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Bergstraße
Heppenheim
  • Bensheimer Weg
  • Darmstädter Straße
Maria-Hilf-Kapelle, Werlekreuz
Flur: 1
Flurstück: 188

Schlichte Wegekapelle und -kreuz an der Einmündung des Bensheimer Weges in die alte, nach Norden aus der Stadt führenden Landstraße (heute Darmstädter Straße). Der Standpunkt der Kapelle war einst Wende- und Endpunkt für Prozessionen und jüdische Leichenbegängnisse, er markierte augenfällig den nördlichen Stadteingang. Errichtet wurde die Kapelle 1707 von der Heppenheimer Bürgerschaft in Erfüllung eines Gelübdes, das man bei einer verheerenden Dürre im Vorjahr geleistet hatte.

In gelbem Sandstein aufgeführt, trägt sie ein einseitiges Krüppelwalmdach mit südlichem Giebelkreuz. Zugänglich ist sie über ein rechteckiges Portal mit darüberliegender Nische an der Giebelfront, seitlich befinden sich vergitterte Lichtöffnungen. An der Südostecke setzt ein Reststück einer alten Sandsteinmauer an. Im Innern befindet sich ein Altar, darüber die Inschrift: "Schmerzhafte Mutter Maria, bitte Jesum für uns!". Die holzgeschnitzte, noch in der ersten Hälfte des 18. Jhs. entstandene Marienstatue der Kapelle befindet sich in Privatbesitz. Im 19. Jh. fand eine Renovierung der Kapelle statt.

Das vor die Kapelle gesetzte Kruzifix wurde über einem massigen, altarähnlichen Sandsteinblock errichtet mit einem 145 cm hohen Korpus aus gelbem Sandstein und INRI- Schriftrolle. Aus den Inschriften des Sockels geht hervor, dass es 1738 von Johannes Werle und dessen Ehefrau Anna Margaretha Bitton gestiftet wurde: Vorderseitig: "O Ihr Alle, die ihr des Weges zieht, gebet/Acht und schauet, ob ein Schmerz/ gleich sei meinem Schmerz. Klagelieder Jeremias, Kap.1, Vers. 12. O All'', die ihr vorübergeht, seht wer/für euch thut hangen kläglich am Kreuz/d''rum nun stille steht und thuet nimmer/ prangen. Betrachtet seiner Wunden/Roth, so er für euch empfangen. Das hilft/euch einen guten Tod und ew''ge Ruh erlangen/1738." Auf der rechten Sockelseite: "Renovirt/1863", auf der linken Sockelseite: "Johannes Werlein und/Anna Margaretha gebor/ne Biethonien beide/Eheleute haben die/ses Kreuz aufrich/ten lassen./ 1738." Der Korpus des Kreuzes wurde nach Beschädigung durch eine Kopie ersetzt, das Original befindet sich im Städtischen Museum.

Kreuz und Kapelle sind bedeutende Zeichen volkstümlicher Frömmigkeit, darüber hinaus bilden sie in mehrfacher Hinsicht einen bedeutungsvollen historischen Markierungspunkt.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen, künstlerischen, städtebaulichen und wissenschaftlichen Gründen.

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Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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