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Traditionsgaststätte mit Gaststubenanbau (1902), erweitert um einen Tanzsaal (1924) und eine Kegelbahn (1927).
Die Gründung der Traditionsgaststätte „Zum Kühlen Grund“ reicht möglicherweise bis in das 18. Jahrhundert zurück. Das Gebäude wurde direkt neben dem Wembach an der Einmündung des ehemaligen Mühlgrabens errichtet, was möglicherweise die Namensgebung der Gaststätte erklärt. Der Altbau wurde 1902 westlich entlang des Wembaches um einen Ziegelbau erweitert. 1908 wurde der Altbau um ein Fachwerkgeschoss mit Krüppelwalmdach aufgestockt. 1924 fügte man östlich des Altbaus einen Tanzsaal an. Diesen erweiterte man 1927 um eine Kegelbahn, wofür der Wembach kanalisiert werden musste. Dort wo der Mühlgraben in den Wembach mündete, wurde eine Brücke in den südlich liegenden Garten der Gaststätte gebaut.
Beschreibung
Der Altbau der Gaststätte besteht aus einem steinernen Erdgeschoss, das möglicherweise aus dem 18. Jahrhundert stammt. Straßenseitig wird der mittig sitzende Hauseingang von je einem Zimmerfenster begleitet. Das westliche Zimmer war die alte Gaststube, während sich hinter dem Eingang die ehemalige Wohnküche anschloss. Der Altbau wurde 1902 nach Westen durch einen giebelständigen Backsteinbau entlang des Baches erweitert und nahm im Erdgeschoss die Gaststube und im Obergeschoss eine Wohnung auf. Tür- und Fenstergewände wurden in Sandstein gestaltet. Der Gastraum wird von der abgefasten Nordwestecke her betreten und wurde im historisierenden Stil in altdeutscher Manier gestaltet. Erhalten hat sich die aufwändig gestaltete Holzbalkendecke. 1908 wurde der Altbau um ein Fachwerkgeschoss aufgestockt und mit einem traufenständigen Krüppelwalmdach versehen. Der 1924 angefügte Tanzsaal wurde in Fachwerkkonstruktion ausgeführt und ist durch einen Eingang in der Nordwand zugänglich. Der aufwändig gestaltete Saal weist im Westen eine Empore sowie im Osten eine Bühne auf dem Grundriss eines dreiseitigen Polygons auf und bildet eine Art Konzertmuschel. Das Satteldach mündet im Osten in einem Walm. Im Innern wird das Dach von einem aufwändigen Hängesprengwerk getragen. An den mittigen und von Hängesäulen getragenen Kehlbalken wurde die Holzdecke befestigt. Die 1927 angefügte Kegelbahn wurde ebenfalls in Holzfachwerk ausgeführt und wies ursprünglich ein Kegelzimmer im Westen, die Kegelbahn und an deren östlichem Ende Sanitärräume auf. Die Räume wurden mit einem Pultdach gedeckt.
1956 wurde eine neue Toilettenanlage errichtet. 1978/79 erfolgte die Innenrenovierung der Gaststätte, 1986 die Außenrenovierung. Die Farbigkeit der gesamten Fassade sowie sämtliche Dächer wurden erneuert.
Die Gaststätte ist Kulturdenkmal aus ortsgeschichtlichen und künstlerischen Gründen.
Als Kulturdenkmal nach § 2 Absatz 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz aus geschichtlichen und künstlerischen Gründen in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen.
| Kulturdenkmal nach § 2 Abs. 1 HDSchG | |
| Kulturdenkmal (Gesamtanlage) nach § 2 Abs. 3 HDSchG | |
| Kulturdenkmal (Grünfläche) nach §2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG | |
| Kulturdenkmal (Wasserfläche) nach §2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG |
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Wege-, Flur- und Friedhofskreuz, Grabstein |
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Jüdischer Friedhof |
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Kleindenkmal, Bildstock |
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Grenzstein |
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Keller bzw. unterirdisches Objekt |
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Baum |