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Bergstraße
Bensheim
Auerbach
  • Weserstraße 3
Kath. Pfarrkirche Heilig Kreuz
Flur: 16
Flurstück: 86/3

Verursacht durch die starke Zuwanderung von Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Auerbach der Bau einer katholischen Pfarrkirche unumgänglich. Zunächst hatte man 1955 eine Notkapelle und Pfarrerwohnung in dem Haus Darmstädter Straße 239 eingerichtet, das aber rasch zu eng wurde. 1956 erwarb man einen Bauplatz in der Flur "Im Sandhaufen" und beauftragte den Darmstädter Hochschullehrer Prof. Jan Hubert Pinand mit der Planung einer modernen Kirche. Am 27. Juli 1958 erfolgte der erste Spatenstich und bereits ein Jahr später, am 12. und 13. September 1959, konnte der Neubau eingeweiht werden.

Entstanden war ein ungewöhnlicher Bau: Das Grundgerüst bildet eine von der Fa. MAN (Gustavsburg) gelieferte Stahlkonstruktion in Form eines Halbkugelsegmentes, die von einer Außenhaut aus Kupfer und Verblendklinker geschützt wird. Nach Westen ist diesem Raumkörper eine niedrige Eingangshalle mit einem Vordach auf hohen Vierkantstützen aus Beton angegliedert. Die schmale Erhöhung auf dem Bau enthält die Glocken, womit ein ursprünglich vorgesehener Campanile aus Kostengründen entfallen konnte. Seitlich befinden sich kleine, kreuzförmige Fensteröffnungen. Als Bekrönung eine aus den Alpha und Omega- Buchstaben erwachsendes Kreuz.

Das Innere birgt einen lichtdurchfluteten Saal, vor allem bedingt durch das große, fast die gesamte Ostwand ausfüllende Fenster aus farbigem Glas (110 qm). Es wurde entworfen von dem Darmstädter Künstler Prof. Bruno Müller-Linow, der hier mit südfranzösischen Glassteinen den wiedererstandenen Christus mit Evangelistensymbolen, der Stadt Jerusalem und anderen Symbolen dargestellt hat. Über dem Eingangsbereich befindet sich die Empore, die gewölbte Decke ist zwischen den Stahlträgern mit Holz verkleidet. Der Fußboden besteht aus grauem Jura-Marmor. Altar und Kommunionbank sind aus rotem ungarischen Marmor, der Taufstein in der Eingangshalle ist aus Muschelkalk gehauen. Die Orgel entstand erst 1968. Eine von Bildhauer Winter geschaffene Kopie der Hallgartener Madonna steht seitlich im Raum.

Unter der Kirche liegt eine kleine, dem hl. Nikolaus geweihte Krypta, die u.a. einen Altar aus Reichenbacher Granit birgt. Das neben der Kirche befindliche Pfarrhaus wurde erst in den sechziger Jahren erbaut.

Der moderne, in seiner Form ungewöhnliche Kirchenbau ist ein individuelles, aber typisches Zeugnis der späten fünfziger Jahre.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen, künstlerischen und wissenschaftlichen Gründen.

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Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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