Kirchstraße 17-19, Kirche, Raumeindruck nach Osten
Kirchstraße 17-19, Kirche von Osten
Kirchstraße 17-19, Portal der Friedhofsmauer
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Gießen, Stadt und Landkreis
Lich
Eberstadt
  • Kirchstraße 17
  • Kirchstraße 19
  • Kirchstraße
Kirche und Kirchhof
Flur: 1
Flurstück: 145/1, 145/2, 146/1, 146/2

In Eberstadt, das bis 1360 als Filial zur Pfarrei Trais-Münzenberg gehörte und erst danach selbstständige Pfarrei wurde, existierte, wie urkundlich belegt, bereits damals eine Kapelle, deren Lage unbekannt ist. Gleichzeitig mit der Abtrennung von der Mutterkirche entstand 1361 der mittelalterliche Vorgängerbau der heutigen Kirche. Er lag, wie auch die jetzige Kirche, erhöht im Nordwesten oberhalb des Dorfes. Von dieser Anlage des 14. Jahrhunderts blieb, als man Ende des 17. Jahrhunderts abermals eine neue Kirche baute, nur der Turmschaft erhalten.

Die heutige Kirche, ein rechteckiger, barocker Saalbau mit hohem verschiefertem Satteldach und 3/8-Chorschluss, entstand laut den am Turm- und Schiffportal vorhandenen Inschriften im Jahr 1692.

Wichtige gestalterische Details am Außenbau sind die großen Rundbogenfenster, je ein kreisrundes Fenster an der Nord- und Südwand des Schiffes sowie das mit einem Vordach (1770) ausgestattete, rundbogige Südportal. Bemerkenswert sind weiterhin das spitzbogige Westportal am Turm, das ebenso wie die beiden Turmfenster, das eine rundbogig, das andere korbbogenförmig, zur Zeit des barocken Neubaus überarbeitet wurde. Ebenfalls dieser Bauphase zuzurechnen ist der schlanke, dreigeschossige, verschieferte Turmaufsatz, der in einer barock geschweiften Haube mit Knopf, Kreuz und Hahn endet.

Da die alten, tief kassettierten Emporen 1959 durch schlichtere Emporen ersetzt wurden, ist von der ursprünglichen Innenausstattung nur die barocke Kanzel mit Säulengliederung und aufwändig gestaltetem Schalldeckel erhalten.

Auf dem ummauerten Kirchhof befindet sich ein Ehrenmal zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Auf einem hohen Quader befindet sich die Skulptur eines sitzenden Soldaten, die in eindrücklicher Weise die Entbehrungen des Krieges zum Ausdruck bringt. Das Mahnmal ist von sieben symbolischen Grabsteinen umgeben.

Zusammen mit der im 19. und 20. Jahrhundert erweiterten Friedhofsmauer und den Resten der einst wehrhaften alten Kirchhofmauer, von denen das überdachte, rundbogige Portal besonders hohen Aussagewert hat, ist die weithin sichtbare, das Ortsbild stark prägende Kirchenanlage aus geschichtlichen, städtebaulichen und künstlerischen Gründen Kulturdenkmal.


Als Kulturdenkmal nach § 2 Absatz 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen.

Legende:

Kulturdenkmal nach § 2 Abs. 1 HDSchG
Kulturdenkmal (Gesamtanlage) nach § 2 Abs. 3 HDSchG
Kulturdenkmal (Grünfläche) nach §2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG
Kulturdenkmal (Wasserfläche) nach §2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG
Weitere Symbole für Kulturdenkmäler nach § 2 Abs. 1 HDSchG:
Wege-, Flur- und Friedhofskreuz, Grabstein
Jüdischer Friedhof
Kleindenkmal, Bildstock
Grenzstein
Keller bzw. unterirdisches Objekt
Baum
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