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Teil der Gesamtanlage:
Altstadt Rüdesheim
Entstanden im 10., 11. oder 12. Jh. als Sitz der zweiten Hauptlinie der Ritter von Rüdesheim, den 1189 erwähnten und 1378 erloschenen Füchsen von Rüdesheim; nach 1276 wurde die Burg als mainzisches Lehen geführt. Nachfolger waren um 1474 die aus dem Hunsrück stammenden Grafen Boos von Waldeck, daher der Name Boosenburg. 1830 Verkauf der Ruine an den Grafen Erwin von Schönborn-Wiesentheid, der 1836 mit dem Abbruch der den Turm umgebenden Gebäude begann und einen Neubau nach Entwurf von Georg Moller projektierte. Realisiert wurde nur der Turmausbau durch eine Wendeltreppe, Einbau eines Turmzimmers und Erhöhung des Turmes. 1868 Erwerb der Burg durch den Weinhändler J. B. Sturm, 1860 Errichtung von Kellereianlagen im Burggraben nach Planung von Franz Schädel (Bautafel am Kellereingang: „Erbaut im Jahr 1860 von John. Bapt. Sturm und dessen Gattin Anna geb. Harth Durch Baumeister F. Schädel"). 1872 Bau des Wohnhauses durch Witwe Anna Sturm. Nach zeitgenössischem Bericht umgab man „den ehrwürdigen alten Bergfried mit neuen, im gotischen Stil gehaltenen Wohn- und Geschäftsräumen, ließ die vorhandenen Burgräben erweitern und überwölben und schuf so jene großartige Kellerei... die bedeutendste und interessanteste im Rheingau ..." (Bouffier 1883). Seit 1939 Weingut Dr. Carl Jung.
Oberhalb der Niederburg gelegen. Von der Burganlage des 12. Jhs. ist nur der hohe, massive Turm erhalten. Ursprünglich etwa 28 m hoch, wurde er im 19. Jh. um 10 m erhöht und mit Zinnen versehen. Der dreistöckige Turm mit gewölbten Kammern war von einer Außen- und einer Innenmauer mit Graben umgeben, die 1836 abgebrochen wurden, ebenso die Wohn- und Wirtschaftsgebäude des 16. Jhs. In den Graben wurden Weinkeller eingebaut, der Rest eingeebnet.
Villa von 1872, Architekt: Franz Schädel; Bauherrin: J. B. Sturm Witwe. Auf dem nach Süden als Terrasse vorgezogenen Sockel erhebt sich der dreigeschossige, winkelförmige Bau als Südostecke des etwa quadratischen, um einen Hof angelegten, aus dem Burgturm und flacheren Wirtschaftsgebäuden gebildeten Komplexes. Ein Risalit mit Stufengiebel akzentuiert die weithin sichtbare Rheinfront. Betonung der Ecke durch einen schmalen, hohen Erker mit Spitzhelm; an der Ostseite leicht vorgezogene, übergiebelte mittige Eingangsachse. Zierlich wirkende neugotische Einzelformen und geschossweise differenzierte Fensterformen gliedern die klar gerasterte Putzfassade. Westlich anschließender, pergolenartig gestalteter Wintergarten.
Die um dieselbe Zeit entstandenen flacheren Nebengebäude zeigen als durchgängiges Motiv ebenfalls Blendgiebel und weitere neugotische Detailformen.
Den Gebäuden nach Süden vorgelagert ist der zugehöriger Weingarten Rosengarten mit Einfriedung und schmiedeeisernem Tor.
Als Kulturdenkmal nach § 2 Absatz 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen.
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