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Wetterau
Bad Vilbel
  • Kurhauspark
Kurhaus, ehem. Volkshaus
Flur: 2
Flurstück: 144/6

Das Vilbeler Kurhaus wurde in den Jahren 1927/28 als Volkshaus errichtet. Der Bau wurde initiiert und durchgeführt von einer Gruppe Vilbeler Bürger, die dem örtlichen Arbeiterverein nahestanden. Zu den langwierigen Vorbereitungen gehörte die 1923 erfolgte Gründung einer GmbH als rechtsverbindlicher Bauträger und Betreiber. Trotz deren Nähe zur organisierten Arbeiterschaft war es das Ziel, eine allen Bevölkerungsschichten offenstehende Begegnungsstätte zu schaffen. Ganz in diesem Sinne fiel die Zustimmung des Gemeinderats zum Volkshaus-Baugesuch am 21.4.1927 einstimmig aus. Architekten des Bauvorhabens waren Beppler und Müller aus Frankfurt, die siegreich aus einem Wettbewerb hervorgingen. Nach ihrem Entwurf wurde das Volkshaus auf der rechten Niddaseite am Anfang der nach dem Vilbeler Fluß benannten Straße ausgeführt. Im Erdgeschoß befanden sich kleine Säle sowie ein Restaurant, im Obergeschoß der große Fest- und Turnsaal. Der Grundriß ist längsrechtekig, das über ihm aufgeschlagene Walmdach auf der Westseite etwas eingezogen, so daß der Eindruck einer dreiflügeligen Anlage entsteht. Er wird im Aufriß der nach Osten gelegenen Hauptseite fortgeführt durch den Kontrast von geschlossenen Seitentrakten mit dem mittleren Saalabschnitt, der von vertikalen Fensterbändern intensiv belichtet wird. Die Bauweise ist insgesamt als konservativ-konventionell zu beurteilen, ein Sachverhalt, der vermutlich auch in einem hohen Selbsthilfe-Anteil beim Bau des Volkshauses seinen Grund hatte.

Trotz der umfangreichen Eigenleistung der Bauherren war deren Verschuldung hoch, um die verbleibende Bausumme aufzubringen. Die allgemeine Wirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre bewirkte, daß der Umsatz des Volkshauses nicht den erforderlichen Umfang hatte, seinen Unterhalt zu finanzieren. Nach dem Konkurs der betreibenden GmbH übernahm die Stadt Vilbel das Volkshaus als öffentliche Einrichtung. Zur Verbesserung der Einnahmesituation wurde auch die Verabreichung von Heilbädern vorgesehen. Zunächst war dafür die entsprechende Umgestaltung der Kellerräume des Volkshauses geplant, dann wurde sogar ein eigener Anbau dieser Zweckbestimmung errichtet. Die Anlage eines kleinen Parks 1931 anstelle der früheren Bleichwiesen sollte die Umgebung des Volkshauses verschönern. Es wurde schließlich im Mai 1933, nach der nationalsozialistischen Machtübernahme, als Realisierung eines schon älteren Vorschlags in „Kurhaus" umbenannt. Es erhielt in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg die Funktion eines Bürgerhauses mit angegliedertem Badebetrieb, der eine Fülle von Umbauten nach sich zog. Im Äußeren blieb dabei die Grundanlage des alten „Volkshauses" mit der nach Osten gerichteten Schauseite und dem sich davor längs der Nidda ausdehnenden kleinen Park unverändert erhalten.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen.

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Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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