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Offenbach
  • Kaiserstraße 39
Firma Goldpfeil
Flur: 1
Flurstück: 160/1

Um 1900 wurden Fabrikgebäude nicht mehr als einfache Funktionsbauten errichtet, sondern häufig mit repräsentativen Fassaden ausgestattet. Nun nahmen sich auch namhafte Architekten dieser Bauaufgabe an. Hierzu gehört auch der Neubau der Lederwarenfabrik Ludwig Krumm in den Jahren 1911 bis 1913. Entwerfender Architekt war Philipp Forster II.

Die Portefeullefabrik Ludwig Krumm wurde 1856 in der Kleinen Marktstraße gegründet. Die Firma zog 1863 in die Geleitsstraße um. 1873 ging Sohn Moritz Krumm nach England und brachte die Firma dort zu einer Monopolstellung im Englandexport. Ab 1875 auch Herstellung von Reiseartikeln und Handtaschen. Seit 1930 Umbenennung in "Goldpfeil". Das Firmengebäude an der Kaiserstraße wurde 1944 schwer kriegsbeschädigt und ab 1948 wieder aufgebaut.

Der Bau in Eisenbetonkonstruktion ist an der fünfgeschossigen Fassade sandsteinverkleidet und symmetrisch gestaltet. Das hohe Erdgeschoss mit linksseitiger Hofeinfahrt über hohem Sockel in rustizierter Quaderung und mit rundbogigen Fenstern ausgeführt. Die Obergeschosse horizontal durch stark hervortretende Gesimse und vertikal durch Lisenen gegliedert. Der leicht vortretende Mittelrisalit wurde ursprünglich durch einen geschweiften Giebel bekrönt. Ebenso erhoben sich über den seitlichen Risaliten einst kleine Giebel. Dadurch besaß das Gebäude einen neobarocken Charakter. Die flachen Reliefs an den Brüstungen der Obergeschosse und Lisenen sind jedoch deutlich vom Jugendstil beeinflusst. Das fünfte Stockwerk ist als niedriges Mezzaningeschoss ausgebildet. Das flache Satteldach mit Gauben war kriegszerstört und wurde in jüngster Zeit durch ein hohes Tonnendach ersetzt.

Trotz der modernen Ergänzung qualitätvolle Fassadengestaltung und hohe städtebauliche Wirkung. Zudem als einer der größten Lederwarenbetriebe mit einst bis zu tausend Mitarbeitern von Bedeutung für die Offenbacher Industriegeschichte.


Kulturdenkmal aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen.

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Kartenmaterial Datengrundlage (ALKIS): Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

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