurstück 44). Der Kopfbau zeigt über einem massiv gemauerten und verputzten Erdgeschoss ein, vom Zimmermeister Heinrich Wilhelmi errichtetes Fachwerkobergeschoss mit einfach verriegeltem konstruktiven Fachwerkgefüge, das mit Dreiviertelstreben an den Eckständern ausgesteift ist. Dem zum Heinz-von-Lüder-Weg traufständigen Bau ist außermittig ein übergiebelter Risalit vorgebaut, dessen Obergeschoss sich zu einer Loggia öffnet. Der lang gestreckte hintere Gebäudeteil verfügt ebenfalls über ein massiv gemauertes, heute verputztes Erdgeschoss, das in jüngerer Zeit mit neuen Fensteröffnungen versehen wurde und nur noch an einer Stelle ein von Sandsteinlaibungen mit Schiffskehlen auf Volutenschnecken gerahmtes Doppelfenster des 16. Jahrhunderts zeigt. Das leicht überkragende Fachwerkobergeschoss ist durch ein regelmäßiges, einfach verriegeltes Gefüge mit Dreiviertelstreben an den Eckständern gegliedert.Die für die Bewirtschaftung des Hospitals zentrale Brauerei (Hoher-Lohr-Weg 6) brannte 1880 weitgehend ab. Um die Brandgefährdung für den inneren Bereich des Hospitals zu reduzieren, errichtete man in der Folge ein neues Brauhaus auf einem Hügel außerhalb des Klosters an der Kreuzung Frankenberger Straße und Poststraße (Poststraße 2; Flur 2, Flurstück 8/18). Von dem ehemals großvolumigen, lang gestreckten Gebäude, das nach 1882 nach Plänen des Architekten Franz Moschalik erbaut wurde, blieb der der Frankenberger Straße zugewandte Kopfbau erhalten. Es handelt sich um ein zweigeschossiges Bruchsteingebäude unter flachem Walmdach. Die Fassaden werden durch regelmäßig verteilte segmentbogige Fenster, flache Bruchsteinlisenen und ein deutsches Band zur optischen Geschosstrennung gegliedert. Das Gebäude zeigt in seiner Gesamtheit noch heute einen am Klassizismus geschulten Formwillen der Erbauer. Integraler Bestandteil der neuen Brauerei ist der 1880 errichtete Eiskeller, der als Lagerraum für das im Königsteich, einem Teil des Teichsystems des ehemaligen Zisterzienserklosters, gewonnene Eis diente. Das hier gelagerte Eis wurde zur Bierkühlung der Brauerei genutzt. Der 1987 aus Sicherheitsgründen vermauerte Keller wurde 1993 wieder geöffnet und mit einem Schutzgitter versehen. Er dient heute als Winterquartier für Fledermäuse. Das Mundloch des Kellers wurde aus grob behauenen Bruchsteinen gemauert und mit einem flachen Giebel versehen. Der Eingang besteht aus einer rundbogigen, mit Rustikaquaderung gerahmten Öffnung.

Der Stamfordsche Garten

Im ausgehenden 18. Jahrhundert ließ der Obervorsteher der Hohen Hospitäler in Hessen Friedrich von Stamford das waldreiche Gelände, das das Kloster bis dato umgab, gärtnerisch gestalten. Es sollte ein mit Alleen, Gehölzen, Aussichtsplätzen, kleineren Gebäuden und Gedenksteinen versehener Landschaftspark entstehen, der nicht nur den Ort verschönern und reizvolle Ausblicke auf das Hospital gewähren sollte, sondern „... zu Lustwandlungen für sämtliche Einwohner und Hospitaliten, für Jedermann aus der Gegend ...“ dienen sollte. Den Ausgang nahm der Park westlich des Klosters, wo Stamford ab 1789 auf eigene Kosten eine heute noch vorhandene Kastanienallee anlegen ließ. Am Ende der Allee auf einer Kuppe oberhalb des großen Baumgartens entstand ein Aussichtsplatz mit amerikanischen Gehölzen und einem kleinen Tempel, auf den in weiterer Folge die hessische Eiche und ein antiker Altar im Angedenken an den Gründer des Hospitals Philipp den Großmütigen folgte.  Nördlich des heute noch vorhandenen Altars entstand ein weiterer Aussichtsplatz, die sogenannte „Luisenlust“, die mit einer Pyramide versehen wurde und über mehrere Rosenterrassen den Blick auf das Kloster ermöglichte. Den vorläufigen Abschluss des Gartens bildete die Einsiedelei und das Hermannsdenkmal nördlich des Königsteichs, der zu einer Reihe größerer Teiche entlang der Wohra gehörte, die schon in der Klosterzeit der Fischzucht dienten. Erst nach dem Tod Stamfords wurde wohl um die Mitte des 19. Jahrhunderts der Garten im Norden des Klosters fortgesetzt und es entstand die Steinklippe. Auf diesem schroffen Felsabbruch eines ehemaligen Steinbruchs ließ der Vorsteher Schenk zu Schweinsberg zwischen 1853 und 1866 eine Fachwerkhalle, die als Unterstand an diesem hoch gelegenen Aussichtspunkt diente, errichten. Der Bereich östlich des Klosters wurde erst um die Wende zum 20. Jahrhundert unter der Ägide des ersten medizinischen Leiters des Hospitals Otto Scheel angelegt. Dieser Teil umfasst die sogenannte Direktorbank, Tisch und Bank aus Sandsteinplatten, sowie die Aussichtsplattform Kalkrück, eine auf drei Ebenen gestaffelte und mit Blumen und niedrigen Gewächsen gestaltete Plattform, die mit einem achteckigen, nach chinesischer Manier gestalteten Tempel versehen wurde. Dieser Tempel blieb bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts erhalten und wurde inzwischen durch einen baugleichen Bau ersetzt.Insgesamt zeigt sich der ehemalige Klosterbezirk mit Wirtschaftshof, umgebendem Stamforschen Garten und den mittelalterlichen Teichen trotz der vielen Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte noch immer als historisch gewachsenes Ensemble von seltener Geschlossenheit.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen.

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Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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