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Rheingau-Taunus-Kreis
Idstein
  • König-Adolf-Platz 7
Killingerhaus
Flur: 10
Flurstück: 353

Erbaut 1615 durch den Amtsschreiber Johann Conrad Killing. Die lange verbreitete Legende von der Translozierung des Hauses aus Straßburg nach Idstein konnte nach neuen Forschungen nicht aufrechterhalten werden. Nach Wiederherstellung 1984 Heimatmuseum und Fremdenverkehrsamt. Im Inneren durchgreifend modern verändert.

Zentral am Platz gelegenes dreigeschossiges Bürgerhaus mit prächtiger Giebelfront. Die Fassade wird beherrscht von einem über beide Fachwerk-Obergeschosse reichenden, auf einem Strebenbündel über dem massiven Erdgeschoss auskragenden oktogonalen Erker mit Schweifgiebel, der die Form des Hauptgiebels wiederholt. Fränkische Erker umrahmen die Fenster der Obergeschosse und sind wie die Eckpfosten von reicher Schnitzerei geziert, die zahlreiche renaissancetypische Schmuckmotive wie Säulen, Ranken, Kandelaber und Maskenkonsolen vereint. Letztere tauchen in ähnlicher Physiognomie auch an anderen Bauten (Töpferhaus, Obergasse 18) auf. Auch die Fachwerkhölzer zeigen, besonders in den Brüstungsfeldern des zweiten Obergeschosses und Giebels, ornamentale Formen; der Eindruck wird jedoch in erster Linie bestimmt durch vollflächig als Reliefs behandelte Bauteile - Brüstungen des ersten Obergeschosses und Giebelfelder (vgl. Salzhaus, Frankfurt, Ende 16. Jh.; weitere Beispiele in Niedersachsen). Die Giebelabschlüsse variieren das Thema doppelter Fischleiber mit Menschenköpfen. Im ersten Obergeschoss Wappen und symbolische Darstellungen: Greif, Strauß mit Hufeisen, Phönix, Doppeladler. Dieses Bildprogramm tritt ähnlich am alten Amtshof in Camberg auf, während für die Gesamterscheinung u. a. das sog. Tiefenbachhaus (1592, Bauherr war ebenfalls ein höherer Beamter) in Camberg, Marktplatz 4, als Vorläuferbau angesehen werden kann.

Inschrift: "Deo avspice io.conradvs killingivs Anna Margareta Loberin conivges has aedes exstruxervnt 1615".


Kulturdenkmal aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen.

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Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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