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Kulturdenkmäer in Hessen

Gesamtanlage Altstadt und Frankfurter Vorstadt 2

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Lahnseitiger Stadteingang mit Schuhmarkt, Erbacher Hof und Römer

Limburg
Limburg-Weilburg
Im späten 12. und 13. Jahrhundert führte die ehemalige Tränkgasse (heute: In der Erbach) direkt zur Holzbrücke über die Lahn, die am jenseitigen Ufer ein gleichnamiges Pendant in der Brückenvorstadt besaß. Im frühen 14. Jahrhundert gründete das Kloster Eberbach hier einen Klosterhof und errichtete 1322 die noch heute bestehende kleine Kapelle, eine Badestube ist 1358 (hinter dem Haus Brückengasse 1) bezeugt und für die jüdische Bevölkerung befand sich hier eine Mikwe mit anliegendem Garten (1334 auf dem Gelände des heutigen Spielplatzes in den Quellen belegt). Mit der neuen Steinbrücke, die gegen 1345 fertig gestellt war, verlagerte sich das nördliche Entrée Limburgs rund fünfzig Meter nach Westen - wobei der ältere Übergang noch bis nach 1373 bestand. In der vermutlich erst während des Brückenneubauprojektes entstandenen Brückengasse ist 1358 ein „steinernes" Haus bezeugt, dessen Reste sich noch im klassizistischen Bau Brückengasse 2 verbergen. Auch dessen Nachbaranwesen Nr. 4 wird sehr früh genannt und befand sich im Besitz des reichen Stifters Werner Senger. Auch die Bebauung der Eckparzelle (Brückengasse 12) und der meisten der gegenüberliegenden, die Nordzeile der platzartigen Ausweitung der Brückengasse bildenden Häuser ist bereits im 14. Jahrhundert bezeugt. Die gesamte Brückengasse diente im Mittelalter und der frühen Neuzeit als Schuh- und Klatter(=Kleinwaren)markt, demzufolge waren hier sehr viele Schuster, aber auch andere Handwerker ansässig. Heute ist der gesamte Bereich Brückengasse und „In der Erbach" geprägt von Fassadenerneuerungen beziehungsweise von einigen vollständig neu errichteten Bauten des späten 15. bis 17. Jahrhunderts. Eng gereihte Giebelfronten wechseln mit breit gelagerten traufständigen Bauten. Die zahlreichen Zufahrtsstraßen, kleinen Stichwege und Abseiten vermitteln den Eindruck spätmittelalterlicher Enge städtischen Zusammenlebens mit malerischen Winkeln und interessanten Durchblicken. Von besonderer städtebaulicher Wirkung sind die Fassaden von Brückengasse 9, 11 und 13, da sie die Eckbereiche der platzartigen Ausweitung der Brückengasse akzentuieren. Das benachbarte Areal „In der Erbach" ist noch heute geprägt durch eine weite Platzanlage, auf der ursprünglich der Garten des Klosterhofes bzw. nach Norden das kalte Bad der Juden und dessen Garten lagen. Dieser diente ab 1806 als Schiffsanlegeplatz. Nach Westen und Süden lagen vereinzelte Bürgerhäuser bzw. Scheunen und Stallungen, die zu Anwesen des Schuhmarktes gehörten, während die Ostseite von den Bauten des Klosterhofes sowie mehreren Gärten eingenommen wurde. Heute dominiert das Haus In der Erbach durch seine erhöhte Lage und seine schlichte, aber eindrucksvolle Fachwerkfassade den Platz. Bis auf den, allerdings sehr bedauerlichen Abriss der Häuserinsel Rütsche 2-4 und des Hauses Römer 8 ist dieser Bereich der Gesamtanlage relativ wenig gestört. Die beiden, heute etwas versteckt liegenden Fachwerkhäuser Römer 1 und 2-4-6 sind überregional wichtige Beispiele erhaltener Fachwerkgefüge des 13. Jahrhunderts und wurden entsprechend ihrer Bedeutung aufwändig saniert. Das heute aufgemauerte Grabungsgelände hinter dem Hause Römer 2-4-6, eine der wenigen Freiflächen in dem eng bebauten Altstadtbereich, gibt einen Eindruck von der kleinteiligen Bebauungsstruktur in diesem Bereich der Stadt vor dem Brand von 1289.
Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS):
Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation
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