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Gießen
Langgöns
Oberkleen
  • Hauptstraße 45
Förstersches Haus
Flur: 2
Flurstück: 248

Giebelständiges Fachwerkwohnhaus in Ecklage an der Einmündung Talstraße mit rückwärtigem Erweiterungsbau und Hüttenberger Tor. Das in rheinisch geprägtem Fachwerk erbaute Wohnhaus, in dem 1791 Pfarrer Friedrich Ludwig Weidig geboren worden sein soll, ist ebenso singulär wie die zugehörige Toranlage. Letztere, Ende des 18. oder Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden, hat eine lyra-artig geschwungene Gefachfüllung über der Pforte. Das Mittelstück der Füllung besteht aus einem quadratischen Vierkantholz mit starken Einkerbungen und einem eingetieften Herzen im oberen Teil. Das rheinische Gepräge des Hauses selbst ist schon an der Traufseite ablesbar. Hier finden sich hohe, geschwungene Streben mit geschweift geführten Kopfstreben, die als Gegenstreben eingesetzt sind. Bemerkenswert ist ebenso die außergewöhnliche Gestaltung der Giebelseite. Unterhalb der kleinen Fenster im Giebeldreieck sind Brettfüllungen angebracht, die von geschweift geführten Andreaskreuzen flankiert werden. Das Obergeschoss wird durch spitz zusammengeführte, gebogene Streben mit fischgrätenartig gestellten Binnenstreben und besonders durch einen dominierenden Fenstererker gekennzeichnet. Die beiden Fenster dieses Erkers werden rechts und links von rautenförmig gegliederten Gefachen gerahmt. Zwischen den Fenstern ist eine Tafel angebracht, die mit einer Bauinschrift (oben) und mit Sprüchen des 19. Jahrhunderts (unten) versehen ist. Der ältere der beiden Texte lautet: „DEN ...TAG IULI ANNO 1702 IST DISER HAVSBAVW/ AVF GERICHT DVRCH MEISTER IOHAN FALENDIN/ SCHMIT INWOHNNER ZV OBERCLEN IN DER MIL/ DER BAVHERR IST GEWESEN IOHAN MELCHER OLEMODZ/ VND DESSEN HAVSFRAV ANNA CHATDARINA/ STEHEN WIR AVF SO HEIST ES FIL KREVTZ IAMER VND VNGLICK IST ALEN/ CHRISTEN GEWISES FRISTICK ESEN WIR ZV MITDAG SO HEIST ES VIL LEITEN/ VND TRIBNIS OHNE ZAHL IST ALEN CHRISTEN MITTAGSMAHL ESEN WIR ZV/ NACHT SO LAVT ES KRETZES LEBEN MIT KREVTZ GEMESSEN IST ALEN CHRISTEN NACHT/ ESSEN", der neuere: „WER GOTT VERTRAUT HAT WOHL GEBAUT/ DES MORGENS DENK/ AN DEINEN GOTT/ DES MITTAGS ISS/ VERGNÜGT DEIN BROD/ DES ABENDS DENK/ AN DEINEN TOD/ DES NACHTS VER-/ SCHLAFE DEINE NOT". Aufgrund seiner außergewöhnlichen künstlerischen Qualität sowie aus geschichtlichen und städtebaulichen Gründen ist das gesamte Anwesen Kulturdenkmal.

Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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