Lade Kartenmaterial...
Lahn-Dill-Kreis
Dillenburg
Nanzenbach
  • Gesamtanlage Historischer Ortskern
Gesamtanlage

Das 1342 erstmals genannte Nanzenbach liegt nordöstlich von Dillenburg in einem Taleinschnitt. Das Dorf wurde 1772 bei einem Brand vollkommen zerstört. Eine Ausnahme war die Kirche, die inzwischen aber auch durch einen zeitgenössischen Bau ersetzt wurde. Der planmäßig durchgeführte Wiederaufbau nach einem Plan des Dillenburger Baumeisters Terlinden wurde 1773 begonnen und 1775 abgeschlossen. Bei der Planung des Wiederaufbaus wurden traditionelle Nachbarschaften berücksichtigt. Zur Bestimmung der Größen der künftigen Bauten wurden zunächst die Vermögensverhältnisse der Bewohner erfasst. Der Wiederaufbau erfolgte in der Form eines regelmäßigen Straßendorfes mit kurzen Querstraßen. Die giebelständigen Einhäuser wurden versetzt angeordnet, so dass jeweils der Hofraum der einen Seite dem Gebäude der anderen gegenüber liegt. Der zur Straße liegende Wohnteil wurde aus feuerpolizeilichen Gründen giebelseitig erschlossen. Wohnteil und Scheunenteil wurden durch eine Brandmauer voneinander getrennt. Der stetige Bevölkerungsanstieg um 1800 führte zunächst zu planmäßig durchgeführten Gebäudeteilungen, bevor sich der Ort in der Zeit der letzten Jahrhundertwende entlang der Goldbachstraße weiter ausdehnte. Die Gesamtanlage umfasst den gesamten Bereich des planmäßig wiedererrichteten Dorfes in der Hauptstraße und in der Schwarzbachstraße. Im Verhältnis zu vergleichbaren Orten wie Frohnhausen zeichnet sich Nanzenbach durch einen weitgehenden Erhalt der auf den Wiederaufbau zurückgehenden Bausubstanz aus, was dem Ort einen besonderen geschichtlichen Wert verleiht. Im Ortsbild kontrastieren die beim Wiederaufbau neu errichteten Bauten in sehr sparsamen, rein konstruktiven Fachwerkformen mit solchen, die in benachbarten Orten erworben und in Nanzenbach lediglich neu aufgeschlagen wurden. Sie heben sich durch ein noch barockes Fachwerkgefüge hervor. Die Lage des Dorfes in einem Taleinschnitt begünstigte die Anlage von Erdkellern in den rückwärtigen Hofbereichen. Sie sind wichtiger Bestandteil der Gesamtanlage. 


Kulturdenkmal aus geschichtlichen Gründen.

DenkXweb ist Teil des Denkmalverzeichnisses
im Sinne der §§ 10 und 11 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes.

Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

Planelemente auswählen
Zeigen Sie mit der Hand auf Markierungen im Plan, erhalten Sie ein Vorschaubild und per Mausklick die Objektbeschreibung.
Kartenansicht
Wählen Sie zwischen zwischen Alkis- und Luftbildansicht. Ebenfalls können Sie die Kartenbeschriftung ein- und ausblenden.
Zoomen
Zoomen Sie stufenweise mit einem Mausklick auf die Lupen oder bewegen Sie den Mauszeiger auf den Planausschnitt und verwenden Sie das Scrollrad ihrer Maus.
Zoom per Mausrad
Über diesen Button können Sie einstellen, ob Sie das Zoomen in der Karte per Scrollrad Ihrer Maus erlauben möchten oder nicht.
Vollbildmodus
Betätigen Sie diesen Button um die Karte im Vollbildmodus zu betrachten. Über den selben Button oder durch klicken der "Esc"-Taste können Sie den Vollbildmodus wieder verlassen.
Ausgangsobjekt anzeigen
Über diesen Button erreichen Sie, dass in der Karte das Ausgangsobjekt angezeigt wird. Bei dem Ausgangsobjekt handelt es sich um die Objekte, die zu dem entsprechende Straßeneintrag gehören.
Abstand messen
Mit Hilfe dieses Tools können Sie die Distanz zwischen zwei oder mehreren Punkten berechnen. Hierbei wird eine Linie gezeichnet, bei der die entsprechende Gesamtlänge angezeigt wird. Weitere Anweisungen zur Benutzung werden nach betätigen des Button angezeigt.
Fläche berechnen
Dieses Tool ermöglicht es Ihnen eine Fläche zu zeichnen und den Flächeninhalt in m² zu berechnen. Um ein Fläche zu erzeugen, müssen mindestens 3 Punkte gesetzt werden. Die Fläche wird durch den Klick auf den Ausgangspunkt (1. Punkt) geschlossen und der Flächeninhalt anschließend berechnet.