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Schlosspark Eisenbach
Flur: 28, 33, 38
Flurstück: 13/1, 14, 16/1, 17/1, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 28, 34, 35, 36, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56/1, 56/2, 66, 67, 68/1, 71, 72, 75/19, 75/5, 75/6, 75/7, 79, 83, 85, 11/2, 11/3, 11/7, 6/1, 6/2, 6/3, 7, 8/3, 8/4, 22/4

Älteste Hinweise auf die bewusste Gestaltung der Umgebung des Schlosses sind der 1513 angelegte (obere) Teich und Eichenpflanzungen im gleichen Jahr. Westlich der Vorburg trägt eine ummauerte Fläche den Namen Lustgarten.

Auf dem Burgplateau weisen der Durchbruch der östlichen Ecke der äußeren Ringmauer und sein Umfeld (in die Mauer eingesetztes Doppelwappen in reicher Rocaillerahmung, eine Sonnenuhr, ein Wandbrunnen mit wasserspeiendem Fisch, ein vierseitiger, sich nach oben verjüngender Pfeiler mit Bandelwerk und profilierter Deckplatte; im Zwinger klassizistisch dekorierte "Gartenmöbel" aus Stein) auf eine in der Rokokozeit beginnende Nutzung als Lustgarten hin, die sich dem Tal zuwendet und so gleichsam die erste Idee des späteren großen Parks erkennen lässt. 1825 war bereits "der ganze Hügel ... romantisch mit Buschwerk und Obstbäumen bepflanzt".

Georg Carl Riedesel, begeistert von den Parkanlagen Fürst Pücklers in Muskau, lernte wohl dort den angehenden Gartenkünstler Eduard Petzold kennen und wurde sein erster großer Auftraggeber. Petzold schuf so ab 1838 den Park des damals riedeselischen Gutes Neuenhof bei Eisenach und in der Folge weitere große Anlagen in Thüringen.

Wohl um 1840 begann die Planung für den Schlosspark Eisenbach, für die ebenfalls Petzold eingesetzt wurde, und die gegen 1860 ihre Strukturen gefunden hatte. Petzolds Vorstellungen konnten hier hervorragend umgesetzt werden und sind in ihren Grundzügen nachvollziehbar geblieben: die Hervorhebung der landschaftlichen Schönheit und die Integration der Parkanlage in die Umgebung. Besonderes Gewicht wurde auf Sichtachsen gelegt. Parkelemente sind bis heute "einfache große Naturformen": ausgedehnte Wiesenpartien und Wasserflächen, Gehölzgruppen und auch Solitärbäume, erschlossen durch eine sparsame Wegeausstattung. Eine von Petzold eher vernachlässigte Gestaltungsform kam unmittelbar südlich der Zwingermauer zur Anwendung: hier wurde ein Areal in der Art eines "pleasureground" mit Rasen und Beeten intensiver gärtnerisch gestaltet. Im Wesentlichen blieb

der wertvolle Park, der das Tal des Eisenbachs sowie Hang und Hochfläche insöstlich und südlich des

Schlosses umfängt, mit alten Baumbeständen, Wegeführungen, Wasserflächen und einzelnen der konzipierten Blickachsen, bis heute erhalten.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen und künstlerischen Gründen.

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Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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