Lade Kartenmaterial...
Bergstraße
Bensheim
  • Am Rinnentor 23
Rinnentorturm
Flur: 1
Flurstück: 1355/1

Rest der mittelalterlichen Befestigungsanlage, die im Laufe des 13. und 14. Jhs. entstanden war. Vermutlich sicherte das "Rinnentor" ursprünglich den westlichen Austritt des Lauterbaches aus dem Stadtbereich. Es bestand aus einem mittleren Baukörper mit hohen Korbbogenöffnungen und Schlüsselscharten in der westlichen Wehrgangmauer, nördlich schloss der noch heute bestehende Turm an, südlich ein weiterer Sicherungsbau. Nach dem Abbrechen der südlichen Stadtmauer und der Anlage der Neugasse (heute Am Rinnentor) durch Verlegung des Baches nach Norden in der ersten Hälfte des 18. Jhs. wurde eine breite Bogendurchfahrt in das Bauwerk gebrochen und damit ein westlicher Stadtausgang geschaffen. 1885 wurde dieses Stadttor auf Betreiben einiger Bürger aus verkehrstechnischen Gründen und wegen angeblicher Baufälligkeit bis auf den Turm abgebrochen, womit die Stadt eines ihrer Wahrzeichen aufgab, ein Verlust, der sehr früh bemerkt wurde und bis heute schmerzhaft im Bewusstsein der Kommune haften blieb.

Der erhaltene, in gelbem Sandstein errichtete Turm bis ungefähr in halber Höhe quadratisch, dann mittels eines Rundbogenfrieses auf Konsolen in oktogonaler Form weitergeführt. Als Abschluss Spitzhelm mit Ziegeldeckung und Knauf. Südlich ein Reststück des Mittelbaues noch vorhanden, an der Nordseite Abbruchstelle der ehemaligen Stadtmauer. Westlich im Erdgeschoss Rundbogennische, östlich Freitreppe zu einem spitzbogig geschlossenem Portal. Im Obergeschoss kleine Rechtecköffnungen, außerdem teilweise vermauerte Rundbogenöffnungen vom Wehrgang. Nach Südwesten eine zehn Zentimeter breite Nutung.

Der Rinnentorturm ist als Rest der verlorenen mittelalterlichen Verteidigungsanlagen Bensheims von besonderem Wert. Seine Erhaltung liegt vor allem im historischen und wissenschaftlichen Interesse.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen, städtebaulichen und wissenschaftlichen Gründen.

DenkXweb ist Teil des Denkmalverzeichnisses
im Sinne der §§ 10 und 11 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes.

Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

Planelemente auswählen
Zeigen Sie mit der Hand auf Markierungen im Plan, erhalten Sie ein Vorschaubild und per Mausklick die Objektbeschreibung.
Kartenansicht
Wählen Sie zwischen zwischen Alkis- und Luftbildansicht. Ebenfalls können Sie die Kartenbeschriftung ein- und ausblenden.
Zoomen
Zoomen Sie stufenweise mit einem Mausklick auf die Lupen oder bewegen Sie den Mauszeiger auf den Planausschnitt und verwenden Sie das Scrollrad ihrer Maus.
Zoom per Mausrad
Über diesen Button können Sie einstellen, ob Sie das Zoomen in der Karte per Scrollrad Ihrer Maus erlauben möchten oder nicht.
Vollbildmodus
Betätigen Sie diesen Button um die Karte im Vollbildmodus zu betrachten. Über den selben Button oder durch klicken der "Esc"-Taste können Sie den Vollbildmodus wieder verlassen.
Ausgangsobjekt anzeigen
Über diesen Button erreichen Sie, dass in der Karte das Ausgangsobjekt angezeigt wird. Bei dem Ausgangsobjekt handelt es sich um die Objekte, die zu dem entsprechende Straßeneintrag gehören.
Abstand messen
Mit Hilfe dieses Tools können Sie die Distanz zwischen zwei oder mehreren Punkten berechnen. Hierbei wird eine Linie gezeichnet, bei der die entsprechende Gesamtlänge angezeigt wird. Weitere Anweisungen zur Benutzung werden nach betätigen des Button angezeigt.
Fläche berechnen
Dieses Tool ermöglicht es Ihnen eine Fläche zu zeichnen und den Flächeninhalt in m² zu berechnen. Um ein Fläche zu erzeugen, müssen mindestens 3 Punkte gesetzt werden. Die Fläche wird durch den Klick auf den Ausgangspunkt (1. Punkt) geschlossen und der Flächeninhalt anschließend berechnet.