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Vogelsbergkreis
Lauterbach
  • Gartenstraße 26
  • Gartenstraße 24
  • Gartenstraße 22
Friedhof
Flur: 2
Flurstück: 98/7

Der älteste bekannte Begräbnisplatz Lauterbachs befand sich in bzw. an der Stadtkirche. Nach der Reformation wurde ein neuer Friedhof, 1572 zuerst erwähnt, bei der St.-Wendels-Kapelle (vgl. Bahnhofstraße 44) angelegt, wo mit einiger Sicherheit auch schon vorher Bestattungen erfolgt waren. Er wurde 1842 mit der Einweihung des noch heute bestehenden Friedhofs aufgelassen.

Der älteste, 1846 mit einer Basaltmauer mit Sandsteinabdeckung umgebene Teil des heutigen Friedhofs folgt im Grundriss deutlich klassizistischen Vorbildern: Seine viereckige Fläche wurde durch Wege in vier gleichmäßige Quadrate unterteilt, die Mitte akzentuiert ein großes Denkmal, gleichzeitig der Einweihung des Friedhofs und dem hierher umgebetteten Wohltäter Johann Friedrich Diehm gewidmet, der 1814 verstorben war und der Kirche und den Armen der Stadt ein ansehnliches Vermächtnis hinterlassen hatte. Das Monument entstand nach Entwurf des Kreisbaumeisters Mittermayer aus rotem Sandstein. Über gestuftem Sockel erhebt sich der kubische Unterbau für ein großes Kruzifix, darüber eine auf vier kräftigen Stützen ruhende Abdeckung mit flachen Giebeln, das ganze noch in klassizistischer Formensprache.

Während die vier Felder für Reihengräber vorgesehen waren, fanden entlang der Mauern Familiengrüfte ihren Platz. Diese Grundstruktur ist bis heute ablesbar, auch wenn den vorderen beiden Quadraten neue Funktionen zukamen: rechts entstand um die 1926 erbaute Gedächtnishalle eine Art Ehrenfriedhof, wohin auch einige ältere Grabsteine

versetzt wurden, von denen das wohl

aus dem älteren Friedhof hierher gebrachte Gusseisenkreuz der Christine Hoos (†1833) hervorzuheben ist. Das linke Quadrat wird fast ganz von der neuen Friedhofshalle eingenommen, einem sandsteinverkleideten, gestreckten rechteckigen Baukörper mit hohem, kupfergedecktem Faltdach über der nordwestlichen Hälfte, die den Aussegnungsraum umfasst, erbaut 1966/67 nach Entwurf des Stadtbaumeisters i.R. Wilhelm Braun.

Seinen Platz fand hier aber auch das Denkmal für die acht aus Lauterbach stammenden Gefallenen des Krieges 1870/71: auf einem Unterbau aus Bruchsteinen lagert ein großer Zippus mit Palmettenakroterien an den Ecken und bekrönt durch Kranz und Helm mit Federbusch. An den vier Seiten eingelassene Inschrifttafeln. Das sehr sorgfältig gearbeitete, in klassizistischer Tradition stehende Monument ist signiert: "A[lexander]. Kramer, Fulda".

1904 wurde vor der Friedhofsmauer rechts neben dem Eingang und in der Achse der Friedhofsstraße (heute: Poststraße) eine kleine Leichenhalle in gotisierender Kubatur aus Basalt (Sockel, Gliederungen) und Sandstein erbaut. Segmentbogige Öffnungen, Brettertür mit gotisierenden Jugendstilbeschlägen, an den vorderen Ecken angedeutete Strebepfeiler.

Die Gedächtnishalle für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs entstand 1926 nach einem interessanten Entwurf von Adolf Pfeiffer. Ihr oktogonaler Grundriss, das kuppelige Dach und das achtteilige Gewölbe im Inneren verweisen auf Vorbilder im Sakral- und Sepulkralbau, die expressive Verwendung von zum Teil stehenden Basaltsäulen in der äußeren Wandgestaltung lässt Heimatverbundenheit assoziieren. Die beiden Zugänge sind als schwere Ädikulen aus mit Bossen versehenen Sandsteinquadern vorgebaut. Türen der Bauzeit. Rückseitig Inschrifttafel mit dem Monogramm Pfeiffers.

Weitere öffentliche Denkmäler finden sich auf den Erweiterungsflächen des Friedhofs:

In die Grabreihen des zweiten Erweiterungsteils gliedert sich ein Begräbnisplatz von 1945; auf dem dazugehörigen Grabstein sind neben einem orthodoxen Kreuz die Namen von sieben osteuropäischen Frauen und Männern sowie drei unbekannte Russen aufgeführt, die alle als Kriegsopfer hier ihre letzte Ruhe fanden.

Auf dem jüngsten und größten Erweiterungsteil befindet sich das Ehrengrab für Opfer des Zweiten Weltkriegs. Zentral wurde ein glatter Sandsteinpfeiler mit aufgelegtem Lorbeerkranz errichtet (Inschrift: DER NACHWELT ZUR MAHNUNG), um den vierzig als "eiserne Kreuze" ausgebildete kleine Stelen mit den Namen Gefallener angeordnet sind.

Am Ende des Hauptwegs stellte der Kreisverband der Heimatvertriebenen 1948 "DEN OPFERN DER ZWANGSVERTREIBUNG" ein großes Holzkreuz auf.

Der Verlust an älteren Grabmalen auf dem Lauterbacher Friedhof ist relativ stark. Dennoch lässt sich an Hand der erhaltenen Beispiele die Entwicklung der Grabsteingestaltung vom Historismus bis zum Jugendstil ablesen. Auf die zeittypische, noch von der Aufklärung bestimmte Grundkonzeption des ältesten Friedhofsteils geht eine Anzahl mehr oder weniger schlichter Tafeln zurück, die direkt in die Friedhofsmauer eingesetzt wurden.

Aufwändiger wurden die Grabsteine des Historismus, die meist in Pfeiler- oder Stelenform Ornamente oder auch architektonische Gliederung besonders der Gotik aufweisen. Insbesondere auf dem zweiten Erweiterungsteil ist eine Anzahl von Grabdenkmälern des Jugendstils erhalten, wie sie der Deutsche Werkbund oder auch der Verein zur Förderung der Künste in Hessen und im Rhein-Main-Gebiet vor dem Ersten Weltkrieg propagierte. Bevorzugtes Material ist jetzt der Muschelkalk, verschiedentlich durch Reliefplatten aus Bronze ergänzt.

Grabmäler von orts- und kulturgeschichtlicher Bedeutung:

(1) Grabmal für Albertus Jacob II. (†1861). Hergestellt aus rotem Sandstein hat es die Form einer gotischen Fiale: ein vierseitiger Pfeiler, dessen als Säulen ausgebildete Ecken Wimperge mit Maßwerk tragen, schließt mit steiler, krabbenbesetzter Pyramide ab.

(2) Grabmal für Mariane Tanner, 1845 in der Form eines einfachen Kreuzes aus rotem Sandstein entstanden.

(3) Grabmal für Kreisassessor August Schaumann (†1867), "gewidmet von sämmtlichen Groszherzl. Bürgermeistern des Kreises Lauterbach". Vierseitiger Pfeiler, die Inschriftflächen gerahmt von romanisierenden Halbsäulchen, gestufter Abschluss über Konsolfries und mit Vierpässen, als Bekrönung kleines Kreuz.

(4) Sechs gleichartige große gotisierende Stelen, errichtet für Mitglieder von großherzoglichen und riedeselischen Beamtenfamilien, die zwischen 1845 und 1870 verstorben sind. Über spitzbogigen Inschriftflächen mit feinem Blendmaßwerk schließen die Stelen giebelförmig ab und werden von kleinen Kreuzen bekrönt.

(5) Grabmäler für Marie und Elisabeth Waldeck, um 1875. Konische Sandsteinsockel mit profiliertem Abschluss tragen efeuumwundene und mit Kränzen versehene Astkreuze aus Gusseisen. An den Sockeln erinnern emaillierte Schrifttafeln an die Verstorbenen.

(6) Grabmal für Ludwig Habicht (†1860). Aus kubischem Sockel wächst ein sehr aufwändiger neugotischer Aufbau in der Form einer Fiale mit Wimpergen, Strebepfeilern und -bögen. Die Inschriften sind fein gearbeitet. Anspruchsvolles Beispiel historistischer Grabmalskunst.

(7) Familiengrab Scharmann-Bönsel. Um 1860 entstandene Tafel aus rotem Sandstein, in die Friedhofsmauer eingelassen. Die Schriftfläche wird von Blendmaßwerk und Rundstäben gerahmt und schließt mit einem Profil über doppeltem Konsolfries ab. Seitlich kleines Relief eines Engels.

(8) Familiengrab Eifert. Zwei identische Grabmale für Bürgermeister David Eifert (†1870) und seine Frau. Auf Kalksteinsockeln, die sich nach oben verjüngen und profiliert abschließen, sind hohe Marmorkreuze aufgestellt, deren breite Arme gotisierende Nasen aufweisen und die die Inschriften tragen.

(9) Familiengrab Krömmelbein. Querrecht

eckige Tafel aus rotem Sandstein mit profilierter Rahmung und umlaufendem Konsolfries. Um 1860 entstanden.

(10) Familiengrab List. Querrechteckige Tafel aus rotem Sandstein mit gerahmter Inschriftfläche und profiliertem Abschluss über Konsolfries. Zu beiden Seiten schlichte zeittypische Gusseisenkreuze aus den Jahren 1843 und 1845.

(11) Familiengrab Riedesel zu Eisenbach. Zu beiden Seiten des Durchgangs vom ältesten Friedhofsteil zur ersten Erweiterung befinden sich Grabflächen der Riedesel Freiherren zu Eisenbach. Sie werden durch Pfosten und Ketten begrenzt und enthalten mehrere Grabmale unterschiedlichen Formats und gestalterischen Anspruchs: als aufgesockelte Kreuze aus Sandstein oder Gusseisen, als Wandtafeln, Stelen, Kissensteine oder große Grabplatten. Die ältesten stammen aus der Anfangszeit des Friedhofs.

(12) Grabmal Lina Lerch, †1876. Auf achteckigem, profiliert abschließendem Sockel kleines Kreuz mit genasten Armen. Vergoldete Frakturinschriften. Gutes Beispiel eines schlichten neugotischen Grabmals aus der Zeit.

(13) Grabmal für Adolf Calmberg (†1887). In die Mauer eingesetztes Grabzeichen aus rotem Sandstein in neugotischer Form, gegliedert durch einen maßwerkgefüllten Blendbogen über schlanken Halbsäulchen. Das Grabmal des seinerzeit bekannten Schriftstellers und Germanisten befindet sich in schlechtem Erhaltungszustand.

(14) Familiengrab Möller. Aus der Zeit um 1880 stammende querrechteckige Wandtafel aus gelbem Sandstein mit profiliertem Abschluss. Die Inschriften in gotisierenden Blendbögen. Bekrönend eine von Akanthuslaub gerahmte Marmortafel. Zusätzliche Stele mit klassizistischer Ornamentik.

(15) Grabmal Hasse/Zimmer. Aufwändig ausgestaltetes Grabmal aus der Zeit um 1880 in der Form einer Wandtafel, hergestellt aus gelbem Sandstein. Rundbogenfries, Blendbögen, Akanthusreliefs vermitteln den gestalterischen Anspruch des späten Historismus. Bezeichnet "F. Moser / Frankfurt"

(16) Familiengrab Boreen. Entstanden 1922 aus Muschelkalk in der Form einer Ädikula mit konvex abfallenden Seitenteilen, die an niedrigen schalenbesetzten Pfeilern abschließen. Florale Ornamentik, aufwändig der geschweifte Giebel. Oberhalb der Inschriften Relief einer Trauernden.

(17) Familiengrab Sänger. Grabmal aus dem Jahr 1929 in neoklassizistischer Form: auf breitem Sockel tragen links und rechts je drei Halbsäulen ein blockhaftes, gestuftes Gebälk. Vor der Schriftfläche ist - Reminiszenz an den Jugendstil - eine halbplastisch ausgebildete Rosenschale aufgestellt.

(18) Familiengrab Schmelz. Hochformatige Stele aus poliertem schwarzem Granit. Der bogenförmige Abschluss bietet Platz für das Relief eines oval gerahmten Kreuzes. Zu beiden Seiten der Inschrift schlanke polygonale "Pfeiler" mit vergoldetem Rautenfries.

(19) Familiengrab Möller. Hoher gestufter Sockel mit profilierter Abschlussplatte, darauf schlichtes hohes Kreuz. Aus poliertem schwarzem Granit im Ersten Weltkrieg entstanden.

(20) Familiengrab Göckel. Grabmal in der Form einer Ädikula: zwei kannelierte Pilaster tragen einen Segmentgiebel, den ein Relief mit Rosen und einem Vogel ziert. Zwischen den Pilastern Inschrifttafeln. Entstanden 1917, signiert R. PAUL / Darmstadt.

(21) Heute anonymes Grabmal aus Muschelkalk aus der Zeit um 1920. Hochformatige, geschweift abschließende Stele über gestuftem Sockel, der einen Pflanztrog enthält. Hochschwingende Seitenwangen zwischen Pfeilern, die Rosenkörbe tragen. Rosenreliefs an den Kanten und der Vorderseite der Stele.

(22) Familiengrab Stöhr. Dreiteiliger, gestufter Stelenaufbau aus poliertem dunklem Granit. Das an sich schlichte Grabmal aus der Zeit des Ersten Weltkriegs besticht durch das verwendete Schriftbild und zwei stilisierte Rosenkränze, die dem Jugendstil verpflichtet sind. An die beiden hier bestatteten Gefallenen erinnert ein "Eisernes Kreuz", das den mittleren Stelenteil bestimmt.

(23) Familiengrab Wiesemüller. Wiederverwendetes Grabmal aus den frühen 1920er Jahren in der Form einer Ädikula: Zwei schlichte Pfeiler tragen einen bogenförmigen Giebel, der mit Perlstab und Palmette geziert ist. Seitliche Wangen mit Rosenreliefs schwingen zu niedrigen Pfeilern hinab, auf denen kleine Schalen stehen.

(24) Familiengrab Wiegel. Stele auf gestuftem Sockel, ausgestattet mit schmalen seitlichen Wangen. Die Kanten fasst ein Blumenband, das über dem bogigen Abschluss der Stele palmettenartig eine kleine Kartusche rahmt. Entstanden im Ersten Weltkrieg aus Muschelkalk.

(25) Familiengrab Konrad Stöhr II. Auf Grund seiner schlichten neoklassizistischen Gestaltung ist das Grab wohl in die zweite Hälfte der 1920er Jahre einzuordnen. Auf gestuftem Sockel erhebt sich eine breite Ädikula, deren vier kannelierte Pfeiler einen blockhaften, flachbogig abschließenden "Giebel" mit erhabenem Familiennamen tragen. Zwischen den Pfeilern die Inschriftplatten.

(26) Familiengrab Struth. Zwischen niedrigen Pfeilern konvex aufschwingende Stele, der eine schmale Ädikula vorgesetzt ist. Eichenlaubgirlanden und -kranz sowie ein Fliegersymbol mit "Eisernem Kreuz" verweisen auf den Ersten Weltkrieg: zuerst wurde 1917 ein Gefallener beerdigt. Die Pfeiler der Ädikula zeigen außerdem Amphoren in vertieften, hochovalen Flächen. Die niedrige Grabeinfassung ist mit Kugeln besetzt.

(27) Familiengrab Duchardt. Sehr repräsentatives Grabmal aus Muschelkalk mit Bronzeapplikationen. Der hochrechteckige Mittelteil seitlich eingerollten Segmentgiebel ab, den eine aufwändige Rosengirlande umgibt. Darunter erscheint ein "Eisernes Kreuz" oberhalb der Inschriftplatte. Zu beiden Seiten stehen je zwei kannelierte Pfeiler, die ähnlich wie der Mittelteil abschließen. Dazwischen sind wieder hochrechteckige Inschriftplatten eingesetzt; über den äußeren Reliefs von Kränzen. Bei diesem Grab ist die Einfassung erhalten. Entstehungszeit gegen Ende des Ersten Weltkriegs, Signatur GREINER, wohl Daniel Greiner, Jugenheim.

(28) Grabstein Jakob Reuter. Für den 1914 im Krieg Umgekommenen wurde eine Stele errichtet, die einen geschweiften Abschluss mit dem Relief von Schwert, Helm und Rosen zeigt. Darunter vertiefte Inschriftfläche mit ausführlicher erhabener Inschrift.

(29) Familiengrab Jockel. Für den Baumeister Gustav Jockel (†1914) wurde in die Friedhofsmauer eine schlichte querovale Sandsteintafel mit erhabenem Rand eingesetzt. Die Gestaltung dürfte bewusst auf ältere Vorbilder zurückgreifen.

(30) Familiengrab Dürbeck. Hochformatige Stele aus Muschelkalk mit bogigem Abschluss und vorgesetztem Pflanztrog. Erhabenes Kreuz und Reliefs von Rosen schmücken den Grabstein, in den oberhalb der Inschriftplatte ein Bronzerelief eingelassen ist. Es zeigt in klassischer Manier eine Frau, die einen müden Sitzenden anspricht. Entstanden 1913.

(31) Familiengrab Luft. Aus rotem Sandstein aufgesockelter Pfeiler mit querovalem Grundriss, die Seiten kanneliert, an Vorder- und Rückseite erhabene hochovale Inschriftflächen, eine davon mit einer Rosengirlande umgeben. Den Pfeiler bekrönt eine Schale mit Rosen. Das Grabmal mit seinen Jugendstilformen ist 1911 entstanden und von besonderer gestalterischer Qualität.

(32) Familiengrab Stumpf. Dreiteiliger Aufbau aus Kalkstein. Sein mittlerer Bereich ist überhöht und als einfache

Ädikula ausgestaltet. Diese trägt einen einfachen Giebelblock, ihre Pfeiler rahmen ein hochrechteckiges Bronzerelief mit der Darstellung eines abschiednehmenden Paares in klassischer Kleidung. Die niedrigeren Seitenteile des Grabmals schließen über einem Blumenfries waagerecht ab. Begraben ist hier der Kreisstraßenmeister Stumpf, †1912. Das Grabmal ist bezeichnet "Götze Darmstadt".

(33) Familiengrab Cornelius. Übereck gestellter, gestufter Sockel aus grauem Granit, darauf hohes Kreuz aus dem

gleichen Material; alle Flächen sind erhaben und poliert, die Kanten gestockt.

Entstanden in der Mitte des ersten

Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts, typisch für aufwändigere Grabmäler vor dem Jugendstil.

(34) Familiengrab Wenzel. Hohe Ädikula aus unterschiedlich behandeltem dunklem Granit. Vor der Inschrifttafel stehen zwei toskanische Säulen, sie tragen einen klassischen Dreiecksgiebel, den ein Kreuz bekrönt. Die Einfassung des Grabes aus säulenartigen Gusseisenpfeilern, die mit Ketten verbunden sind, ist hier erhalten.

(35) Familiengrab Stichtenoth. "Dem Wohltäter der Armen, Herrn Beigeordneten Ferdinand Stichtenoth und seiner Gemahlin" widmete die Stadt Lauterbach ein Grabmal in der Form eines Kreuzes auf hohem Sockel mit profilierter Abschlussplatte. Das Denkmal ist aus geschliffenem schwarzem Granit, die Inschrift auf die Vorderseite des Sockels "genagelt".

(36) Familiengrab Alles. Sachliches Grabmal (1926) aus Kunststein in Form einer Stele, die seitlich von niedrigeren Pfeilern überschnitten wird. Alle Teile schließen mit waagerechten Kragplatten ab. die hochrechteckige Inschriftfläche in der Mitte bekrönt ein Relief, das ein aufwändig ausgestaltetes Palmettenmotiv wiedergibt.

(37) Grabmal Alexander Stöpler. Das Grabmal des 1922 verstorbenen Bürgermeisters ist aus Basaltsäulen zusammengefügt, die sicher einen Heimatbezug herstellen sollen. An der Vorderseite des "Basaltkegels" ist eine Inschriftplatte aus Sandstein angebracht.

Der Friedhof und die aufgeführten Denkmäler, Mauern, Tore und Gebäude sind Kulturdenkmäler aus geschichtlichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Gründen.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Gründen.

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