Limburg-Weilburg
Limburg
Kolpingstraße 9
Ehem. Kurtrierer Amtshaus
Flur: 24
Flurstück: 58

Der zweigeschossige, großformatige Massivbau des Frühbarocks mit vollständig erneuertem Mansarddach nimmt zusammen mit einem kleinen rückwärtigen Hofraum die gesamte unregelmäßige Parzelle zwischen Kolpingstraße sowie Kleiner und Großer Domtreppe ein. Es wurde um 1695 von Wilhelm Lothar von Hohenfeld (†1710) auf den Grundstücken zweier bereits 1335 bzw. 1407 erwähnten, dem Stift gehörigen Häusern errichtet.

Ursprünglich bestanden zwei, durch eine Hofeinfahrt getrennte Putzbauten mit symmetrischen Achsstellungen aus gekuppelten, werksteingerahmten Fenstern und Eckakzentuierungen durch Rustikalisenen. Das linke, nur zweiachsige Gebäude diente als Wohnhaus, das fünfachsige rechte Haus war Kurtrierer Amtshaus. In dessen Zentrum bemerkenswertes Portal mit gesprengtem Schweifgiebel und den Wappenschilden des Erbauers und seiner beiden Gemahlinnen Magdalena von Kesselstadt (†1689) und Margarethe von Bicken (†1722). Ab etwa 1740 gehörte das Anwesen der Familie Möhn, deren Erben es 1798 versteigern ließen. 1801 erwarben es die Gebrüder Jacob Anton und Joseph Anton Trombetta für 6.800 Gulden und nutzten es als Lagerhaus. 1871 nahm es der Bürgerverein Constantia zur Pflege des katholischen Vereinslebens in Besitz. Zwischen 1873 und 1894 diente das westliche Gebäude als Sitz der Limburger Vereinsdruckerei (Nassauer Bote). 1886 wurden beide Bauten vom Kolpingverein angekauft und umgestaltet: der Barocksaal des 1. Obergeschosses wurde zur Einrichtung einer Theaterbühne oberhalb der Einfahrt verlängert, 1902/03 diese ganz zugesetzt und als Versammlungsraum genutzt. Im Inneren blieben einige der bauzeitlichen, plastisch profilierten Türstöcke sowie Türblätter erhalten. 1956 Sanierung mit Dacherneuerung und Ausbau des 1. Obergeschosses, Fassadenerneuerung 1978. Das ehemalige Amtshaus gehört zu den wenigen barocken Massivbauten Limburgs und ist als kurtrierer Verwaltungsbau auch von stadtgeschichtlichem Interesse.

Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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