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Frankfurt
Gallusviertel
  • Rebstöcker Straße 70
Kath. Maria-Hilf-Kirche
Flur: 225
Flurstück: 20/3
Baubeschreibung

An der Einmündung der Rebstöcker Straße in die Frankenallee fügt sich Maria Hilf in die Traufhöhe der umgebenden bis zu viergeschossigen Wohnbebauung. Das flache Satteldach der Kirche vermittelt zwischen sattelbedachten Wohnhäusern und einer flachgedeckten Zeilenbebauung. Dem Hauptschiff des Kirchenbaus gliedert sich nach Süden ein niedrigeres Seitenschiff mit Pultdach an. Nur der Obergaden, das Altarfenster und die Eingänge durchbrechen die verputzen Wände. Nach Westen bildet die Giebelwand mit dem Haupteingang zur Rebstöcker Straße einen Vorplatz aus. Leicht über die Breite des Seitenschiffs hinausreichend, lässt die Westwand nach Süden zwei Öffnungen für Glocken frei. Nach Osten zielt der Kirchenraum zum erhöhten Altarraum. Nochmals um eine Stufe erhoben, wird der Altarblock durch einen Baldachin mit Bronzekruzifix ausgezeichnet. Das Altarfenster schmücken gold-graupastellfarbene Bleiglasformen – ein Motiv, das sich in der goldgrundigabstrakten Altarwandmalerei fortsetzt. Zu Füßen des Altarraums ist nach Süden die Taufe verortet. Daran angrenzend findet sich im Seitenschiff die Sakramentskapelle mit einem Bleiglasfenster und Beichtstühlen. Im Hauptschiff umfassen die Bänke hufeisenförmig einen vorgezogenen Holzaltar.

Geschichte

Als das Gallus mit der Industrialisierung nach 1900 sprunghaft anwuchs, zogen vermehrt auch katholische Arbeiter in das Viertel. Mit dem Bau des modernen Teils der Hellerhofsiedlung errichtete Martin Weber 1933 in der Rebstöcker Straße eine schlichte Notkirche. Nachdem diese im Krieg zerstört worden war, entstand an ihrer Stelle 1947 eine zweite Notkirche. Schließlich beauftragte man Alois Giefer und Hermann Mäckler mit dem Neubau der heutigen Maria Hilf-Kirche am selben Standort. Wie bereits Weber wählten auch Giefer und Mäckler für das Arbeiterviertel eine programmatisch bescheidene Bauform. In Zusammenarbeit mit Pfarrer Franz Wagenhäuser, der eng mit der Liturgischen Bewegung verbunden war, entstand eine innovative Raumordnung: Im Seitenschiff fanden sich aufgereiht die Taufe unter einer Lichtkuppel, die Beichtkapelle sowie zur Stirnwand die Sakramentskapelle. Demgegenüber wurde der Hauptaltar u. a. durch das Kruzifix des Bildhauers Hans Mettel ausgezeichnet. Das ein Mariengebet thematisierende Altarfenster gestaltete Hans Leistikow ebenso wie die aus Dreiecken gefügte Altarwandmalerei. Ende der 1970er Jahren wurde der Raum neu geordnet, die Taufe nah zum Altarbereich geholt, die Kanzel abgebaut und später ein Holzaltar ins Schiff vorgezogen. Darüber hinaus kam 1980 das Fenster der Sakramentskapelle von Johannes Schreiter hinzu.

Bewertung

  In der Nachfolge von Martin Weber verorteten Giefer und Mäckler die Maria Hilf-Kirche städtebaulich wie stadtteilgeschichtlich gekonnt am Übergang von Wohnbauten der Jahrhundertwende zur Siedlung der Zwischenkriegsmoderne. Im Arbeiterviertel wurde konsequent ein klarer schlichter Raum angestrebt, der in seiner liturgischen Ordnung schon zur Bauzeit bundesweite Beachtung fand. Über Weber hinausweisend, bezogen Giefer und Mäckler die hochqualitätvollen Kunstwerke von Leistikow und Mettel eng in ihre Baukunst ein. Damit bildete Maria Hilf den ersten Kirchenneubau von Alois Giefer und Hermann Mäckler, bevor freiere Formfindungen wie Allerheiligen (1953) folgen sollten. (s, g, k)

Kulturdenkmal aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen.

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Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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