Lade Kartenmaterial...
Lahn-Dill-Kreis
Wetzlar
  • Der Kalsmunt
Der Kalsmunt
Flur: 17
Flurstück: 205/6

Auf einem 241 m hohen Bergsporn südlich der Altstadt Wetzlars erhebt sich die Ruine der Reichsburg Kalsmunt, die ehemals zu einem Burgenring gehörte, den die Staufer errichteten, um ihre Besitzungen in der Wetterau zu sichern. Die Burg bildete eines der zwei, seit 1180 drei reichsunmittelbaren Machtzentren - Stift, Stadt und Burg, - die sich in diesem kleinen, eng umgrenzten Gebiet gegenseitig kontrollierten und zugleich die Macht des Herrschers sicherten. Nach den Untersuchungen von Schoenwerk konnte der ehemalige Bestand der Gebäude auf dem Kalsmunt rekonstruiert werden. Das Zentrum und auch den ältesten Teil der Burg bildet der bergfriedartige Wohn- und Wehrturm, der wohl noch aus der Zeit Friedrich I. stammt. Noch heute zeugt ein über 11 m hoher quadratischer Stumpf mit 3 m dicken Mauern aus Buckelquadern von dem einst ca. 18 m hohen Wohn- und Wehrturm. Laut Schoenwerk verfügte der Turm ehemals über vier Geschosse, die durch Balkendecken voneinander getrennt waren. Nur das dritte Geschoss soll demnach zu Wohnzwecken nutzbar gewesen sein, während die anderen ausschließlich Wehrzwecken dienten. Im direkten Anschluss an den Turm sollen sich ehemals Wohngebäude und die 1269 erstmals erwähnte Kapelle befunden haben. Der gesamte Bereich war von einer Ringmauer umgeben, der im Süden auf der flachsten Seite noch eine zweite zur Verstärkung vorgelagert war und so einen Zwinger bildete. Der gesamte Bereich der Burg soll im 14. Jahrhundert weitgehend vollständig ausgebaut gewesen sein. Seit dem 13. Jahrhundert finden sich verschiedene Burgmannenfamilien auf dem Kalsmunt. Zunächst hatten die Herren von Münzenberg die Burg als Mannlehen inne, später im 15. Jahrhundert versuchten die Grafen von Solms im Zuge ihres Territorienausbaus auch in den Besitz des Kalsmunt zu gelangen, um eine feste Position im direkten Vorfeld der Stadt Wetzlar, ihres Dauergegners in unzähligen Fehden, zu erhalten. Sie verloren die Burg jedoch an die Grafen von Nassau-Weilburg und im 16. Jahrhundert ging sie an die Landgrafen von Hessen über. Im Zuge einer Bestandsaufnahme, die letztere erstellen ließen, waren die verschiedenen Besitzerwechsel der beiden vorangegangenen Jahrhunderte an der Burg nicht spurlos vorübergegangen. Die Anlage wird als stark verfallen beschrieben. Die Mehrzahl der Häuser verfügte schon im 16. Jahrhundert nicht mehr über Dächer und auch der Turm war um 1609 weitgehend verfallen. Rund um die Kuppe des Kalsmunt zeigen noch heute Mauerreste die frühere Ausdehnung des Burgbereiches an. Größere Reste finden sich noch am stadtseitigen Burgtor und am Bergfried. Noch heute führt der ansteigende Weg durch ein rundbogiges Tor, über dem sich die Überbleibsel eines Torturms erheben. Dem Tor vorgelagert sind Fundamente der ehemaligen Ringmauer, die den Zugang zum Tor einige Meter weit flankieren. Größtes Relikt der alten Reichsburg ist jedoch der ehemalige Bergfried, dessen untere zwei Geschosse noch weitgehend erhalten sind. In einigen Bereichen ist hier noch die Außenschale des ehemals zweischaligen Mauerwerks vorhanden. Ein regelmäßiges Mauerwerk aus Buckelquadern prägt noch die Optik des Turms. Nur wenige schmale Schießscharten durchbrechen das Handquadermauerwerk des staufischen Burgturms, der noch immer einen dominanten Punkt in der Stadtsilhouette bildet.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen.

DenkXweb ist Teil des Denkmalverzeichnisses
im Sinne der §§ 10 und 11 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes.

Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

Planelemente auswählen
Zeigen Sie mit der Hand auf Markierungen im Plan, erhalten Sie ein Vorschaubild und per Mausklick die Objektbeschreibung.
Kartenansicht
Wählen Sie zwischen zwischen Alkis- und Luftbildansicht. Ebenfalls können Sie die Kartenbeschriftung ein- und ausblenden.
Zoomen
Zoomen Sie stufenweise mit einem Mausklick auf die Lupen oder bewegen Sie den Mauszeiger auf den Planausschnitt und verwenden Sie das Scrollrad ihrer Maus.
Zoom per Mausrad
Über diesen Button können Sie einstellen, ob Sie das Zoomen in der Karte per Scrollrad Ihrer Maus erlauben möchten oder nicht.
Vollbildmodus
Betätigen Sie diesen Button um die Karte im Vollbildmodus zu betrachten. Über den selben Button oder durch klicken der "Esc"-Taste können Sie den Vollbildmodus wieder verlassen.
Ausgangsobjekt anzeigen
Über diesen Button erreichen Sie, dass in der Karte das Ausgangsobjekt angezeigt wird. Bei dem Ausgangsobjekt handelt es sich um die Objekte, die zu dem entsprechende Straßeneintrag gehören.
Abstand messen
Mit Hilfe dieses Tools können Sie die Distanz zwischen zwei oder mehreren Punkten berechnen. Hierbei wird eine Linie gezeichnet, bei der die entsprechende Gesamtlänge angezeigt wird. Weitere Anweisungen zur Benutzung werden nach betätigen des Button angezeigt.
Fläche berechnen
Dieses Tool ermöglicht es Ihnen eine Fläche zu zeichnen und den Flächeninhalt in m² zu berechnen. Um ein Fläche zu erzeugen, müssen mindestens 3 Punkte gesetzt werden. Die Fläche wird durch den Klick auf den Ausgangspunkt (1. Punkt) geschlossen und der Flächeninhalt anschließend berechnet.