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Wetterau
Niddatal
Ilbenstadt
  • Im Kloster 7
Kath Pfarrkirche, ehem. Klosterkirche St. Maria, St. Petrus und St. Paulus
Flur: 1
Flurstück: 127/1

Es ist anzunehmen, daß der Baubeginn der dreischiffigen Basilika mit Querschiff bald nach der Stiftung des Prämonstratenserklosters in Ilbenstadt 1123 durch Gottfried von Kappenberg erfolgte. Eine dendrochronologische Untersuchung der Deckenbalken des Mittelschiffs ergab als deren Fälldatum 1132. Bei ihrer Weihe 1159 war die Kirche wohl weitgehend vollendet. Sie gehört zu den herausragenden Zeugnissen romanischer Baukunst in Hessen.

Eingezogener, querrechteckiger Chorschluß mit Vorjoch. Die Querschiffjoche auf der östlichen Seite jeweils mit einer Apsis. Chor, Querschiff, Mittelschiff mit Seitenschiffen erhielten um 1500 ein gebustes Kreuzrippengewölbe. Die Balken der ursprünglich flachen Decke des Mittelschiffes sind über den Gewölben erhalten.

Die Kirche folgt im Grundriß einem quadratischen Schematismus, das Quadrat der Vierung erstreckt sich 4 1/2 mal ins Langhaus, die Seitenschiffe folgen im gebundenen System. Für die Geometrie des Aufrisses ist ein gleichseitiges Dreieck bestimmend (Triangulatur), als Maßeinheit hat Belz den Fuß des Kaicher Freigerichts ermittelt. Im Westen zwischen den quadratischen Türmen im Erdgeschoß eine Vorhalle, über der sich ursprünglich eine Kapelle befand. Eine Apsis auf der Ostseite bildet sich im Langhaus erkerartig ab.

Die Lage auf einem Höhenrücken südlich des Niddatals hebt die massige, additive Baugestalt weithin hervor, deren dominierendes Motiv die westliche fünfgeschossige Doppelturmfassade ist. Der Ort des Eintritts in das durch die Kirche symbolisierte Reich Gottes wird so markiert. Die äußeren Gliederungsmerkmale des in Quadermauerwerk errichteten Baus sind die klassisch-romanischen: Lisenen, Bogenfriese, der Turm mit gekuppelten Schallarkaden und abschließendem Schachbrettfries.

Die Bauornamentik zeigt in den Kompositkapitellen der Halbsäulen der westlichen Vorhalle, dem Tier- und Rankenwerk der Wandpfeiler der Vorhalle und der Kämpfer von Chornische und Vierung das Fortleben antiker Bauformen, die von lombardischen Steinmetzen tradiert wurden. Die Darstellung eines Kampfes zwischen einem Löwen und einem Centauren zeigt die Vorliebe der Bauherren jener Zeit für eindringliche Bilder der Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse.

Die Arkaden des Langhauses im Inneren in strengeren Formen, aber mit gegliederten Schnittprofilen. Auf der Nordseite bemerkenswert der Wechsel zwischen Pfeiler und Rundsäule, beide jeweils mit vorgelegten Halbsäulen, auf der Südseite nur Pfeiler ebenfalls mit vorgelegten Halbsäulen. Das gestalterische Bemühen um Gliederung der Bauteile ist im Äußeren des Bauwerks eindrucksvoll am Stufenportal des nördlichen Seitenschiffes nachzuvollziehen. In der heute überkommenen Ausstattung der Klosterkirche hat sich hauptsächlich die Blütezeit des 1657 zur Abtei erhobenen Klosters im 18. Jahrhundert niedergeschlagen. Darüber seien aber nicht die Wandmalereien aus der Mitte des 14. Jahrhunderts auf der Südseite des Chores sowie das Stiftergrabmal von Ende des 13. Jahrhunderts vergessen.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen und künstlerischen Gründen.

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