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Frankfurt
Harheim
  • Am Wetterhahn 1
Friedenskirche
Flur: 1
Flurstück: 988/1

Die Traufhöhe der Friedenskirche fügt sich in die umgebende vorwiegenzweigeschossige Wohnbebauung nahtlos ein. Im Straßenzug nach Nordosten zurückgesetzt, sticht der zweigeschossige Kirchen-Kubus zugleich deutlich hervor: Statt Putz und Satteldach prägen ihn Flachdach, Betonraster und Backsteingefache. Ein niedrigerer zweigeschossiger Verbindungsbau leitet zum Glockenturm über. An der Straßenecke „Am Eschbachtal“ und „Am Wetterhahn“ nach Südwesten vorgerückt, überragt der Turm die Siedlung.

Eine Außentreppe führt zum Hauptportal im Turm. Im Verbindungsbau erschließt dann ein Treppenhaus die übrige Kirche: die Gemeinderäume im Erd- und Untergeschoss, die Sakristei und den Gottesdienstraum im Obergeschoss. Auch innen bedient sich der materialsichtige Kirchsaal der Quadratform – von der kassettierten Betondecke bis zu den Farbflächen des umlaufenden Fensterbands. Diese Ordnung wird nach Südosten im Altarraum durchbrochen: Die Hauptstücke sind wie der Fußboden in Schiefer gehalten. Doch ruhen sie auf versilberten Stäben in einer Kiesschüttung, zudem teilt der Kamin nach Süden eine Orgelnische ab.

Geschichte

 Im katholischen Harheim wurden dieProtestanten liturgisch zunächst vonNiedererlenbach versorgt. Als am südlichen Rand Harheims eine Nachkriegssiedlung entstand, konnte dieGemeinde hier 1958 ein Grundstückerwerben. Im Jahr ihrer Selbständigkeit,1962, beschloss sie, eine eigeneKirche zu errichten. Obwohl Harheimerst 1972 nach Frankfurt eingemeindetwurde, wählte man einenin der nahen Großstadt bewährten Architekten. Der Schwarz-MitarbeiterKarl Wimmenauer hatte sichhier durch die Epiphaniaskirche(1956) und Mitarbeit an St. Michael(1954/62) bekannt gemacht. Auf dem begrenzten Harheimer Baugrund gestaltete er den Typus der, von Bartningund Langmaack um 1950 propagierten,multifunktionalen Dia sporakirchegezielt modern.Die fast gotisch anmutende Betonkonstruktionder St. Michael- undEpiphaniaskirche überführte Wimmenauernun ins Kubische. Auchrückte der nur um eine Stufe erhöhteAltarraum näher an die Gemeinde.Auf quadratischem Grundriss flexibelbestuhlt, erhielt der Saal dennochdurch besonders gestaltete Hauptstücke– deren Taufschale und –deckel1972 Erwin Heerich entwarf – eineRichtung. Auch die abstrakten Bleigläservon Ursula Graeff-Hirsch steigertensich über dem Altar zum intensivenRot. Bis auf Beton- undFenstersanierungen, das Vordach, dieGlockenstuhlverkleidung sowie dasspätere Holzkreuz und -pult hat sichdie Friedenskirche bis heute fast unveränderterhalten.

Bewertung

Die weitgehend original überlieferte Friedenskirche bezeugt geschichtlich die Nachkriegserweiterung Harheims.Im heutigen Stadtgebiet blieb sie die einzige modern interpretierte evangelische Diasporakirche. Hierfür entwickelte Wimmenauer sein Altarraumkonzept weiter: gemeindenah und liturgisch gerichtet zugleich. Für die Niederweimarer Adventskirche (1974) sollte Wimmenauer schließlich bewegliche Hauptstücke wählen. Künstlerisch auf der Höhe ihrer Zeit, erweist sich die Friedenskirche als im besten Wortsinn bescheiden, materialgerecht und detailsicher. (g, k)


Kulturdenkmal aus geschichtlichen und künstlerischen Gründen.

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