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Gießen
Hungen
Nonnenroth
  • Kirchberg 11
Ev. Kirche
Flur: 1
Flurstück: 88

Bei der hoch am westlichen Dorfrand inmitten eines großen Kirchhofs gelegenen Kirche handelt es sich um eine ehemalige Wehrkirche.

Von der ursprünglichen, 1403 erstmals erwähnten, aber auf das 13. Jahrhundert zurückgehenden Kirche, deren genaue Gestalt nicht überliefert ist, hat sich nur der wuchtige, spätromanische Chorturm erhalten. Der auf quadratischem Grundriss errichtete Turm, dessen Eckquader und Fenstergewände aus Lungstein gearbeitet sind, ist ungegliedert. Während die schmalen Rundbogenfenster im Erdgeschoss noch der Erbauungszeit entstammen, gehören die mit kleeblattförmigen Abschlüssen versehenen Schallöffnungen im oberen Teil ins späte 13. Jahrhundert und die Schießscharten in spätgotische Zeit. Der differenziert gestaltete Turmhelm entstand nach einem Brand 1749. Seine vom Quadrat ins Achteck übergehende Haube mit Laterne, Doppelknauf, Kreuz und Hahn und die nach Osten, Richtung Dorf, gewandte polygonale Dachgaube mit spitzem Turmhelm, die die Glocken enthält, sind einmalig in Oberhessen. Das ebenfalls nach Osten gerichtete, architravierte Portal, das im Schlussstein auf 1775 datiert ist, entstand gleichzeitig mit dem Neubau des Schiffes. Dieses hat quadratischen Grundriss, besteht aus Bruchsteinmauerwerk, bei dem auch Teile des Vorgängerbaus als Spolien wiederverwendet wurden, und bildet einen einfachen Saalbau mit Krüppelwalmdach. Wichtige Merkmale sind die langen Fenster, je zwei an der Süd- und Nordseite, und der westliche, ähnlich wie das Turmportal gestaltete Eingang, der 1924 einen hölzernen Vorbau erhielt. Der Innenausbau der Kirche mit dreiseitigen Emporen auf Holzstützen entstammt mit Ausnahme der noch aus dem alten Bau übernommenen Kanzel (17. Jahrhundert) ebenfalls der Erbauungszeit. Spätere Zutaten sind der 1816 aufgestellte Altar aus Oberbieler Marmor und die 1885 von der Firma Förster & Nicolaus in Lich gelieferte Orgel. Zusammen mit dem mauerumfriedeten Kirchhof, dem im Südwesten in die Außenmauer integrierten Kriegerdenkmal und dem spätgotischen überdachten Kirchhofsportal, das in der Achse des Kirchberges liegt, ist die Kirchenanlage aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen Kulturdenkmal.

Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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