Lade Kartenmaterial...
Rheingau-Taunus-Kreis
Heidenrod
Grebenroth
  • Kloster Gronau
  • Oberer Grund
  • Unterer Grund
  • Weiherwiese
Kloster Gronau
Flur: 3
Flurstück: 100, 20, 41, 44/1, 46/1, 46/2, 96, 97, 98, 99

Das ehemalige Benediktinerkloster wurde wohl um 1130 gegründet, 1276 (oder 1252) erstmalig urkundlich erwähnt, 1263 (oder 1326) als Hauskloster der Grafen von Katzenelnbogen genannt. 1542 Umwandlung in ein Hospital. Seit Mitte des 17. Jh. Hofgut. Die Kirche wurde 1829 zerstört, Mauerreste waren bis in jüngere Zeit in einem Stallgebäude erhalten. Orgel des 17. Jh. im Landesmuseum Wiesbaden.

Von der mittelalterlichen Klosteranlage, sind nur Teile der Umfassungsmauern (ehemalige Außenwände der Klostergebäude) sowie Grundmauern erhalten. Torbau, Zehntscheuer, Schäferhaus und Wohnhaus entstammen weitgehend dem 16.-18. Jh. Das Wohnhaus wurde nach Brand im Obergeschoss im 18. Jh. teilweise erneuert.

Inmitten von Wäldern (Kirchwald, Klosterwald) und Wiesen mit Bachlauf und Weiher (Weiherwiese) liegt das Klostergut in landschaftlich ungestörter Situation.

Torbau mit gewölbter Tordurchfahrt, darüber schiefergedeckter Fachwerkaufbau mit Glockentürmchen.

Unmittelbar anschließend große Scheune, sog. Zehntscheuer. Steinbau mit Schlüsselscharten und kleinem Fenster in Eselsrückenform an der Außenwand. Jahreszahl 1598 in hofseitigem Rundbogengewände. Das Gebäude im Kern vielleicht älter, möglicherweise 15. Jh. Innen spätgotische Holzkonstruktion, Balkenlagen auf von achteckigen Stützen mit je vierseitig angeordneten Streben getragenen Unterzügen. Ehemals Schieferdach mit Gauben (1977 ohne Deckung erneuert), beidseitig halbrund auf geschnitzten Konsolen vorkragende kleine Firstwalme.

Nördlich des Torbaues Reste des ehemaligen sog. Schäferhauses, dessen Obergeschoss aus Fachwerk des 17. Jh. 1978 abgetragen und gelagert wurde. Der südliche Giebel zeigte Zierformen und einen kleinen Firstwalm auf Konsole ähnlich dem der Zehntscheuer.

An der Nordseite des Bezirks langgestrecktes zweigeschossiges Wohngebäude mit eingeschossigem Anbau. Erdgeschoss massiv, unter Einbeziehung alter Mauerteile des 15./16. Jh. in der nördlichen Außenwand Inschrift mit Steinmetzzeichen und Jahreszahl 1545. Im Erdgeschoss Mittelunterzug auf starken achtekigen Holzstützen ähnlich denen der Zehntscheuer, teils durch neue Einbauten verdeckt, teils Streben entfernt. Fachwerkobergeschoss, des westlichen Abschnittes teilweise noch spätmittelalterlich mit vollständig erhaltenen Giebelwänden aus der Bauzeit um 1545, die ehemalige Außenwand des westlichen Abschnittes ist im Dachgeschoss des jüngeren Anbaues sichtbar. Konstruktion aus starken, geschosshohem gebogenen und überkreuzten Streben mit Firstwalm auf geschnitzter Konsole und profiliertem Gesims ähnlich dem der Zehntscheuer. Die westliche Außenwand mit gleichartiger Giebelform durch neuere Verkleidung verdeckt. Fachwerk der Traufwände unter Putz, in Teilen 18. Jh. (Schwelle mit Profil), spätere Eingriffe. Qualitätvolle Ausstattung des 18. Jh.: geschnitzte zweiflügelige Haustür, Treppe mit gesägten Balustern und in Schneckenform endendem Handlauf, barocke Zimmertüren mit Originalbeschlägen. Einige Fenster mit schmiedeeisernen Korbgittern. Erdgeschoss der östlichen, früher zeitweise auch als Stallungen genutzten Bauteile durchgreifend verändert.

In der Umfassungsmauer teils vermauerte Öffnungen, einzelne Fenster mit Holzgewänden. Östlich des Wohngebäudes halbrund nach Norden herausragender ehemaliger Backofen. Weitere Mauerreste sowie einige Spolien (romanische Säulenbasis) im Hofgelände.

Sachgesamtheit


Kulturdenkmal aus geschichtlichen, städtebaulichen und wissenschaftlichen Gründen.

DenkXweb ist Teil des Denkmalverzeichnisses
im Sinne der §§ 10 und 11 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes.

Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

Planelemente auswählen
Zeigen Sie mit der Hand auf Markierungen im Plan, erhalten Sie ein Vorschaubild und per Mausklick die Objektbeschreibung.
Kartenansicht
Wählen Sie zwischen zwischen Alkis- und Luftbildansicht. Ebenfalls können Sie die Kartenbeschriftung ein- und ausblenden.
Zoomen
Zoomen Sie stufenweise mit einem Mausklick auf die Lupen oder bewegen Sie den Mauszeiger auf den Planausschnitt und verwenden Sie das Scrollrad ihrer Maus.
Zoom per Mausrad
Über diesen Button können Sie einstellen, ob Sie das Zoomen in der Karte per Scrollrad Ihrer Maus erlauben möchten oder nicht.
Vollbildmodus
Betätigen Sie diesen Button um die Karte im Vollbildmodus zu betrachten. Über den selben Button oder durch klicken der "Esc"-Taste können Sie den Vollbildmodus wieder verlassen.
Ausgangsobjekt anzeigen
Über diesen Button erreichen Sie, dass in der Karte das Ausgangsobjekt angezeigt wird. Bei dem Ausgangsobjekt handelt es sich um die Objekte, die zu dem entsprechende Straßeneintrag gehören.
Abstand messen
Mit Hilfe dieses Tools können Sie die Distanz zwischen zwei oder mehreren Punkten berechnen. Hierbei wird eine Linie gezeichnet, bei der die entsprechende Gesamtlänge angezeigt wird. Weitere Anweisungen zur Benutzung werden nach betätigen des Button angezeigt.
Fläche berechnen
Dieses Tool ermöglicht es Ihnen eine Fläche zu zeichnen und den Flächeninhalt in m² zu berechnen. Um ein Fläche zu erzeugen, müssen mindestens 3 Punkte gesetzt werden. Die Fläche wird durch den Klick auf den Ausgangspunkt (1. Punkt) geschlossen und der Flächeninhalt anschließend berechnet.