Lade Kartenmaterial...
Gießen
Biebertal
Rodheim-Bieber
  • Gesamtanlage Hof Haina
Gesamtanlage

Gesamtanlage Hof Haina

Hof Haina 1-3, 2-10

Hof Haina, eines der ältesten Hofgüter im mittelhessischen Raum, liegt im äußersten Westen der Gemarkung Rodheim-Bieber. Fünf Gehöfte bilden heute eine von drei Zufahrtswegen erschlossene Weilersiedlung. Vier dieser Höfe sind anstelle der älteren Siedlung Goßlingshausen, die ab 1410 zumindest in Teilen zur Wüstung geworden war, seit Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden. Der fünfte Hof wurde erst 1908/09 erbaut.

Der ältere Name Goßlingshausen oder Goßelshausen steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit einer seit 1228 nachweisbaren, aus dem Biebertal stammenden, begüterten Schöffenfamilie "de Gosselshusen", die in Wetzlar am Eisenmarkt ansässig war und Eisenverhüttung und Eisenhandel betrieb. Schlackenfunde auf dem Gebiet des Hofes Haina, die eine Eisenverhüttung vor Ort seit dem Mittelalter belegen, stützen diese These.

Seit 1324 im Besitz der Grafen von Solms, gehörte Goßlingshausen politisch zu Königsberg, kirchlich zu Waldgirmes. Nach dem Verkauf des ehemals Solmser Besitzes Königsberg war Goßelshausen bzw. Haina ab 1410 gemeinsames Ritterlehen von Hessen und Solms. Ab 1628 gehörte es insgesamt dem Hessischen Landgrafen.

Ursprünglich wurde der Hof, auf dem außer der Landwirtschaft schon früh Bergbau (Eisenstein) betrieben wurde, als Landsiedelleihe am Naunheimer Gericht, vorwiegend an Amtmänner von Schloss Königsberg, vergeben. 1721 werden folgende Pächter genannt: Hanß Conrad Schneider, Johann Georg Dudenhöfer, Johann Ludwig Hartmann sen. und Johann Ludwig Hartmann jun. Ab 1727 wird die Landsiedelleihe in eine Erbleihe umgewandelt. Der letzte Lehnsvertrag wurde 1850 ausgestellt. 1854 wurde der Hof Haina Eigentum der vier dort ansässigen Familien, die unter den dörflichen Namen "Brenze", "Hans-Kurts", "Juste" und "Lenze" bekannt sind.

Der heutige Bestand an Gebäuden geht mit Ausnahme des 1908/09 erbauten Lenzschen Aussiedlerhofes auf das 16. bis 19. Jahrhunderts zurück. Acht Gewölbekeller unter den Gebäuden, die wohl noch in das 13. oder 14. Jahrhundert zu datieren sind, dokumentieren jedoch das hohe Alter der Siedlung. Die Gesamtanlage ist aus geschichtlichen Gründen schützenswert.

Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

Planelemente auswählen
Zeigen Sie mit der Hand auf Markierungen im Plan, erhalten Sie ein Vorschaubild und per Mausklick die Objektbeschreibung.
Kartenansicht
Wählen Sie zwischen zwischen Alkis- und Luftbildansicht. Ebenfalls können Sie die Kartenbeschriftung ein- und ausblenden.
Zoomen
Zoomen Sie stufenweise mit einem Mausklick auf die Lupen oder bewegen Sie den Mauszeiger auf den Planausschnitt und verwenden Sie das Scrollrad ihrer Maus.
Zoom per Mausrad
Über diesen Button können Sie einstellen, ob Sie das Zoomen in der Karte per Scrollrad Ihrer Maus erlauben möchten oder nicht.
Vollbildmodus
Betätigen Sie diesen Button um die Karte im Vollbildmodus zu betrachten. Über den selben Button oder durch klicken der "Esc"-Taste können Sie den Vollbildmodus wieder verlassen.
Ausgangsobjekt anzeigen
Über diesen Button erreichen Sie, dass in der Karte das Ausgangsobjekt angezeigt wird. Bei dem Ausgangsobjekt handelt es sich um die Objekte, die zu dem entsprechende Straßeneintrag gehören.
Abstand messen
Mit Hilfe dieses Tools können Sie die Distanz zwischen zwei oder mehreren Punkten berechnen. Hierbei wird eine Linie gezeichnet, bei der die entsprechende Gesamtlänge angezeigt wird. Weitere Anweisungen zur Benutzung werden nach betätigen des Button angezeigt.
Fläche berechnen
Dieses Tool ermöglicht es Ihnen eine Fläche zu zeichnen und den Flächeninhalt in m² zu berechnen. Um ein Fläche zu erzeugen, müssen mindestens 3 Punkte gesetzt werden. Die Fläche wird durch den Klick auf den Ausgangspunkt (1. Punkt) geschlossen und der Flächeninhalt anschließend berechnet.