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Der Windkanal der Technischen Hochschule wurde 1935 gebaut und 1936 eingeweiht (1974 und 1981 technisch erneuert). Er ist das einzige in Form, Material und Funktion original erhaltene Bauwerk auf dem Areal des historischen August-Euler-Flugplatzes, auf dem neben dem Windkanal noch mehrere, teilweise stark veränderte Gebäude, vor allem aus den frühen dreißiger Jahren, existieren.
Der Windkanal ist ein äußerlich schlichter Zweckbau, bestehend aus einem von außen sichtbaren Betontragwerk mit dunkelroter Klinkerfassade. Das Konzept zum Windkanal erarbeitete 1935 der Darmstädter Professor Nicolaus Scheubel, der den Kanal für die damaligen Bedürfnisse großzügig konzipierte. Dadurch blieb der Windkanal allen Anforderungen bis heute gewachsen. Er kann nach wie vor von der Technischen Hochschule zu Forschungszwecken genutzt werden.
Der Windkanal, der zu den ältesten Anlagen der Technischen Hochschule Darmstadt zählt, ist eine technisch ungewöhnliche Anlage: Im Gegensatz zu den sonst üblichen Windkanälen ist diese Anlage nicht horizontal, sondern vertikal konstruiert.
Dies, so wird angenommen, war einer der Gründe, weshalb die Amerikaner den Windkanal 1945 nicht als flugtechnische Anlage erkannten und auf Zerstörung oder Demontage des Windkanales verzichteten - ein Schicksal, das allen anderen größeren Windkanalanlagen im besiegten Deutschland widerfuhr. Zudem hatten die Mitarbeiter der TH 1945 rechtzeitig die wichtigsten Anlagen im Innern des Windkanalgebäudes demontiert. Das Bauwerk wurde in den folgenden Jahren von den Amerikanern als Kasino genutzt und schließlich, im Jahre 1954, an die Technische Hochschule zurückgegeben.
Der Windkanal der Technischen Hochschule dokumentiert einen wichtigen Abschnitt deutscher Flug- und Technikgeschichte. Er ist nach heutigem Erkenntnisstand der größte erhaltene Windkanal in Deutschland aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Neben der zeittypischen Fassadengestaltung des Zweckbaus fallen einige markante Gestaltungsdetails auf: der Eingangsbereich mit Türumrandung, die halbrunde Eingangstreppe, zwei Leuchten und ein Fenstergitter neben dem Eingang, ferner der Wappenadler des Dritten Reiches im oberen Bereich der Ostfassade mit Lorbeerkranz in den Fängen und abgeschlagenem Hakenkreuz.
Als Kulturdenkmal nach § 2 Absatz 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz aus geschichtlichen, künstlerischen, technischen und wissenschaftlichen Gründen in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragen.
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