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Rheingau-Taunus-Kreis
Idstein
  • Gesamtanlage Altstadt

Gesamtanlage Altstadt

Altstadt innerhalb der ehemaligen Stadtmauer mit Erweiterungen des 17./ 18. und 19. Jh.

Am Hexenturm

Borngasse

Felix-Lahnstein-Straße

Himmelsgasse

Kaffeegasse

Kleine Borngasse

König-Adolf-Platz

Kreuzgasse

Löhergasse 2-10 (Ostseite)

Löhreplatz 9-13

Marktplatz

Obergasse

Rodergasse 1-25 (Nordseite),

2-12 (Südseite)

Schäfergasse

Schlossgasse

Schulgasse 1, 5, 7-9, 11, 13

Weiherwiese

Zuckerberg

Der historische Stadtkern erhielt seine Prägung als Sitz der Grafen von Nassau-Idstein vom 13. bis ins 18. Jh. Sowohl im herrschaftlichen Bereich mit Schloss und Amtsgebäuden der ehemaligen Burg als auch in der wirtschaftlich ganz auf die Residenz bezogenen Bürgersiedlung mit jüngerer Handwerker- und Ackerbürgervorstadt fand gräflicher Repräsentationswille seinen Ausdruck und strahlte auch auf die bürgerliche Baukunst aus. Die relativ kleine, sich zwischen Amtsbezirk (Burg) und früherem Obertor erstreckende Altstadt erfuhr durch die östlich angelagerte Vorstadt eine Erweiterung auf etwa die doppelte Fläche. Die beiden Bereiche gehen heute ohne erkennbare Grenze ineinander über, unterscheiden sich jedoch durch die jeweils vorherrschenden Haustypen.

In der Altstadt mit Zentrum am tiefgelegenen König-Adolf-Platz und nach Süden ansteigender Obergasse als ehemals wichtigster Straße konzentrieren sich alle bedeutenden öffentlichen und repräsentativen historischen Bauten: Stadtkirche, Rathaus, erstes Gymnasium, ehemalige Adelshöfe, Gasthäuser und Bürgerhäuser wohlhabender Beamter; die aufwändigsten Bauten entstanden gegen Ende des 16. und im ersten Drittel des 17. Jh. Bei reichen Fachwerkhäusern mit dekorativen Schaufassaden herrscht die Giebelstellung vor, häufig sind schmückende Bauteile wie Erker und Zwerchgiebel angefügt; besonders markant sind die geschweiften Giebelformen. Herausragendes Beispiel ist das Killingerhaus (1615) am König-Adolf-Platz, dessen reiche Bauzier den Höhepunkt dieser Phase darstellt. Durch den bewegten Straßenverlauf auf unterschiedlichem Höhenniveau ergeben sich in der Altstadt malerische Baugruppen.

Im Gegensatz dazu steht in der barocken Neustadt das geradlinig-rechtwinklige Straßenraster mit geschlossener, gleichartig schlichter Traufenbebauung. Die Hauptgassen sind parallel zur Obergasse angelegt und münden in den vor dem ehemaligen Himmelstor angelegten Marktplatz. Nach den Bedürfnissen der handwerklich und/oder landwirtschaftlich tätigen Bewohner entstanden typisierte Haus- und Hofformen auf kleinen Parzellen. Der kleinste, zweizonige Typ ist in der Kreuzgasse angesiedelt, ein größerer Hoftyp mit dreizonigem Wohnhaus und überbautem Hoftor kommt in der Borngasse vor, in der Weiherwiese finden sich langgestreckte, mehrachsige Bauten. Typische Merkmale sind hölzerne Hoftore, teils mit Pforten, und der "Idsteiner Eingang" mit Steintreppe und kleinformatigen Fenstern beiderseits einer Haustür mit Oberlicht.

Einige Bautafeln mit Inschriften sind - auch an veränderten Gebäuden - erhalten.

In der Rodergasse setzt eine Erweiterung des 19. Jh. die städtisch-geschlossene Bauform nach Westen fort.

Die jüngste Phase der Stadtsanierung seit 1980 erreichte die Wiederherstellung und Instandsetzung zahlreicher Bauten bei gleichzeitiger Freilegung der Fachwerkfassaden. Die Umnutzung ehemaliger Scheunen zu Wohn- und Geschäftszwecken ist allerdings häufig verbunden mit einer durchgreifenden Veränderung des Bautyps, dessen ursprüngliche Form und Funktion dann nicht erkennbar bleibt. Gegenwärtige Trends zu Dachausbauten mit unmaßstäblich großen Gauben durchbrechen die vorher ruhigen Trauf- und Dachlinien; modisch-bunte, individuelle Farbgestaltung geht stellenweise zu Lasten eines einheitlichen Stadtbildes.

(g,k,w)

Die westliche Stadterweiterung an Bahnhofstraße und Wiesbadener Straße - der Verbindung zwischen Altstadt und dem 1877/78 errichteten Bahnhof der Strecke Frankfurt-Niedernhausen-Limburg - dokumentiert anhand ihrer seit Ende des 19. Jh. bis etwa 1930 entstandenen Bauten eine chronologische Abfolge der Baustile innerhalb dieser Zeitspanne, ausgehend von der Kernstadt nach außen zum Bahnhof hin. Die der nach Westen ansteigenden Topographie angepasste, grün durchzogene Bahnhofstraße besitzt heute noch eher den Charakter einer Wohnstraße als die für den Autoverkehr breit ausgebaute Wiesbadener Straße. Die beiderseits anschließenden, überwiegend um 1900 entstandenen Wohnquartiere, bestehend aus Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern hinter Vorgärten, teilweise von villenartigem Charakter, geben noch einen Eindruck vom Schaffen der hier tätigen, vermutlich durch die Idsteiner Baugewerksschule geprägten Architekten, wurden aber zu großen Teilen bereits so verändert und verfremdet, dass eine Denkmalqualität nur noch bruchstückhaft festgestellt werden kann.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Gründen.

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Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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