St. Michaels-Weg 1, kath. Kirche
St. Michaels-Weg 1, Innenraum, Blick zum Altar
St. Michaels-Weg 1, Innenraum
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Hochtaunuskreis
Wehrheim
  • St.-Michaels-Weg 1
Kath. Pfarrkirche
Flur: 11
Flurstück: 106/3

Wehrheims katholischer Minderheit war mit dem Diezer Vertrag von 1564, der die Religionsfreiheit im zweiherrischen Ort regelte, zwar freie Religionsausübung garantiert worden. Der Bau einer eigenen Kirche blieb ihr jedoch versagt, sodass sie auf auswärtigen Kirchgang (seit 1606 Pfaffenwiesbach) bzw. Hausgottesdienste (ab 1694) angewiesen war. 1712/13 setzte Kurtrier diesem Zustand ein Ende und schuf mit einem zunächst als Fruchtspeicher ausgegebenen Bau, den es auf dem ihm gehörenden und mit seinen Befestigungsresten zugleich als Materialquelle dienenden Burggelände errichtete, vollendete Tatsachen. Am 24. August 1713 wurde in dem dem Erzengel Michael geweihten Gotteshaus erstmals die Heilige Messe gehalten. An ihr partizipierte über längere Zeit die katholische Kirchengemeinde von Usingen, aus dessen Schlosskapelle der 1713 aufgestellte Altar stammte, wie auch diejenige von Anspach.

Kleiner Saalbau mit Pseudomansarddach, unter dem der bis 1802 als Fruchtlager genutzte Speicher liegt. Im Inneren geometrische Stuckdecke. Ergänzende Baumaßnahmen erfolgten 1814 mit der Aufbringung des Spitzhelmdachreiters, der das Wehrheimer Rathausglöckchen aufnahm, und 1899-1902 mit dem Anbau des dreiseitigen Chores und der Sakristei sowie der Umgestaltung von Fenstern und Hauptportal im neogotischen Stil. 1890 Einbau der Orgelempore an der Westseite. 1970/73 Umgestaltung des Inneren entsprechend der liturgischen Neuordnung des Zweiten Vatikanischen Konzils: Entfernung von Kanzel, Kommunionbank und Hochaltar, dessen Aufbau zusammen mit der Travertinmensa und dem Ambo an die Nordwand versetzt wurde; neben dem modernen Altar aufgestellt das marmorne Taufbecken von 1729.

Zur Ausstattung gehören des Weiteren:

Triumphkreuz 1694; barocke Skulpturen, Anfang 18. Jahrhundert, Holz, farbig gefasst, Sankt Nepomuk und Sankt Wendelin darstellend; neobarocke Seitenaltäre und 14 Kreuzwegstationen, 1955 aus der katholischen Kirche von Nauort/Westerwald übernommen; Orgel, 1895; historistische Farbglasfenster (Sankt Josef, Trinität, Sankt Michael), Kunstglaserei Ritzel, Sankt Goarshausen.


Als Kulturdenkmal nach § 2 Absatz 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz aus geschichtlichen und künstlerischen Gründen in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen.

Legende:

Kulturdenkmal nach § 2 Abs. 1 HDSchG
Kulturdenkmal (Gesamtanlage) nach § 2 Abs. 3 HDSchG
Kulturdenkmal (Grünfläche) nach §2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG
Kulturdenkmal (Wasserfläche) nach §2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG
Weitere Symbole für Kulturdenkmäler nach § 2 Abs. 1 HDSchG:
Wege-, Flur- und Friedhofskreuz, Grabstein
Jüdischer Friedhof
Kleindenkmal, Bildstock
Grenzstein
Keller bzw. unterirdisches Objekt
Baum
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