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Das heute als Bürgerhaus genutzte Gebäude war am Ende des 19. Jahrhunderts durch die Samenhandlung Nungesser errichtet worden und diente nach dem Eigentumsübergang später als Betriebsgebäude der Bau- und Möbelschreinerei Gebrüder Müller. Zu seiner wechselvollen Geschichte gehören außerdem: Anfertigung von Flugzeugteilen für den auf dem Griesheimer Sand arbeitenden Flugpionier August Euler ab 1909; eines ersten Kinos in Griesheim ab 1914; Bau von Hochleistungssegelflugzeugen in Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Darmstadt sowie von eigenen Motorflugzeugen – GMG – in den zwanziger und dreißiger Jahren; Versuche mit dem ersten flüssigkeitsbetriebenen Raketenmotor der Welt durch Fritz von Opel 1929.
Das Gebäude stellt sich in seinem historischen Bestand als zweigeschossiger Massivbau mit Mansarddach dar. Das giebelständig zur Straße stehende Gebäude weist zur Straße hin eine regelmäßige Fassadengliederung aus großen, annähernd quadratischen Fenstern auf, deren Flügel dreigeteilt und mit Oberlicht ausgestattet sind. Das durch einen schmalen Fußwalm abgegrenzte Giebelfeld ist durch drei Fenster im Mansardgeschoss gegliedert und zeigt auf Höhe des Spitzbodens ein schmales Fensterpaar. Die Traufseite zeigt sich als stark durchfenstert, wobei die Fenster zu Paaren rhytmisiert erscheinen. Das straßenräumlich prägende Gebäude ist aus städtebaulichen sowie aus geschichtlichen Gründen geschützt.
Als Kulturdenkmal nach § 2 Absatz 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen.
| Kulturdenkmal nach § 2 Abs. 1 HDSchG | |
| Kulturdenkmal (Gesamtanlage) nach § 2 Abs. 3 HDSchG | |
| Kulturdenkmal (Grünfläche) nach §2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG | |
| Kulturdenkmal (Wasserfläche) nach §2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG |
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Wege-, Flur- und Friedhofskreuz, Grabstein |
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Jüdischer Friedhof |
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Kleindenkmal, Bildstock |
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Grenzstein |
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Keller bzw. unterirdisches Objekt |
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Baum |