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Bergstraße
Heppenheim
  • Darmstädter Straße 19
Ev. Heilig-Geist-Kirche
Flur: 1
Flurstück: 261/13

Die erste evangelische Kirche Heppenheims wurde 1886-88 nördlich der Kernstadt an der Darmstädter Straße errichtet. Ihr Schöpfer war der aus einer Pfarrersfamilie stammende Paul Lucius, damals Großherzoglicher Baumeister zu Bensheim, später Baurat zu Mainz. Lucius errichtete eine für die Bergstraße ungewöhnliche neugotische Kirche in rotem Backstein (nur Sockel und schmückende Bauglieder in rotem Sandstein), mit längsrechteckigem Kirchenschiff, eingezogenem 5/8-Chor und einem quadratischen Westturm, der das Hauptportal enthält. Der Turm wird von kleinen, polygonalen Treppentürmchen gerahmt, über dem spitzbogigen Tympanonportal mit Maßwerkornamentik öffnet sich ein zweibahniges Spitzbogenfenster. Über einer Blendbalustrade als Abschluss ein oktogonales Glockengeschoss mit hohem Spitzhelm. Die Bekrönung des Turmes bilden Knauf, Kreuz und Wetterhahn.

Das mit einem Satteldach überspannte Kirchenschiff ist außen durch Lisenen und Strebepfeiler dreiachsig gegliedert, unterhalb der Traufe eine Art Zackenfries. Die hohen Fenster enden spitzbogig und zeigen schlichte Passformen. Neben dem entsprechend gestalteten Chor eine kleine, über eine Treppe zugängliche Sakristei. Am Chor als kunstvolle Steinmetzarbeit ein plastisch herausgearbeiteter Weinranken- und -traubenfries unter der Traufe. Die Bildhauerarbeiten an Chor und Portal gehen auf den Heppenheimer Steinmetzmeister Heinrich Metzendorf II. zurück.

Das Innere ist schlicht gestaltet, die schön gezimmerte Balkendecke auf Konsolen ist durch vier Putzfelder so gegliedert, dass sie die Form eines Kreuzes aufweist. Westempore, Orgelgehäuse, Gestühl und Kanzel sind in Holz ausgeführt und stammen, wie auch der Taufstein, aus der Erbauungszeit. Der durch einen leicht spitzbogig zulaufenden Triumphbogen sich öffnende Chor hat ein Rippengewölbe auf Blattkonsolen. Die hier befindlichen Farbverglasungen von der Heidelberger Firma H. Beiler zeigen den Heiland zwischen Martin Luther und Gustav Adolf. Der Altar wurde vom Erbach- Schönberger Grafenhaus gestiftet. Auf dem Altar ein wertvolles Kreuz aus Messing, das - zusammen mit zwei Leuchtern - 1926 von dem renommierten Schriftkünstler Rudolf Koch aus Offenbach geschaffen wurde. Die Glocken der Kirche wurden in den fünfziger Jahren neu gegossen.

Die von der Straße über eine breite Treppenanlage erreichbare Kirche kann als rein neogotische Backsteinkirche durchaus als architektonische Besonderheit der Region gewertet werden, für die Kirchengeschichte Heppenheims ist sie ein unverzichtbares Zeugnis.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen, künstlerischen, städtebaulichen und wissenschaftlichen Gründen.

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Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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