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Bergstraße
Bensheim
  • Kirchbergstraße 18
Ehem. Bischöfliches Konvikt
Flur: 17
Flurstück: 242

Nördlich der Bensheimer Kernstadt, an der Kreuzung von Kirchbergstraße und Wilhelmstraße stehender Komplex. Errichtet 1899/1900 nach Plänen des Mainzer Dombaumeisters Ludwig Becker, der hier im Auftrag des Bischöflichen Ordinariats einen Neubau für das 1888 gegründete Konvikt schuf, das bisher in beengten räumlichen Verhältnissen in dem Wohnhaus Darmstädter Straße 56 untergebracht war. Der repräsentative Bau mit eigener Kapelle konnte wegen der hohen Baukosten erst zehn Jahre später unter Leitung Ludwig Keßlers verputzt und im Inneren "ausgeschmückt" werden. 1939 wurde das Konvikt auf Druck der Nationalsozialisten geschlossen, das Gebäude wurde als Lazarett genutzt. Nach Ende des Krieges diente es zunächst als Unterkunft für "displaced persons", ab 1949 richtete das "Studienwerk für heimatvertriebene Schüler" das Schülerheim St. Bonifatius hier ein. Es bestand bis 1981 und wurde dann aus Kostengründen vom Ordinariat geschlossen. Das Gebäude wurde von der Stadt Bensheim angekauft, die nach Umbauten im Innern 1983 den weitaus größten Teil ihrer Verwaltung unterbringen konnte. Somit dient das Bischöfliche Konvikt heute als Rathaus.

Differenziert gestalteter, viergeschossiger Massivbau mit Walmdach; Erdgeschoss in Granit ausgeführt, die Obergeschosse verputzt, wobei die Kanten eine versetzte Quaderung aufweisen. Der nördliche Teil des langgestreckten Baukörpers durch ein pyramidales Dach mit vierseitigem Turmaufsatz sowie ein polygonales Treppentürmchen mit Spitzhelm betont, der südliche Teil schmaler, mit einem westlichen Terrassenvorbau, der 1982 aufgestockt und mit einem Pultdach geschlossen wurde. Nach Osten und südwestlich ein Risalit mit Satteldach, der ursprünglich in der Südfront gelegene Haupteingang ebenfalls durch einen flachen Risalit mit Treppengiebel betont. Die nach Osten anbindende Kapelle mit dreiseitigem Chor und Satteldach, die Wände durch Strebepfeiler und schlichte, zweibahnige Spitzbogenfenster gegliedert. Am Hauptbau die Fenster im 1. Obergeschoss rundbogig schließend, sonst bis auf wenige Ausnahmen horizontal. Schöne Sandsteingewände. Im Innern weitgehend modernisiert, die alten Treppen mit den schmiedeeisernen Geländern erhalten. In der Kapelle Sitzungssaal.

Zum ehemaligen Konvikt gehörte auch die sich nach Norden erstreckende Parkanlage, die von einem Mäuerchen mit Pfosten und Staketenzaun umgeben war. Diese Bestandteile sind teilweise noch erhalten, auch von den eingeschossigen Nebengebäuden, die das Gartengelände nach Osten begrenzten, ist eine eingeschossige Remise mit Walmdach noch vorhanden.

Der optisch vor allem in die südliche Wilhelmstraße wirkende, späthistoristische Bau des ehemaligen Bischöflichen Konvikts ist für Bensheim von orts- und schulgeschichtlicher Bedeutung, als Werk des renommierten Kirchenbaumeisters Ludwig Becker steht seine Erhaltung auch in architekturgeschichtlichem Interesse.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen, künstlerischen, städtebaulichen und wissenschaftlichen Gründen.

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Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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