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Bad Vilbel
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Gesamtanlage Bad Vilbel

Gesamtanlage Bad Vilbel

Bad Vilbel verfügt mit den Straßenzügen Frankfurter Straße, Lohstraße, Hanauer und Friedberger Straße, der Wasserburg auf der rechten Niddaseite und der Mühle sowie dem Kirchberg auf der linken über eine mittelalterliche Siedlungsanlage. Neben älteren Bauten wie Wasserburg, Rathaus und evangelischer Pfarrkirche, die als Blickpunkte das Stadtbild beherrschen, prägen in den historischen Straßenabschnitten Bauten des 18. und 19. Jahrhunderts die Erscheinung. Fortgesetzte bauliche Veränderungen während der vergangenen dreißig Jahre haben dazu geführt, daß der historische Ortskern Vilbels in seiner Gesamtheit nicht mehr als unter Denkmalschutz zu stehendes Bauensemble anzusprechen ist. Vielmehr sind es mehrere kleine Teilbereiche, die jeweils die Begriffsbestimmung einer denkmalgeschützten Gesamtanlage erfüllen und zusammen mit den einzelnen Kulturdenkmalen die geschichtlichen Aspekte der Siedlungsentwicklung repräsentieren.

Marktplatz

Der Vilbeler Marktplatz hat sich aus der Situation des Brückenkopfes vor der Nidda-Überquerung entwikelt. Unter der Gesamtanlage ist die unmittelbare Umgebung des Rathauses, das an dieser Stelle seit Ende des 15. Jahrhunderts überliefert wird, sowie der Anfang der Frankfurter Straße mit der vorderen Bebauung zusammengefaßt. Der von der Frankfurter Straße gerahmte Blick auf das Rathaus und ebenso der in umgekehrter Richtung etwa von der Rathaustreppe gibt besonders eindrücklich das bäuerlich-handwerkliche Vilbel des 18. Jahrhunderts wieder. Am Rathaus selbst ist neben dem älteren Fachwerkobergeschoß im massiven Erdgeschoß ein biedermeierlicher Zug unverkennbar, ebenso an dem damals neuen Schulgebäude von 1828, das auch Teil der Gesamtanlage ist (Frankfurter Str. 12). Von den Parzellen der Frankfurter Straße wurden nur die zur Straße gelegenen Hauptgebäude in die denkmalgeschützte Zone einbezogen. Die zugehörigen Hofanlagen wurden seit Beginn unseres Jahrhunderts von Mineralbrunnenbetrieben, die sich hier ansiedelten, verändert, ohne dabei selbst einen denkmalwerten Bautypus zu schaffen.(g)

Wasserburg

Die Vilbeler Wasserburg wird ausführlich auch als Kulturdenkmal gewürdigt. Unter dem Aspekt der Gesamtanlage ist der den Burghof umgebende Wassergraben mit vorgelagertem Wall zu berücksichtigen. Durch die Einbeziehung des Walls in die parkartige Gestaltung der Wasserburg-Umgebung ist seine Wahrnehmbarkeit eingeschränkt.(g)

Mühle

Wie im Falle des Gesamtanlagenbereichs Wasserburg sind auch die Baulichkeiten der Vilbeler Mühle als Kulturdenkmal bewertet. Die Gesamtanlage betrifft hier neben Hofzonen zwischen den Gebäuden vornehmlich das umgebende Wiesengelände. Der inzwischen verfüllte Mühlgraben trennte eine kleine, zur Nidda gelegene Insel ab. Trotz der Veränderung der ursprünglichen Situation ist durch das heutige Erscheinungsbild die landschaftliche Einbindung der Mühle, die zugleich einen wichtigen Aspekt ihrer technischen Funktionsweise enthält, noch zu erkennen.(g)

Kirchhof der evangelischen Auferstehungskirche

Der erhöht über dem Niddatal gelegene Kirchhof der evangelischen Auferstehungskirche, früher nach St. Alban benannt, soll ursprünglich wehrhafte Funktion gehabt haben. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts begann seine sukzessive Erweiterung als Friedhof. Von der ersten Phase sind noch Teile der neugezogenen massiven Einfriedung erhalten, die als Abgrenzung einer kleinen Gesamtanlage um die Kirche diente. Sie enthält einige eingemauerte barocke Grabmäler. Den Zugang zum Kirchhof von der Lohstraße aus prägt neben der ehemaligen evangelischen Schule eine Linde, die 1883 zum Gedenken an die Einführung der Reformation in der Grafschaft Hanau 1523 gepflanzt wurde. Am Nordhang des christlichen Kirchhofs wurde 1845 ein jüdischer Friedhof angelegt (vgl. Kulturdenkmäler Bad Vilbel, Gronauer Weg o. Nr.).(g)

Kurpark

1931 wurde aus Beständen der Siesmayer''schen Baumschule am Nordufer der Nidda ein Kurpark angelegt. Er erstreckte sich ursprünglich vermutlich von der Vilbeler Eisenbahnbrücke bis zur Brücke bei der Wasserburg und erhielt über diese Länge am Flußufer eine inzwischen wieder beseitigte Pappel-Reihe als begleitenden Saum. Motiv für den Park war, die Umgebung des in seinem Westen gelegenen Kurhauses zu verschönern. Ebenfalls 1931 erfuhr das ehemalige Volkshaus als Kurhaus eine neue Zweckbestimmung. Flächen in seiner Umgebung, die zum Anbau eines Hallenbades, für Spiel- und Parkierungsflächen genutzt wurden, sind nicht Teil der denkmalgeschützten Gesamtanlage. Auch das Gebiet hinter einer im Osten des kleines Parks gelegenen Gedenkstätte für die Kriegstoten Bad Vilbels, wieder Spiel- und Parkierungsflächen in gegenwärtiger Gestaltung, wurde nicht einbezogen. Es verbleibt als denkmalwerter Kernbereich des Parks ein landschaftlich verstandener Wiesenraum zwischen Kurhaus und angesprochener Gedenkstätte. Er ist sehr vielfältig gefaßt und gewinnt durch einen von Weiden umstandenen Teich vor dem Kurhaus zusätzliche Tiefe. Er entfaltet hauptsächlich eine Binnenwirkung, prägt längs der Nidda aber auch einen größeren Stadtraum. Der Wunsch der Stadtverwaltung von 1931, dem Kurbetrieb innerhalb des gesamten Stadtraumes stärkeres Gewicht zu verleihen, wird hier auf besondere Weise anschaulich.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen und künstlerischen Gründen.

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Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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