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Baubeschreibung
In die zumeist viergeschossige Wohnbebauung der Eckenheimer Landstraße reiht sich die Traufhöhe der zweigeschossigen Gethsemanekircheein. Das Obergeschoss der Kirche bildet ein geschlossener flachgedeckter Kubus. Gerahmt wird der verklinkerte Kubus durch zwei betonsichtige Elemente: nach Norden durch ein gerundetes Treppenhaus, nach Westen durch den hochaufragenden Glockenturm. Das Erdgeschoss umfangen Betonpfeiler, dahinter öffnen sich umlaufende Glasflächen. An der Ecke zur Neuhofstraße wird ein kleiner Vorplatz durch Betoneinfassungen gegliedert. Ein durchlaufender Fußbodenbelag verbindet den Vorplatz mit dem Foyer und den Gemeinderäumen im Erdgeschoss. Vom Foyer führen ein Fahrstuhl und das Treppenhaus zum Gottesdienstraum im Obergeschoss. Den quadratischen Grundriss überfängt im Nordwesten eine L-förmige Empore. Unter der Nordempore wird das Taufbecken durch seitliche Fensterschlitze belichtet. Um drei Stufen erhöht, zeichnet den geosteten Altarraum ein Oberlicht besonders aus. Von hier leiten ein seitliches Fenster und die Kanzel – das einzige feste Hauptstück – zum lose bestuhlten Gemeinderaum über.
Geschichte
Nördlich der Gethsemanekirche, in der Marschnerstraße, findet sich noch das alte Gemeindehaus mit Kirchsaal von 1903. Als auf dem angrenzenden Grundstück die Kirche entstehen sollte, wurde nach Wettbewerb Hans Georg Heimel beauftragt. Aus dem Krankenhausbau kommend, hatte er 1963 mit der Langener Martin Luther-Kirche auf sich aufmerksam gemacht. Im Nordend verknüpfte er Impulse aus Westfalen und der Schweiz. Für den Kirchenraum entwarf Heimel auch Teile der Ausstattung, vom Altar bis zu den „Kronleuchtern“. Hermann Tomada gestaltete eine Eisenplastik zum Motiv der Dornenkrone, Bernd Rosenheim die Paramente und Fenster in Schaumantikglas-Collagetechnik. Bereits zu ihrer Einweihung wurde die Gethsemanekirche kontrovers diskutiert: War ein neuer „Sakralbau“ noch zeitgemäß? Denn schon 1970 ließ sich nicht mehr leugnen, dass die Volkskirche langsam an Mitgliederund Finanzstärke verlor. Doch im Nordend wählte man nach langen Planungen gezielt einen – nach außen – selbstbewusst „sakralen“ Bau. Im Inneren wurden, durchaus innovativ, Gemeinde- und Gottesdienstarbeit verknüpft. Von der historischen Petergemeinde abgespalten, zählte die selbständige Gethsemane-Gemeinde im Jahr 1970 noch 6.000, heute rund 1.700 Seelen.
Bewertung
Städtebaulich bildet die Gethsemanekirche eine Dominante aus, verbindet geschlossene mit offener Bebauung. Im historistischen Nordend markiert der moderne Bau einen Wendepunkt der städtischen Kirchenbaugeschichte: Frankfurts letzter moderner evangelischer „Sakralbau“. Fast unverändert hat sich in der Gethsemanekirche das bauzeitliche Raum- und Ausstattungskonzept erhalten. Künstlerisch überzeugen klare Formen und eine qualitätvolle Materialgebung auf Überregionalem Niveau. (s, g, k)
Als Kulturdenkmal nach § 2 Absatz 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen.
| Kulturdenkmal nach § 2 Abs. 1 HDSchG | |
| Kulturdenkmal (Gesamtanlage) nach § 2 Abs. 3 HDSchG | |
| Kulturdenkmal (Grünfläche) nach §2 Abs. 1 oder § 2 Abs. 3 HDSchG | |
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Wege-, Flur- und Friedhofskreuz, Grabstein |
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Jüdischer Friedhof |
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Kleindenkmal, Bildstock |
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Grenzstein |
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Keller bzw. unterirdisches Objekt |
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Baum |