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Lahn-Dill-Kreis
Wetzlar
  • Ernst-Leitz-Straße 17
  • Ernst-Leitz-Straße 19
  • Ernst-Leitz-Straße 21
  • Ernst-Leitz-Straße 23
  • Ernst-Leitz-Straße 25
  • Ernst-Leitz-Straße 27
  • Ernst-Leitz-Straße 29
  • Ernst-Leitz-Straße 31
  • Ernst-Leitz-Straße 33
  • Ernst-Leitz-Straße 35
  • Ernst-Leitz-Straße 37
Firmengebäude der Firma Leica
Flur: 17
Flurstück: 135/1, 136/3, 138/1, 139/1, 139/2, 139/3, 140/1, 140/2, 141/1, 143/1, 149/1, 149/2, 149/3, 149/4, 150/9, 156/2, 347/156, 437/149, 438/149, 441/150

Die Werksgebäude der Firma Leica an der Ernst-Leitz-Straße sind in den Jahren 1907 bis 1950 entstanden. Zusammen mit dem auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindlichen Verwaltungsgebäude von 1957 bilden sie eine besondere städtebauliche Dominante, die dem Hang des Kalsmunt vorgelagert ist und eine städtebaulich reizvolle Staffelung vom Verwaltungsgebäude über die Hochhäuser bis zur Ruine der Burg Kalsmunt bildet. Schon in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts war Ernst Leitz mit seinen Produktionsstätten an den Hang des Kalsmunt gezogen. In den ersten Jahren reichten jedoch die Wohn- und Werkstatthäuser am Laufdorfer Weg noch aus. Erst nach der Jahrhundertwende expandierte die Fertigung optischer Geräte so stark, dass hier die ersten Hochhäuser der Stadt Wetzlar entstanden. Der älteste Gebäudeteil dieser Hochhausreihe ist heute durch einen Neubau an der Schützenstraße verdeckt. Die ersten Planungen des Architekten Jean Schmidt im Jahre 1907 sahen hier noch einen von historisierenden Formen geprägten Ziegelbau auf einem Bruchsteinsockel vor, der von einem steilen, schiefergedeckten Mansarddach bedeckt war. Noch im gleichen Jahr entschied man sich aber für die neuartige Betonskelettbauweise und eine schlichtere Fassadengestaltung. Das viergeschossige Gebäude ist durch sechs Fensterachsen, in denen jeweils drei Fenster zu einer Gruppe zusammengefasst sind, gegliedert. Schmale Wandvorlagen und leicht eingetiefte Brüstungen fassen die unteren drei Geschosse in einer Art kolossaler Ordnung zusammen. Das vierte Geschoss ist durch ein weit vorkragendes Gesims optisch vom unteren Gebäudeteil getrennt. Die vier Fensterachsen des Zentralbaus setzen sich bis in das Mansardgeschoss fort. Zu beiden Seiten wird der zentrale Bau von Risaliten flankiert, die mit Walmdächern versehen wurden. Das Mansardgeschoss wurde im Zuge der sich stetig erweiternden Produktion 1917 zum Lager ausgebaut. Nur wenige Jahre später beantragte Leitz wiederum die Errichtung eines Hochhauses (2). Nach einer Planung von Jean Schmidt sollte der Bauunternehmer Robert Schneider im Jahre 1911 ein viergeschossiges Gebäude errichten. Das unterkellerte Gebäude sollte in Eisenbetonkonstruktion mit Treppenhäuser in Ziegelmauerwerk ausgeführt werden. Das Dach sollte mit Schiefer gedeckt werden. Auch hier wurde die ursprüngliche Planung, die eine horizontale Gliederung des Gebäudes durch Gesimsbänder vorsah, zugunsten einer schlichteren Fassadengestaltung aufgegeben. Bei dem zehn Fensterachsen umfassenden Gebäude werden ähnlich dem älteren Hochhaus die unteren Geschosse durch Lisenen in kolossaler Ordnung zusammengefasst. Das vierte Geschoss wird durch einen Fußwalm von den unteren Geschossen getrennt und erhält so den Charakter eines Mansards. Das von zwei Risaliten flankierte Gebäude wird von einem verschieferten Walmdach bedeckt. Die beiden Hochhäuser in ähnlicher Kubatur und Größe waren ursprünglich mit langen Hintergebäuden versehen und ließen durch ihren Zwischenraum von der Ernst-Leitz-Straße den Einblick in einen großen Hof frei. Der Raum zwischen den beiden Hochhäusern sollte schon zu Beginn der 30er Jahre durch ein weiteres Gebäude geschlossen werden (7). Wiederum war es Jean Schmidt, der die Pläne für ein zunächst siebengeschossiges Hochhaus erarbeitete. Noch vorhandene Fassaden-zeichnungen zeigen im Erdgeschoss Kolonaden mit gestuften Spitzbögen und als oberen Abschluss ein zwischen überhöhten Lisenen zurückgesetztes Fensterband, dessen oberen Abschluss ein Penthouse bilden sollte. Die Gesamtplanung zeigt eine Mischung aus sehr grafischen Elementen und Resten geschwungener Jugendstilformen, die an Joseph Maria Olbrichs Bauten auf der Darmstädter Mathildenhöhe erinnern. 1936 reichte der Architekt eine völlig überarbeitete Planung ein. Geplant war nunmehr ein achtgeschossiges Hochhaus für die Produktion der Leica. Das Gebäude sollte aus einer Beton- und Eisenbetonkonstruktion nach dem Vorbild der Produktionshallen von Opel in Rüsselsheim, Zeiss in Jena und dem Wernerwerk in Berlin errichtet werden. Alle Geschosse waren über zwei Treppenhäuser erschlossen. Die Ausführung des in Größe und Konstruktion in Wetzlar neuartigen Gebäudes wurde der Firma Dyckerhoff&Widmann übertragen. Stadt und Bezirksregierung genehmigten letztendlich einen achtgeschossigen, von einem Treppenturm erschlossenen Bau mit offener Loggia als neuntem Geschoss, das später geschlossen wurde. Aufgrund der stadtbildprägenden Größe des Gebäudes hatte man von Seiten der Bezirksregierung die Planung zunächst wegen einer unbefriedigend schlichten Außengestaltung abgelehnt. Das Gebäude wurde seit 1938 zwischen den beiden älteren Hochhäusern errichtet. Im Jahre 1950 wurde westlich an das Hochhaus von 1911 anschließend noch einmal ein neun- teilweise zehngeschossiges Hochhaus in ähnlichen Bauformen angebaut. Es schließt die Reihung mit einem sechsachsigen, zurückspringenden und einem weiteren achtachsigen, in der ursprünglichen Flucht liegenden Gebäudeteil ab. (siehe auch Kalsmuntstraße) (8)


Kulturdenkmal aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen.

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Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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